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Glaubensbekenntnisse im Vergleich

 

Altrömisches Glaubensbekenntnis (2. Jahrhundert n. Chr.)

„Ich glaube an GOTT, den Vater, den Allmächtigen. Und an Jesus Christus, Seinen Sohn, den Einziggeborenen, unseren Herrn, der geboren ist aus Heiligem Geist und Maria, der Jungfrau, der unter Pontius Pilatus gekreuzigt und begraben wurde, am 3. Tag von den Toten auferstand, aufstieg in den Himmel und zur Rechten des Vaters sitzt, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Und an den Heiligen Geist, die heilige Kirche, die Vergebung der Sünden, des Fleisches Auferstehung.“

 

Bekenntnis von Nicea (325 n. Chr.)

„Ich glaube an den einen GOTT, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn GOTTES, der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist, das heißt: aus dem Wesen des Vaters, GOTT aus GOTT, Licht aus Licht, wahrer GOTT aus wahrem GOTT, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist; der für uns Menschen und wegen unseres Heils herabgestiegen und Fleisch geworden ist, Mensch geworden ist, gelitten hat und am dritten Tage auferstanden ist, aufgestiegen ist zum Himmel, kommen wird um die Lebenden und die Toten zu richten; und an den Heiligen Geist. Diejenigen aber, die da sagen „es gab eine Zeit, da er nicht war“ und „er war nicht, bevor er gezeugt wurde“, und er sei aus dem Nichtseienden geworden, oder die sagen, der Sohn GOTTES stamme aus einer anderen Hypostase oder Wesenheit, oder er sei geschaffen oder wandelbar oder veränderbar, die verdammt die katholische Kirche.“

Die Formulierung des Dreieinigkeitsdogmas lässt erkennen, dass die Terminologie nicht der Heiligen Schrift entspringt, da keiner der Begriffe "Personen", "Wesen" oder "Substanz" im Zusammenhang mit GOTT in der Bibel zu finden sind. Vielmehr sind diese der griechischen Philosophie entnommen. Dasselbe gilt für Formulierungen wie "GOTT aus GOTT" oder "Licht aus Licht" sowie für theologische Zuschreibungen wie "gleich-ewig", "gleich-mächtig" u.ä.. Auch die Unterscheidung zwischen den Begriffen "zeugen" und "erschaffen" ist nicht biblisch. Der wohl schwerwiegendste Irrtum hingegen liegt in der Verknüpfung des Seelenheils eines Menschen mit dem Glauben an das Dreieinigkeitdogmas, wodurch jeglicher Zweifel an dieser Lehre von vornherein unterbunden werden soll. Die Bibel hingegen lehrt, dass die Erlösung einzig und allein durch den Glauben kommt, dass Jesus der von GOTT gesandte Heilsbringer ist. Dies bezieht sich auf Jesu Rolle als Mittler; nicht auf Jesu Natur.

Biblisches / Apostolisches Glaubensbekenntnis

„Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der HERR (Jahweh), unser GOTT, ist der HERR (Jahweh) allein, und du sollst den HERRN, deinen GOTT, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft«“

(Markus 12,29 f.)

„Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: »Jesus ist Herr« (nicht: “GOTT“) und in deinem Herzen glaubst: »GOTT hat ihn von den Toten auferweckt«, wirst du gerettet werden. Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.“

(Römer 10,9 f.)

 

„(...) so haben wir doch nur einen GOTT (nicht: “dreieinigen GOTT“), den Vater (nicht: “Vater, Sohn und Heiliger Geist“), von dem alle Dinge sind und wir zu Ihm, und einen Herrn (nicht: “GOTT“), Jesus Christus, um dessentwillen alle Dinge sind und wir um seinetwillen.“

(1. Korinther 8,6)

„(...) ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein GOTT und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.“

(Epheser 4,4-6)

„Und wer bekennt, dass Jesus der Sohn GOTTES (nicht: “GOTT“ oder “GOTT der Sohn“) ist, der bleibt in GOTT und GOTT in ihm.“

(1. Johannes 4,15)

 

„Daran erkennt ihr den Geist GOTTES: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch (nicht: “in das Fleisch“ oder “GOTT im Fleisch“) gekommen ist, der ist aus GOTT; und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht aus GOTT. Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.“

(1. Johannes 4,2 f.)

 

„Wer glaubt, dass Jesus der Christus (nicht “GOTT“) ist, der ist von GOTT geboren.“

(1. Johannes 5,1)

 

„Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn GOTTES (nicht: “GOTT“ oder “GOTT der Sohn“) ist (...)“

(Johannes 20,31)

Die im Neuen Testament enthaltenen Glaubensbekenntnisse unterscheiden sich grundlegend von den erst im vierten Jahrhundert formulierten Bekenntnissen; sowohl terminologisch als auch im inhaltlich. Wären die Autoren des Alten und des Neuen Testaments Trinitarier gewesen, hätten sie eine vergleichbare Terminologie wie die Autoren von Nicea und Konstantinopel zur Beschreibung GOTTES verwendet. Doch eine solche ist nirgends in der gesamten Heiligen Schrift zu finden. Stattdessen haben die Apostel GOTT immer als eine einzige Person gedacht und beschrieben; nämlich als den Vater. Zudem wird deutlich zwischen GOTT und Jesus, dem Sohn GOTTES unterschieden. Auch das sogenannte "Schma", das wichtigste Glaubensbekenntnis der Juden, enthält keinerlei Hinweis darauf, dass GOTT eine Pluralität wäre. Alle zuvor genannten biblischen Glaubensbekenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1.

Der HERR / Jahweh ist der alleinige GOTT

2.

GOTT ist Einer, der Vater (nicht Vater, Sohn und Heiliger Geist)

3.

Jesus ist der Christus / der Gesalbte GOTTES (nicht GOTT)

4.

Jesus ist der Sohn GOTTES (nicht GOTT, der Sohn)

5.

Jesus kam im Fleisch / als Mensch (nicht mit zwei Naturen)

6.

Jesus ist Herr / Herrscher / König (nicht GOTT)

7.

GOTT hat Jesus von den Toten auferweckt

 

Wer dies glaubt und bekennt, hat den rechten biblisch-apostolischen Glauben, den Christen haben sollen.

 

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