
1. Die Gemeinschaft der ersten Christen
2. Geistliche Leiterschaft
3. Missstände in traditionellen Kirchen
4. Echte und falsche Christen
5. Glaube vs. Religiosität
6. Gemeinden, die gemieden werden sollten
7. Zurück zu den Wurzeln - Hauskirchen heute
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1. Die Gemeinschaft der ersten Christen
Die Bibel gibt uns einen Einblick in das Leben und die Gemeinschaft der ersten Christen vor etwa 2000 Jahren. In der Apostelgeschichte wird berichtet, dass die ersten Christen ihr ganzes Leben miteinander teilten; das heißt ihre Zeit, ihre Freuden und Sorgen, ihre Erfahrungen mit GOTT, und sogar ihren Besitz. Es heißt, dass alle Gläubigen ein Herz und eine Seele waren. Das bedeutet, dass alle dasselbe im Sinn hatten, nämlich GOTT und einander mit ganzer Hingabe zu dienen. Als Kinder GOTTES verstanden sie sich als eine Familie, als Brüder und Schwestern, die durch ihren Glauben an Jesus Christus Teilhaber des Ewigen Lebens geworden sind. Die ersten Christen trafen sich regelmäßig in ihren Häusern und Wohnungen. Sie verbrachten ihre Zeit damit, GOTT zu loben und gemeinsam zu beten, Gutes zu tun und sich um die Bedürfnisse und Nöte aller Gläubigen zu kümmern. Darüber hinaus verkündeten sie freimütig die Frohe Botschaft von der Erlösung durch Jesus Chrisus. Der Gottesdienst der ersten Christen war nicht auf ein paar Stunden an einem bestimmten Tag beschränkt. Auch ruhten die Aufgaben in der frühen Gemeinde nicht auf den Schultern einzelner. Es gab keine Pfarrer, die von der Kanzel predigten, während der Rest der Gemeindemitglieder die Rolle passiver Zuhörer einnahm. Im Gegenteil: Alle Gläubigen fühlten sich füreinander verantwortlich und ein jeder von ihnen war aktiv in den Gemeindedienst eingebunden. Die Motivation der Gläubigen bestand in ihrer Liebe zu GOTT und zueinander. Auch gemeinsame Malzeiten waren ein fester Bestandteil der Versammlungen der ersten Christen und dazu ein Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit.
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2. Geistliche Leiterschaft
Als die ersten Kirchen entstanden, erhielten die Apostel von Jesus die Anweisung, Älteste zu berufen und sie als Aufseher über die Gemeinden einzusetzen. Der Auftrag eines Ältesten besteht darin, die Gemeinde GOTTES zu führen. Dazu gehört, die Gläubigen zu lehren und sie zu einem heiligen, GOTT gefälligen Leben, wie es GOTTES Wort und Willen entspricht, anzuleiten. Zu ihrer Funktion gehörte auch, dafür zu sorgen, dass die Gemeindeversammlungen ordentlich und gesittet ablaufen und dass jedes Mitglied der Gemeinschaft seine Gaben und Talente einbringen und darin wachsen kann. Ein Ältester musste in allem ein tadelloses Vorbild für die Gläubigen sein. Denn von ihm hängt maßgeblich die geistliche Verfassung einer Gemeinde ab. Die Voraussetzungen, die einen Gläubigen für den Dienst eines Ältesten qualifizierten, waren kein theologischer Studienabschluss, sondern die persönliche Berufung, die geistliche Reife und der tugendhafte Lebenswandel einer Person.
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3. Missstände in traditionellen Kirchen
Heutzutage herrschen in vielen Kirchen teils gravierende Missstände. Dies betrifft sowohl die Landeskirche als auch viele Freikichen. Zu den häufigsten Problemen gehören unter anderem:
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Lehren und Traditionen, die im Widerspruch zur Bibel stehen
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Ungläubige Kirchenmitglieder
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Fleischlicher / gottloser Lebenswandel der Gläubigen
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Ausschweifender Lebensstil
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Akzeptanz von Sünden ohne Konsequenzen
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keine oder nur oberflächliche Gemeinschaft
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kaum Möglichkeiten, die eigenen Gaben zu nutzen
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Distanz zwischen Gemeindeleitung und Gemeinde
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Mangel an Vorbildern in der Leiterschaft
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starre Strukturen ohne Bereitschaft zu grundlegenden Reformen
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Einfluss von New Age, Esoterik und Spiritismus
- Anpassung an den gottlosen Zeitgeist der Gesellschaft
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Vernachlässigung von GOTTES Wort
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Politik, Kultur und Unterhaltung im Vordergrund
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Primär Fokus auf finanziellen Einnahmen
Die Folge ist, dass immer mehr Menschen ihre Gemeinden verlassen oder sich ganz von GOTT abwenden. Andere akzeptieren die Missstände und verderblichen Lehren ihrer Kirche. Vor diesem Abfall in den letzten Tagen haben Jesus und seine Apostel bereits gewarnt. Diejenigen, die treu zu GOTT und Seinem Wort stehen, werden angefeindet und nicht selten aus ihrer Kirchgemeinde ausgeschlossen. Viele von ihnen suchen Anschluss in Glaubensgemeinschaften, in denen GOTTES Wort im Zentrum steht.
