Rettender Glaube
Alles über Gott und den christlichen Glauben.
T
Taufe
(griechisch: baptízein = eintauchen / untertauchen) ist ein biblischer Ritus, der verschiedene Funktionen erfüllt: 1. Die Taufe symbolisiert den Tod des alten, sündigen Menschen und die Auferstehung des neuen, wiedergeborenen Menschen ( Römer 6,1-11 / Galater 3,26 f. ) / 2. Die Taufe reinigt das Gewissen von der früheren Schuld, die durch das Sündenbekenntnis vergeben worden ist ( 1. Petrus 3,21 ) / 3. Die Taufe markiert die Aufnahme eines bekehrten Menschen in die Gemeinde GOTTES ( 1. Korinther 12,13 ). Die neutestamentliche Taufe wird im Alten Testament einerseits durch die Sintflut sowie andererseits durch den Durchzug der Israeliten durch das Schilfmeer versinnbildlicht ( 1. Korinther 10,2 / Petrus 3,19-21 ). Jesus selbst ließ sich zu Beginn seiner Mission im Jordan taufen ( Lukas 3,21 f. ) und er gebietet allen Menschen, die an ihn glauben, sich taufen zu lassen ( Markus 16,6 / Johannes 3,5 / Apostelgeschichte 2,41 ). Sämtliche Taufen, die in der Bibel überliefert sind, wurden im Namen Jesu vollzogen ( Apostelgeschichte 2,38 / Apostelgeschichte 8,16 ). Um getauft zu werden, ist es zwingend notwendig, dass ein Mensch Jesus Christus als seinen Herrn und Retter angenommen hat. Damit verbunden ist eine entschlossene Herzensumkehr von den eigenen Sünden und die Bereitschaft, Jesus dzu dienen und seine Gebote zu befolgen. Dies wiederum setzt die Mündigkeit des Täuflings und ein Bewusstsein der eigenen Schuld voraus, was erst ab einem bestimmten Alter gegeben ist. Zur Zeit der ersten Christen wurden die Leute in Flüssen oder stehenden Gewässern getauft. Dabei erfolgte die Taufe durch das vollständige Untertauchen des Täuflings im Wasser durch einen oder mehrere Gläubige. In manchen Kirchen gibt es dafür mittlerweile spezielle Taufbecken. Das Besprengen von Säuglingen und unmündigen Kindern mit Wasser, wie es in evangelischen und katholischen Landeskirchen vorgenommen wird, erfüllt nicht die Kriterien einer biblischen Taufe und kann daher lediglich als eine Segnung betrachtet werden. Begründet wird diese Praxis mit der verkehrten Annahme, dass die Taufe entscheidend für das Seelenheil eines Menschen sei. Auch wenn die Taufe eine wichtige Bedeutung hat, ist sie keine Garantie dafür, ob eine Person gerettet ist oder nicht. Vielmehr lehrt die Bibel, dass es auf den persönlichen Lebenswandel des Gläubigen ankommt. Erst unter den oben genannten Bedingungen erfüllt eine Taufe ihren angedachten Zweck und kann als solche anerkannt werden.
In charismatischen und pfingstlerischen Kreisen wird behauptet, dass jeder Christ neben der Wassertaufe auch die sogenannte Geistestaufe bzw. Feuertaufe erhalten müsse, um den Heiligen Geist zu empfangen. Die Bibel hingegen lehrt, dass es nur eine einzige Taufe für alle Gläubigen gibt und dass ein Mensch den Heiligen Geist automatisch im Augenblick seiner Bekehrung empfängt ( Epheser 1,13 / Epheser 4,5 ). In der Heiligen Schrift dient Feuer als Bild für Gericht oder Prüfung. GOTT hat Jesus zum Richter aller Menschen bestimmt, um Seinen Zorn an den Gottlosen zu vollstrecken. Wer sich daher mit Feuer tauft lässt, gehört zu denen, die ins Verderben gehen werden. Die sogenannten Feuerzungen, die in der Bibel einmalig erwähnt werden, haben ebenfalls nichts mit einer Feuertaufe zu tun, sondern dienten als sichtbares Zeichen für die Ausgießung des Heiligen Geistes, den Jesus seinen Jüngern verheißen hatte ( Apostelgeschichte 2,3 ). Da die Jünger den genauen Zeitpunkt nicht kannten, ging dieses Ereignis mit verschiedenen sichtbaren (siehe Feuerzungen) und hörbaren (siehe Sprachenrede der Jünger) Zeichen einher. Als Jesus getauft wurde, kam der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herab ( Matthäus 3,16 ). Auf diese Weise konnte Johannes der Täufer erkennen, dass Jesus der von GOTT versprochene Retter ist. Das bedeutet nicht, dass der Heilige Geist wie eine Taube aussieht oder wie Feuer brennt. Vielmehr handelt es sich um besondere Phänomene, die auf diese beiden Situationen beschränkt blieben.
