O
Obrigkeit
ist von GOTT eingesetzt und damit gegenüber GOTT verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, Recht zu sprechen, das Gute zu fördern und Böses zu bestrafen. GOTT erwartet, dass man sich der Obrigkeit unterordnet und ihr dient, solange sie nicht etwas verlangt, das GOTTES Geboten entgegensteht ( Apostelgeschichte 5,29 / Römer 13,1-7 / Titus 3,1 ). Dazu gehört das Zahlen von Steuern, damit die Regierung ihre Aufgaben erfüllen kann, sowie die Ehrerbietung gegenüber Personen in hohen staatlichen Ämtern. Darüber sind Christen aufgerufen, für alle Amtsträger zu beten, dass sie im Sinne GOTTES und der Gläubigen regieren ( 1. Timotheus 2,1 f. ). Denn jede Regierung, die ihre Macht missbraucht und sie gegen Christen einsetzt, wird früher oder später von GOTT bestraft werden.
Ökumene
(griechisch: oikoumenē = die bewohnte Erde) bedeutet. Es beschreibt das Streben nach Einheit, Zusammenarbeit und Dialog zwischen Katholiken, Protestanten, Orthodoxen und anderen Konfessionen. Das Ziel ist die weltweite Gemeinschaft der Christen, gemeinsames Zeugnis und caritatives Engagement. Dies umfasst ökumenische Gottesdienste, theologische Gespräche und interkulturelle Begegnungen. Die Bibel bzw. das Evangelium bildet die Basis des christlichen Glaubens und die Einheit der Kirche ( Matthäus 7,24-27 / Johannes 14,15 + 21-23 / Römer 10,17 / Epheser 2,20 / 2. Timotheus 3,16 f. ). Dieses umfasst das Bekenntnis, dass 1. Jesus Christus der enzige Retter ist 2. das Zeugnis, dass Jesus für die Sünden der Menschheit am Kreuz starb, 3. dass GOTT ihn von den Toten auferweckt hat und dass 4. ein Mensch einzig und allein durch den Glauben an Jesus die Vergebung der Sünden und das Ewige Leben empfangen kann ( Apostelgeschichte 4,12 / Apostelgeschichte 10,42 / Apostelgeschichte 17,31 / 1. Korinther 15,1-4 ). Damit verbunden ist 5. die Verpflichtung, die Lehre Jesu und seiner Apostel anzunehmen und danach zu leben ( 1. Johannes 2,3-6 ). Jeder, der eine andere Heilslehre verkündet, gilt als verflucht ( Galater 1,6-9 ). Dies schließt eine Vereinigung aller Weltreligionen, wie es der Vatikan anstrebt, kategorisch aus ( 2. Korinther 6,14-18 ). Darüber hinaus sind Christen aufgerufen, sich von allen Institutionen zu distanzieren, die nicht die reine Lehre der Bibel verkünden. Dazu zählt allen voran die Katholische Kirche, sowie in Teilen die Protestantische, aber auch etliche Freikirchen ( Offenbarung 18,4 ).
siehe auch:
Buddhismus - Evangelium - Hinduismus - Islam - Katholizismus - Kirche - Mormonen - Trans-Gender - Zeugen Jehovas
Ostern
ist heidnischen Ursprungs. Es ist von dem Wort Ostara / Ischtar / Astarte abgeleitet, die im europäischen Heidentum als sogenannte "Göttin" des Frühlings sowie als Königen des Himmels verehrt wurde. In China, Griechenland und im antiken Ägypten wurden Eier für religiöse Riten verwendet. Im heidnischen Angelsachsen brachte man Ischtar bemalte Eier dar, die man in Gräbern platzierte, um die Wiedergeburt zu symbolisieren. Der Hase wiederum galt im alten Ägypten als Symbol der Fruchtbarkeit. Das Osterfest war urspünglich eine sexuelle Orgie, bei der die Rückehr des Lebens durch die Fruchtbarkeit Ischtars gefeiert wurde. Am Freitag vor dem Osterfest wurden traditionell Kuchen für die "Himmelskönigin gebacken. Die Anbetung Ischtars durch die Israeliten brachte immer wieder GOTTES Zorn über Sein Volk. Ischtar stellt in der Mythologie die vergötterte Semiramis dar, die Mutter und zugleich eine der vier Ehefrauen Nimrods war, der nach biblischer Überlieferung als erster Gewaltherrscher der Geschichte gilt. Darüber hinaus ist Nimrod der Begründer der Sonnenanbetung sowie etlicher heidnischer Religionen, von denen einige noch heute existieren. Nachdem Nimrod gestorben war, behauptete Semiramis, dass ihr Ehemann in den Himmel aufgestiegen und zur Sonne geworden wäre. Als sie ihren Sohn gebar, ließ sie die Menschen glauben, dass dies die Strahlen der Sonne gewesen seien, die von ihrem Ehemann ausstrahlten und auf ihren Bauch fielen. Dieser Sohn des Sonnengottes Nimrod wurde Dammuzi genannt. Die Israeliten nannten ihn Tammuz. Tammuz wurde von einem Wildschwein getötet. Daraufhin soll Semiramis in die Unterwelt hinabgestiegen sein, um ihren Sohn wieder zum Leben zu erwecken. Von da an rief Semiramis jedes Jahr 40 Tage lang vor dem Todestag ihres Sohnes eine Trauerzeit aus, bei der die Menschen den Tammuz beweinen sollten, damit dieser wieder lebendig wird. Diese Praxis wird auch in der Bibel erwähnt wird und von GOTT auf's Schwärfste verurteilt ( Hesekiel 8,14 ).