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4. Echte und falsche Christen
Die Bibel warnt vor sogenannten "falschen Propheten". Dabei handelt es sich um Personen, die sich auf den Namen Jesu berufen, obwohl sie in Wahrheit keine echten Christen sind. Im Laufe der Geschichte gab es etliche Menschen und Institutionen, die GOTTES Namen für eigennützige und machtpolitische Zwecke missbraucht haben. Dazu zählt insbesondere die Katholische Kirche unter der Führung der Päpste, die durch die mittelalterlichen Kreuzzüge, den unbiblischen Ablasshandel und die unheilvolle Inquisition den christlichen Glauben in Verruf gebracht hat. Dabei schreckte das Papsttum weder vor Mord noch Folter zurück, um seine Feinde zu bekämpfen und seine antichristlichen Ziele unter dem Deckmantel des Glaubens durchzusetzen. Zu den zahllosen Opfern gehören auch viele fromme Christen, die sich weigerten, sich dem Diktat der Katholischen Kirche zu unterwerfen. Doch auch Reformatoren wie Martin Luther, Ullrich Zwingli oder Johannes Calvin haben sich durch die Verfolgung und Ermordung gläubiger wie nichtgläubiger Menschen schuldig gemacht. Hinzu kommen die Missbrauchsskandale innerhalb des Vatikans und anderer Kirchen, von denen hin und wieder in Funk- und Fernsehen berichtet wird. Diese und andere Gräueltaten haben zu dem falschen Bild, dass viele Menschen heutzutage von GOTT und dem christlichen Glauben haben, maßgeblich beigetragen.
Das Neue Testament erklärt, woran man einen wahren Christen erkennt: Dabei kommt es weder allein auf das Glaubensbekenntnis, noch auf die Taufe oder Konfirmierung, noch auf die formelle Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft an. Wahre Christen erkennt man an ihrer demütigen und selbstlosen Gesinnung, an ihrem Gehorsam gegenüber GOTTES Geboten sowie insbesondere an der Liebe, die sie gegenüber anderen Menschen zeigen. Eine lebendige Gemeinde erkennt man wiederum nicht an ihrer Größe oder Mitgliederzahl, noch an der Menge an Angeboten und Aktivitäten, ebenso wenig wie am Wohlklang der Kirchenmusik oder dem leidenschaftlichen Gesang der Anbetenden, noch an den Zeichen und Wundern, die im Namen von Jesus geschehen, als vielmehr daran, dass die Gläubigen von ganzem Herzen danach streben, ein geheiligtes Leben zu führen, wie es GOTT gefällt. Anderenfalls bleibt der Glaube tot und damit nutzlos. Die Bibel warnt, dass ein solcher Glaube niemanden retten kann.
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5. Glaube vs. Religiosität
Es besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen gläubigen und religiösen Menschen: Für religiöse Menschen ist Glaube eine Tradition, die sich im Wesentlichen auf religiöse Rituale (z.B. das Aufsagen fertiger Gebete), formelle Kirchenbesuche (meist nur zu feierlichen Anlässen oder kulturellen Veranstaltungen), das Tragen religiöser Symbole (z.B. Kreuze) , sowie die Zahlung finanzieller Abgaben an die Kirche beschränkt; ohne persönliche Beziehung zu GOTT. Für religiöse Menschen ist der Glaube ein Randthema, das im Alltag kaum eine Rolle spielt. An GOTTES Wort zeigen religiöse Menschen wenig Interesse. Wenn sie die Bibel lesen, glauben sie häufig nicht, was geschrieben steht oder picken sie sich das heraus, was mit ihren eigenen Überzeugungen und Wertemaßstäben übereinstimmt. Gleichzeitig ignorieren sie alles, was nicht in ihr Weltbild bzw. nicht zu ihren Lebensvorstellungen passt oder deuten es eigenmächtig um. Ihre Zeit verbringen religiöse Menschen mit weltlichen Aktivitäten, die nichts mit GOTT zu tun haben. Statt sich GOTTES Willen unterzuordnen, wollen sie selbstbestimmt leben. Religiöse Menschen scheuen es, sich vor anderen zu ihrem Glauben zu bekennen. Stattdessen behalten sie ihn für sich, um Konflikten und Verfolgungen aus dem Weg zu gehen. Für ihr Umfeld ist der Unterschied zu nichtgläubigen Menschen kaum erkennbar. Daher bleibt der Glaube religiöser Menschen leer und kraftlos.