Technik
umfasst alle vom Menschen geschaffenen Geräte, Bauwerke und Verfahren, die dazu dienen, praktische Probleme zu lösen oder Arbeit zu erleichtern. GOTT hat uns Menschen mit verschiedenen, darunter schöpferischen Gaben ausgestattet, damit wir sie zu Seiner Ehre und zum Wohle unserer Mitmenschen einsetzen ( 1. Korinther 10,31 ). Außerdem gab GOTT der Menschheit den Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren ( 1. Mose 2,15 ). Dies schließt auch den Gebrauch von Technologie ein. Es gibt nützliche Erfindungen, die das Leben einfacher und bequemer machen und die uns im Alltag entlasten. Die Bibel berichtet, dass die Menschen bereits in der dritten Generation nach Adam verschiedene Handwerke ausübten ( 1. Mose 4,17-22 ). Die Arche, die Noah im Auftrag GOTTES konstruierte, gilt als das erste Großbauwerk der Menschheitsgeschichte ( 1. Mose 6,14-16 ). Auch viele andere Bauwerke der Antike zeigen eindrucksvoll, dass die ersten Menschen keinesfalls primitiv waren, wie manche behaupten. Nachdem jedoch die Menschen die Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer verlassen hatten, fingen sie an, Dinge zu erfinden, die nicht zum Wohle der Menschheit, sondern vielmehr zur Zerstörung und dem eigenen Machterhalt dienten. Dazu zählt vor allem Kriegstechnik sowie Technologie, die der Kontrolle von Menschen dient. In den vergangen Jahrzehnten hat die technische Entwicklung weltweit rasant zugenommen; insbesondere im IT-Bereich. Die Nutzung von Computer, Smartphones und Internet lenkt Menschen von GOTT ab und verleitet dazu, sich von der Realität und dem Lebensumfeld abzuschotten. Die permanente Reizüberflutung kann zudem zur Sucht führen. Hinsichtlich gesundheitlicher Langzeitfolgen gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Eine weitere Kehrseite ist die zunehmende Umweltzerstörung. Dazu zählen die Rodung von Wäldern und die damit einhergehende Vernichtung von Lebensraum für Pflanzen und Tiere, was zu millionenfachem Artensterben führt. Hinzu kommt die Verunreinigung von Grundwasser und Böden durch Chemikalien und industrielle Abfallprodukte, was wiederum Auswirkung auf unsere Gesundheit hat. Die profitorientierte Massenproduktion führt vielerorts zur Ausbeutung von Mensch und Tier. Mit der wachsenden Technologisierung steigt auch der weltweite Verbrauch von Ressourcen, von denen viele nur begrenzt verfügbar sind. Durch die Digitalisierung des Geldsystems wächst außerdem die Abhängigkeit der Bürger von Staat und Wirtschaft.