Die katholische Kirche wandelte später diese vierzigtägige Trauerzeit in eine Zeit des Fastens um. Des weiteren soll nach mythologischer Überlieferung am Ostersonntag ein gigantisches Ei vom Himmel gefallen und in der Nähe des Euphrats gelandet sein. Es soll Semiramis selbst gewesen sein, die auf die Erde zurückkehrte und als "Göttin" Ischtar aus diesem Ei hervorging. Die abergläubische Tradition besagt, dass jeder, der ihr Ei findet, den besonderen Segen Ischtars empfangen würde. Später wurde Semirami selbst als "Mutter Gottes" und Fruchtbarkeitsgöttin verehrt. Sie wurde zur Urmutter der Götter und zur Königin des Himmels erhoben, da man annahm, dass sie bei ihrem Tod in den Himmel aufgefahren wäre. Die Parallelen zu Maria, der Mutter Jesu, die sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche in ähnlicher Weise als Ikone und "Mutter Gottes" verehrt wird, sind offensichtlich. Der Tod und die Auferstehung Jesu geschahen - entgegen der Kirchlichen Tradition - nicht an Ostern, sondern zur Zeit des jüdischen Passahfestes, welches in Israel in der Woche vom 15. bis 21. Nisan (März / April) gefeiert wurde. Es besteht keinerlei Verbindung zwischen dem Passahfest der Juden und dem heidnischen Osterkult, der aus christlicher Sicht strikt abzulehnen ist.
P
Pantheismus
(griechisch: pan = alles + theos = Gott) ist eine philosophische Weltanschauung, wonach GOTT und das Universum bzw. die Natur identisch sind. Der Begriff stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert; obwohl die Wurzeln des Pantheismus viel weiter zurückreichen. Bereits im griechischen Hellenismus existierte die Idee einer göttlichen Weltseele bzw. Vernunft (griechisch: logos), die alles durchdringt. Auch wenn der Pantheismus selbst keine Religion ist, existieren weltweit verschiedene Religionen, die pantheistisch geprägt sind. Dazu gehören der Buddhismus, der Hinduismus, der Taoismus und der Neo-Paganismus. Während gemäß dem Pantheismus alles göttlich ist, trennt die Bibel zwischen GOTT als Schöpfer und Seiner Schöpfung ( 4. Mose 23,19 / Hosea 11,9 ). Im Gegensatz zum Pantheismus ist GOTT transzendent; d.h. Er existiert unabhängig von allem, was geschaffen ist. Gemäß der Heiligen Schrift ist GOTT der Einzige, der unendlich, göttlich und im absoluten Sinn heilig ist, auch wenn GOTT seinen Geschöpfen Unsterblichkeit verleihen kann ( 5. Mose 32,40 / Hiob 36,26 / Psalm 90,2 / Psalm 102,26 f. / Jesaja 40,28 / Habakkuk 1,12 / 1. Timotheus 6,16 / Offenbarung 1,8 ). Während GOTT im Pantheismus als treibende, unpersönliche Kraft bzw. Essenz verstanden wird, offenbart sich GOTT in der Bibel als lebendiges und persönliches Gegenüber, das denken, sprechen und fühlen kann sowie als Vater, der uns Menschen liebt, der für uns sorgt und der Gemeinschaft mit uns sucht ( Psalm 34,19 / Jeremia 31,3 / Matthäus 6,25-34 / Johannes 3,16 / Römer 8,38 f. / Jakobus 4,8 / 1. Petrus 5,7 / 1. Johannes 3,1 ). Insofern ist der Pantheismus durch und durch heidnisch und somit in keiner Weise mit dem christlichen Glauben vereinbar.