Gläubige Menschen lieben und dienen GOTT von ganzem Herzen. Für sie steht GOTT an erster Stelle. Gläubige Menschen tun niemals etwas unabhängig von GOTT, sondern fragen immer nach Seinem Willen und ordnen Ihm alles andere unter. Die Bibel ist der Maßstab ihres Denkens und Handelns. Gläubige Menschen studieren regelmäßig GOTTES Wort, denken darüber nach und wenden es in ihrem Alltag an. Sie nehmen weder etwas von GOTTES Wort weg noch fügen sie ihm etwas hinzu, sondern glauben und beherzigen alles, was GOTT sagt. Ihr Glaube schenkt ihnen täglich Kraft und Halt sowie Zuversicht und Trost. Gläubige Menschen vertrauen GOTT zu jeder Zeit und ungeachtet ihrer Lebensumstände. Auch in herausfordernden Zeiten halten sie an GOTT fest, ohne an GOTT zu zweifeln oder Seine Wege in Frage zu stellen. Das höchste Ziel gläubiger Menschen besteht darin, GOTT immer besser zu kennen und die Beziehung zu Ihrem Schöpfer immer weiter zu vertiefen. Gläubige Menschen leben nicht für sich, sondern für GOTT und ihre Mitmenschen. Sie sind bereit, ihre Lebenszeit für ihre Glaubensgeschwister hinzugeben. Alles, was sie tun, tun sie zur Ehre GOTTES und aus reiner, selbstloser Liebe. Für ihr Umfeld wird ihr Glaube durch ihr Handeln erkennbar. Beten und Danken gehört zu ihrer Lebenshaltung. Gläubige Menschen haben Freude daran, von GOTT zu erzählen und ihren Glauben mit anderen zu teilen. Für sie ist GOTT die Quelle ihres Glücks.
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6. Gemeinden, die gemieden werden sollten
In der Bibel finden sich zahlreiche Hinweise, unter welchen Umständen eine Gemeinde gemieden werden sollte. Dies ist der Fall, wenn:
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ein anderer Heilsbringer als Jesus Christus verkündet wird
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besonderen Persönlichkeiten (außer Jesus) gehuldigt wird
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Irrlehren verkündet werden (z.B. Allversöhnung, Calvisnismus)
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materieller Wohlstand durch den Glauben versprochen wird
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körperliche Heilung durch den Glauben garantiert wird
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Lehren auf vermeintliche "Neuoffenbarungen" gegründet sind
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Personen behaupten, eine "besondere Salbung" zu haben
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falsch prophezeit wird im Namen des Herrn
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Sünden (vor allem Ehebruch und Unzucht) toleriert werden
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Älteste / Gemeindeleiter in Sünde leben
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Engel und Tote verehrt oder angerufen werden
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widergöttliche Ideologien propagiert werden ("Trans-Gender")
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homosexuelle Paare gesegnet oder getraut werden
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die Einheit aller Religionen angestrebt wird
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eine verpflichtende Abgabe an die Kirche verlangt wird
- Geld für geistliche oder praktische Dienste verlangt wird
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Frauen grundsätzlich verboten ist, in der Gemeinde zu sprechen
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Frauen lehren (predigen) oder die Gemeinde leiten
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vermeintliche "Salbungen des Heiligen Geistes" verteilt werden
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Menschen rückwärts fallen und die Kontrolle verlieren
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Chaos und Sittenlosigkeit während der Versammlungen herrschen
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Esoterik und Spiritismus praktiziert wird
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gottlose Musik und Filme gespielt oder mit dem Geistlichen vermischt werden
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Götzendienst in jeglicher Form praktiziert wird
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7. Zurück zu den Wurzeln - Hauskirchen heute
In den vergangenen Jahrzehnten entstanden viele sogenannte Hauskirchen, die zu der ursprünglichen Lehre der Apostel zurückkehren und an dem Vorbild der Glaubens- und Gütergemeinschaft der ersten Christen anknüpfen. Statt in besonderen Gebäuden versammeln sich die Gläubigen in ihren Häusern, wie es auch bei den ersten Christen üblich war. Dabei verstehen sich alle als Teil der Gemeinschaft. Anstelle eines vorbereiteten Programms lassen sich die Gläubigen bei der Gestaltung ihrer gemeinsamen Zeit von GOTTES Geist leiten. Dabei kann jeder etwas zur Erbauung beitragen. Auch die Verkündigung des Evangeliums, wie es Jesus seinen Nachfolgern geboten hat, ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Dienstes der Gläubigen. Dabei kommt es weder auf einen Namen noch auf das Gebäude an, in dem man sich trifft. Entscheidend ist, dass alles zur Ehre GOTTES und in Übereinstimmung mit Seinem Wort und Willen geschieht. Auf diese Weise wird Kirche zu einem Ort, an dem die Gegenwart GOTTES - d.h. die Liebe, die Heiligkeit und der Friede GOTTES - in der Gemeinschaft der Menschen sichtbar wird. Dann - und nur dann - erweist sich die Kirche als wahre Kirche GOTTES.