Trotz modernster Technologie sind viele Probleme der Menschheit bis heute ungelöst bzw. nehmen stetig zu. Fakt ist, dass der technische Fortschritt weder GOTT ersetzen noch unseren Planeten retten kann. In Wahrheit ist GOTT die Lösung für alle Probleme. Denn GOTT schenkt uns alles, was wir brauchen, um glücklich zu sein ( Psalm 16,11 / Psalm 36,10 / Psalm 73,25 + 28 ), sodass manche Technologie, die wir für unverzichtbar halten, überflüssig würde (siehe Waffen, Computer, Telefone, Transportmittel, chemische Arzneimittel u.a.). Darüber hinaus prophezeit die Bibel den Untergang dieser Welt samt allen technischen Erfindungen des Menschen ( Lukas 21,33 / 1. Johannes 2,17 ). Gleichzeitig kündigt GOTT an, eine neue, gerechte Welt zu schaffen, in der Technik allenfalls eine nebensächliche Rolle spielen wird ( 2. Petrus 3,13 / Offenbarung 21,1-7 ). Statt also weiterhin in die technische Entwicklung zu investieren, ist jeder Mensch aufgefordert, seine kurze Lebenszeit in dieser vergänglichen Welt zu nutzen und sich mit GOTT zu versöhnen, um an dem unvergänglichen Leben in der kommenden Welt teilhaben zu können ( Jesaja 55,6 f. / Johannes 3,16 + 36 / Johannes 5,24 / 2. Korinther 5,20 f. ).
Teufel
Satan, der Teufel verkörpert in der Bibel das Böse in Person. Die Bibel beschreibt Satan als Engelsfürst, der einst GOTT diente, sich jedoch später aus Stolz gegen seinen Schöpfer auflehnte ( 1. Johannes 3,8 ). Damit ist Satan die Ursache für alles Leid in der Welt. Das Neue Testament bezeugt, dass sich ein Drittel aller Engel Satans Rebellion im Himmel anschlossen ( Offenbarung 12,3 f. ). Diese gefallenen Engel bezeichnet die Heilige Schrift als Dämonen oder böse Geister. Menschen, die den Teufel verehren, werden als Satanisten bezeichnet, wobei dieser Begriff im weiteren Sinne auch für Menschen gebraucht wird, die GOTT ablehnen und stattdessen Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und das Ausleben menschlicher Triebe propagieren, ohne den Teufel direkt anzubeten. Dennoch folgen sie damit bewusst oder unbewusst dem Vorbild Satans. GOTT gebraucht den Teufel, um uns Menschen zu prüfen, wem wir dienen wollen. Zum anderen lässt GOTT Satan gewähren, um dessen böse Absichten allen sichtbar zu machen. Da Satans Macht begrenzt ist, kann er grundsätzlich nur so viel tun, wie GOTT es zulässt. In der Heiligen Schrift tritt Satan unter verschiedenen Namen auf:
Feind:
hebräisch: satanas = Ankläger, Feind, Gegner) Satan ist der größte Widersacher GOTTES und der Gläubigen. Er hasst sowohl GOTT als auch jeden, der treu zu Ihm hält. Wer sich nicht veführen lässt, wird vom Teufel mit allen Mitteln bekämpft.
Versucher:
Satans Ziel besteht darin, von Menschen und Engeln anstelle GOTTES verehrt zu werden. Zu diesem Zweck verführt er die Menschen, indem er sie dazu bringt, sich gegen GOTT aufzulehnen und GOTTES Gebote zu übertreten ( Offenbarung 20,7 f. ).
Teufel / Verkläger:
(hebräisch: diabolos) Satan verführt Menschen zum Bösen. Wenn er damit Erfolg hat, klagt er die Menschen bei GOTT an, damit sie verurteilt werden. Gleichzeitig stellt Satan auf diese Weise GOTTES Autorität in Frage ( Offenbarung 12,10 ).
Schlange / Drache:
Satan ist listig wie eine Schlange, weil er Menschen durch Lügen täuscht, und zugleich gefährlich wie ein Drache, weil er jeden verschlingt, der sich ihm in den Weg stellt oder ihn entlarvt. Menschen, die Böses tun und reuelos sündigen, werden in der Bibel als "Schlangenbrut" oder "Kinder des Teufels" bezeichnet ( 1. Mose 3,1-6 / Offenbarung 12,3-17 ).
Vater der Lüge:
Satan ist Ursprung und Meister der Täuschung. Indem er GOTTES Absichten in Frage stellt, führt er die Menschen von der Wahrheit weg. Um seine teuflischen Ziele zu erreichen, ist ihm jedes Mittel recht ( 1. Mose 3,4 f. / Johannes 8,44 ).
Engel des Lichts:
Satan verdreht Wahrheit und Lüge bzw. Gut und Böse, um Menschen in die Irre zu führen und ihre Augen zu verblenden, während er seine wahre Absichten geschickt verbirgt, um nicht erkannt zu werden ( Jesaja 5,20 / 2. Korinther 11,14 ).
Fürst dieser Welt / "Gott" dieser Welt:
Die ganze Welt steht unter dem Einfluss Satans. Dazu zählen Politik, Industrie, Medien und heidnische Religionen. Indem Menschen sich vom Teufel verführen lassen, verleihen sie ihm Macht und machen sich bewusst oder unbewusst zu Dienern Satans ( Johannes 16,11 / 2. Korinther 4,4 ).
Menschenmörder:
Im Paradies verführte der Teufel Eva dazu, von der verbotenen Frucht zu essen. Später aß auch ihr Mann Adam davon. Durch den Ungehorsam der Menschen kam der Tod in die Welt. Auf diese Weise führt Satan bis heute Menschen ins Verderben ( Johannes 8,44 / Epheser 6,12 ).
Da die gesamte Menschheit unter Satans Knechtschaft steht, sandte GOTT Seinen Sohn in die Welt, um den Teufel zu entmachten und uns von Sünde und Tod zu erlösen ( Apostelgeschichte 26,18 / Hebräer 2,14 f. / 1. Johannes 3,8 ). Jesus widerstand entschlossen allen Versuchungen Satans und blieb GOTT gehorsam bis zum Tod. Deshalb hat GOTT Jesus von den Toten auferweckt und ihn zum Herrscher des gesamten Universums gemacht ( Matthäus 4,1-11 / Matthäus 28,18 / Philipper 2,6-11 ). Auf diese Weise hat Jesus den Teufel besiegt und dessen Untergang besiegelt ( Lukas 10,18 / Johannes 16,11 ). Seit diesem Zeitpunkt ist Satan aus dem Himmel auf die Erde verbannt ( Offenbarung 12,7-10 ). Da Satans Zeit abläuft und das Urteil über ihn bereits feststeht, versucht er nun, so viele Menschen wie möglich mit sich in den Abgrund zu reißen ( 1. Petrus 5,8 / Offenbarung 12,12 ). Deshalb ruft die Bibel alle Gläubigen dazu auf, Satan zu widerstehen, damit er flieht ( Epheser 4,26 f. / Epheser 6,10-20 / Jakobus 4,7 ). Denn Gehorsam und Treue gegenüber GOTT und Seinen Geboten ist das wirksamste Mittel gegen den Teufel. Die Bibel prophezeit den endgültigen Untergang Satans und aller gottlosen Menschen im Feuersee ( Römer 16,20 / Offenbarung 20,7-10 ).
Tiere
sind lebendige Wesen und Geschöpfe GOTTES, die GOTT am vierten und fünften Schöpfungstag gemacht hat ( 1. Mose 1,19-25 ). Doch im Gegensatz zum Menschen sind Tiere nicht in GOTTES Ebenbild geschaffen ( 1. Mose 1,27 ). Das bedeutet, dass das Leben eines Menschen in GOTTES Augen prinzipiell einen höheren Wert hat als das eines Tieres ( Lukas 12,7 ). Dennoch gibt GOTT uns Menschen die Verantwortung für die Tiere, damit wir für sie sorgen, uns an der Gemeinschaft mit ihnen erfreuen und sie in einem zumutbaren Maß auch für die Arbeit nutzen können. Dem ersten Menschen Adam, der im Paradies lebte, gab GOTT das Vorrecht, den Tieren ihre Namen zu geben ( 1. Mose 2,19 f. ). In den ersten tausend Jahren lebten Mensch und Tier in Harmonie miteinander. Dies änderte sich mit der Sintflut zur Zeit Noahs ( 1. Mose 9,2 ). Wenn GOTT die Erde eines Tages in ein neues Paradies verwandeln wird, werden die Heiligen mit allen Tieren für immer und ewig in Frieden zusammenleben ( Jesaja 65,25 ). In dieser neuen Welt wird es gänzlich kein Blutvergießen mehr geben Johannes 21,1-7 ). Gemäß der Bibel ernährten sich Mensch und Tier ursprünglich pflanzlich ( 1. Mose 1,29 f. ). Erst nach der Sintflut erlaubte GOTT dem Menschen, Fleisch von Tieren zu essen und sie für die Herstellung von Kleidung und sonstigen Alltagsgegenständen zu nutzen ( 1. Mose 9,3 f. ). Jedoch billigt es GOTT in keiner Weise, wenn Menschen Tiere mutwillig quälen bzw. leiden lassen ( Sprüche 12,10 ). Ebenso wenig darf ein Mensch Tiere aus finanzieller Gewinnsucht ausbeuten oder sie ohne Grund töten. Nach dem Sündenfall gebot GOTT den Menschen für eine begrenzte Zeit das Opfern von Tieren als Ausdruck ihres Willens, mit GOTT Gemeinschaft zu haben. Außerdem wurde durch den Tod eines Tieres Sühnung für die Sünden eines Menschen vollzogen ( Hebräer 9,22 ). Dies sollte dem Menschen bewusst machen, dass Sünde zum Tod führt ( Römer 6,23 ). Indem also ein Tier anstelle des Menschen starb, konnte der Mensch am Leben bleiben. Diese Opferriten waren ein Bild auf Jesus Christus, den von GOTT verheißenen Retter der Menschheit ( Johannes 1,29 ). Durch sein gerechtes Leben und seinen Tod am Kreuz hat Jesus das vollkommene Opfer für die Sünden der gesamten Menschheit dargebracht ( 1. Korinther 5,7 / Hebräer 9,12-14 ). Wer an Jesus glaubt, wird von seiner Schuld freigesprochen und empfängt das Ewige Leben ( Johannes 3,16 + 36 / Johannes 5,24 ). Somit besteht keine Notwendigkeit mehr, Tiere zu opfern. Vielmehr soll unser ganzes Leben ein Zeichen unserer Liebe und Hingabe für GOTT und unsere Mitmenschen sein ( Römer 12,1 ).
Tod
ist gemäß der Bibel das Gegenteil von Leben und steht für Vergänglichkeit. Laut dem Schöpfungsbericht gehört der Tod nicht zu GOTTES ursprünglichen Plan, sondern kam durch den Sündenfall der ersten Menschen in die Welt ( Römer 5,12-14 ). Denn gemäß GOTTES Gesetz ist die Strafe für Sünde der Tod ( Römer 6,23 ). Im Garten Eden, wo die Menschen im Paradies lebten, stand der Baum des Lebens, der Ewiges Leben verleiht. Daneben gab es den sogenannten Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, von denen die Menschen nicht essen sollten, da er zum Tod führt ( 1. Mose 2,17 ). Somit hatten Adam und Eva die Möglichkeit, durch ihre Treue zu GOTT Unsterblichkeit zu erlangen. Doch stattdessen ließen sich von der Schlange, hinter der sich in Wahrheit der Teufel (Satan) verbirgt, verführen, sodass sie GOTTES Gebot übertraten ( 1. Mose 3,1-19 ). Aus diesem Grund vertrieb GOTT die Menschen aus dem Paradies, sodass sie seit dem keinen Zugang mehr zum Baum des Lebens hatten ( 1. Mose 3,22-24 ). So wurde der Mensch sterblich. Die Bibel stellt klar, dass alle Nachkommen Adam und Evas bis heute gegen GOTTES Gebote verstoßen haben. Somit steht die gesamte Menschheit unter dem Fluch des Todes. Aus diesem Grund zeugte GOTT einen neuen Menschen, der von der Sünde Adams und seiner Nachkommen unbefleckt war. Dieser Mensch ist Jesus Christus. Indem Jesus stellvertretend für alle Menschen starb, hat er den Fluch des Todes aufgehoben und die Macht des Teufels gebrochen ( 2. Korinther 5,21 / Galater 3,13 / Hebräer 2,14 f. ). Nun kann jeder, der an Jesus glaubt und sich zu GOTT bekehrt, vom Tod erlöst werden ( Johannes 3,16 + 36 / Johannes 5,24 / Johannes 11,25 ). Die alttestamentlichen Tieropfer, die zur Vergebung von Sünden dargebracht werden mussten, dienten als Bild für Jesus Christus, dem wahren Opferlamm GOTTES ( Johannes 1,29 / 1. Korinther 5,7 / Hebräer 9,12-14 ). Jesu Opfer gilt auch rückwirkend für alle Menschen vergangener Generationen, die gottesfürchtig gelebt haben. Weil Jesus ohne Sünde war, hat GOTT ihn als ersten Menschen von den Toten auferweckt ( Markus 16,6 / Apostelgeschichte 2,32 / Apostelgeschichte 10,40 / 1. Petrus 1,3 ). Alle anderen Gläubigen werden bei seiner Wiederkunft zum unvergänglichen Leben auferstehen ( Daniel 12,2 / Johannes 5,28 f. / Römer 6,5 f. / Offenbarung 20,6 ). Dabei werden sie einen neuen, verherrlichten Körper erhalten; gleich dem Auferstehungskörper Jesu ( 1. Korinther 15,35-49 / Philipper 3,20 f. / 1. Johannes 3,2 ). Darüber hinaus verspricht GOTT allen Seinen Kindern eine neue Welt, in der es keinen Tod mehr geben und die gesamte Schöpfung von ihrer Vergänglichkeit befreit sein wird ( Römer 8,21 / Offenbarung 21,1-7 ). Der Tod soll uns Menschen an die Endlichkeit dieses Lebens erinnern, damit wir die kurze Zeit, die jedem von uns gegeben ist, nutzen, um GOTT zu suchen und uns mit Ihm zu versöhnen, damit wir das Ewige Leben empfangen ( Psalm 90,2 / Jesaja 55,6 / Jeremia 29,13 ). Damit schenkt GOTT allen, die Seine Rettung annehmen, Hoffnung und Zukunft ( Jeremia 29,11 ).
Manche glauben, dass verstorbene Personen in einem sogenannten "Jenseits" weiter existieren. Die Bibel hingegen lehrt, dass die Toten kein Bewusstsein haben ( Prediger 9,5 + 10 ). GOTT formte den ersten Menschen aus dem Staub der Erde und bließ ihm Seinen Lebensgeist ein, sodass der lebendig wurde ( 1. Mose 2,7 ). Ähnlich verhält es sich mit allen Tieren, die GOTT erschaffen hat. Wenn GOTT Seinen Lebensgeist wegnimmt, dann stirbt der Mensch bzw. die Seele und der Körper verwest bzw. zerfällt zu Staub ( 1. Mose 3,19 / Psalm 104,29 f. / Prediger 12,7 / Apostelgeschichte 2,29 ). Insofern gibt es keine "unsterblichen Seelen", wie es die griechische Mythologie und verschiedene heidnische Religionen lehren. Stattdessen lehrt die Bibel ausdrücklich, dass niemand außer GOTT aus sich selbst heraus Unsterblichkeit besitzt ( 1. Timotheus 6,16 ). Auf der anderen Seite enthält die Heilige Schrift Bilder und Gleichnisse, in denen von lebenden Toten die Rede ist. Diese sind jedoch keinesfalls wörtlich zu verstehen, wie aus dem Kontext ersichtlich wird. In Wahrheit ruhen die Toten bis zu ihrer Auferweckung in ihren Gräbern ( Daniel 12,2 / Johannes 5,28 f. ). Dabei wird der Tod mit einem Schlaf verglichen, obwohl die Person nicht mehr existiert. Auch wenn sogenannte Nahtoderfahrungen real erscheinen mögen, widersprechen sie in vielerlei Hinsicht dem Zeugnis der Bibel. Insofern stellen sie keine Tatsachenbeschreibung der Wirklichkeit dar. Auch die Unterscheidung mancher Theologen zwischen einem "leiblichen Tod" und einem "geistlichen Tod" ist nicht biblisch. Während die Verbindung mit GOTT Ewiges Leben bringt, führt ein Leben ohne GOTT letztlich zum ewigen Tod ( Römer 6,23 ). Desweiteren lehrt das Neue Testament, dass die gottlosen Menschen nach ihrer Verurteilung den zweiten (ewigen) Tod erleiden werden, der endgültig und unumkehrbar ist. Die Bibel gebraucht in diesem Zusammenhang das Bild eines Feuersees, der mit Schwefel brennt und der für die vollständige und restlose Vernichtung der Gottlosen steht. Dies bedeutet ewige Schmach und Schande für sie, während die Zukunft der Erlösten ewige Herrlichkeit und Freude sein wird ( Daniel 12,2 / Matthäus 25,34 + 41 / Offenbarung 10,11-15 / Offenbarung 22,1-5 ).
Todesstrafe
Das Mosaische Gesetz (Altes Testament), welches direkt von GOTT verordnet war, sah die Todesstrafe für bestimmte Vergehen vor. Dazu zählten: Mord, Entführung, Zauberei, Götzendienst, Ehebruch sowie Gewalt und Fluchen gegenüber den Eltern. Während das sechste der Zehn Gebote Mord (d.h. die Tötung eines Menschen aus niederträchtigen Gründen) verbietet, war die Gemeinschaft dazu berechtigt, die Todesstrafe an Personen zu vollstrecken, die gegen GOTTES Gesetz handelten. Hierfür war ein Geständnis des Schuldigen oder eine Bestätigung der Tat durch zwei bzw. drei Augenzeugen erforderlich. In einigen Fällen wurde die Tötung durch GOTT selbst angeordnet ( 3. Mose 24,10-15 / 4. Mose 15,32-36 ). Die Androhung der Todesstrafe sollte das Volk dazu anzuhalten, GOTTES Gebote zu befolgen, damit es der ganzen Gemeinschaft gut geht ( 2. Mose 20,12 / 5. Mose 4,40 / 5. Mose 5,29 / 5. Mose 6,24 ). Gleichzeitig sollte es die Menschen abschrecken, Böses zu tun und anderen Leid zuzufügen. Darüber hinaus diente sie als Erinnerung daran, dass Sünde, die nicht bereut wird, letztlich zum ewigen Tod führt ( Psalm 90,12 / Römer 6,23 ). Im Neuen Testament ist die Todesstrafe nicht mehr vorgeschrieben. Stattdessen lehren Jesus und seine Apostel, alle Menschen zu lieben und es GOTT zu überlassen, eine Person zu strafen ( Matthäus 5,43-48 / Matthäus 22,34-40 / Römer 13,8-10 / 1. Korinther 12,5 f. / Galater 5,14 ). Das heißt nicht, dass Jesus gegen die Todesstrafe gewesen wäre, wie es oft gedeutet wird. Doch Jesu Auftrag, mit dem GOTT ihn zum damaligen Zeitpunkt in die Welt gesandt hatte, bestand nicht darin, die Menschen zu richten, sondern ihnen den Weg zu GOTT und zum Ewigen Leben zu zeigen ( Johannes 3,16 f. ). Erst bei seinem zweiten Kommen am Ende dieses Erdzeitalters werden Jesus und seine Engel das letzte Gericht an der Menschheit vollstrecken ( Matthäus 13,41 f. / Hebräer 9,27 f. ). Dabei werden alle gottlosen Menschen umkommen ( Offenbarung 19,21 ). Gleichzeitig erkennt das Neue Testament die weltliche Obrigkeit an, da sie von GOTT eingesetzt ist ( Römer 13,1-4 ). Demzufolge ist ein Staat grundsätzlich legitimiert, böse Menschen zu bestrafen, was auch den Einsatz der Todesstrafe nicht ausschließt. Diese sollte jedoch ausschließlich bei moralischen Vergehen zum Einsatz kommen; niemals aus ideologischen Gründen (siehe Sozialismus / Nationalsozialismus).