Pfingstbewegung
deren Name sich vom biblischen Pfingstereignis ableitet, ist eine der am schnellsten wachsenden spirituellen Bewegungen weltweit. Sie entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1906) in Los Angeles, USA. Der Fokus liegt meist auf spirituellen Erfahrungen, die dem Wirken des Heiligen Geistes zugeschrieben werden. Dazu gehört das Ausüben vermeintlicher Geistesgaben (Charismen); darunter Prophezeiungen, übernatürliche Wunder, körperliche Heilungen und das Reden in sogenannten Zungen. Was die meisten pfingstlerischen und charismatischen Gemeinden verbindet, sind emotional geprägte Versammlungen, die durch klangvolle Musik begleitet werden, lautes gemeinsames Beten sowie ihr großer missionarischer Eifer. Auch wenn manche Zeugnisse von Heilungen und sonstigen Wundern echt sein mögen, ist dennoch Vorsicht geboten, da viele pfingstlerische Gemeinden unbiblische Lehren vertreten. Dazu gehören die Lehre von der sogenannten Geistestaufe neben der Taufe im Wasser, Heilungsversprechen für alle Gläubigen, die Verkündigung eines Wohlstandevangeliums sowie verschiedene falsche Lehren im Zusammenhang mit der Gabe des Zungenredens und dem Austreiben von Dämonen. In manchen pfingstlerischen Kreisen - allen voran der Neuen Apostolischen Reformation (NAR) - werden gefährliche und zutiefst entwürdigende Praktiken ausgeübt, die auf den sogenannten Toronto-Segen zurückgehen. Dazu zählen die unbiblische Feuertaufe, bei der Menschen rückwärts fallen und die Selbstkontrolle verlieren, das göttliche Lachen sowie das Trunkensein im Geist oder das Tanzen im Geist. Da es weltweit viele pfingstlerische Freikirchen gibt, die sich in teilweise voneinander unterscheiden, sollten die jeweiligen Lehren und Praktiken sorgfältig anhand der Bibel geprüft werden.
Philosophie
(griechisch: philosophía = Liebe zur Weisheit) befasst sich mit existenziellen Fragen des Lebens. Zu den bekanntesten Philosophen der Geschichte zählen Pesonen wie Platon, Aristoteles, Sokrates, Kant, Hegel, Nietzsche, Rousseau, Voltaire und andere. Philosophie wird von vielen Menschen als wertvoll und sinnstiftend betrachtet. GOTT hingegen bezeichnet weltliche Weisheit als Torheit (Unwissenheit) sowie als nichtig (nutzlos), da sie in der Regel nicht den Glauben fördert, sondern lediglich eitel und stolz macht ( 1. Korinther 3,18-20 / 1. Korinther 8,1 f. ). Die Bibel mahnt, sich nicht auf den eigenen menschlichen Verstand zu verlassen oder sich selbst für klug zu halten; wie es sogenannte Intellektuelle tun ( Sprüche 1,7 / Sprüche 3,5-7 / Römer 12,16 f. ). Echte Weisheit kommt von GOTT ( Sprüche 2,6 / Römer 11,33 ). Sie besteht darin, unseren Schöpfer zu erkennen; d.h. nach Seinen Geboten zu handeln und alles, was GOTT als böse bezeichnet, zu meiden ( Hiob 28,28 / Psalm 19,8 / Psalm 90,12 / Psalm 111,10 / Sprüche 9,10 / Sprüche 15,33 / Epheser 1,17 / Jakobus 3,17 f. ). Die Bibel ist die Quelle aller Weisheit. Sie ist kein Menschenwerk, sondern das von GOTT selbst inspirierte Wort ( 2. Timotheus 3,16 ). In GOTTES Wort finden wir alle grundlegenden Wahrheiten, die für unser Leben von Bedeutung sind ( Psalm 119,86 + 160 / Matthäus 4,4 / Johannes 17,17 ). Jesus Christus ist das Vorbild göttlicher Weisheit in Person ( 1. Korinther 1,30 f. ). Aus diesem Grund ruft die Bibel alle Menschen auf, seinem Lebenswandel zu folgen ( 1. Johannes 2,3-6 ). Gleichzeitig warnt das Neue Testament, sich nicht durch menschliche Philosophie, die nichts mit Christus zu tun hat, verführen zu lassen ( Kolosser 2,8 ). Die sogenannten Kirchenväter, welche einige der zentralen Wahrheiten der Bibel umdeuteten, waren sehr stark von der griechischen Philosophie geprägt. So wurde der Mensch und Sohn GOTTES Jesus Christus im Laufe der Zeit zu GOTT, dem Schöpfer hochstilisiert. Obwohl diese Lehre keine biblische Grundlage hat, wird sie bis heute in vielen traditionellen Kirchen verkündet. Statt Philosophie mit Glauben zu vermischen, sollte sich jeder Christ ausschließlich an die gesunde Lehre der Heiligen Schrift halten und diese unverfälscht verkünden ( Matthäus 15,9 / 2. Korinther 4,16 ).
siehe auch:
Trinitarier - Unitarier
Politik
Die Bibel fordert Christen dazu auf, staatliche Autoritäten anzuerkennen, da diese von GOTT eingesetzt sind ( Römer 13,1-7 / 1. Petrus 2,13 f. ). Dies gilt unabhängig davon, ob eine Regierung gut oder schlecht regiert und gleichermaßen für demokratisch gewählte Personen wie für Diktatoren. Zudem sind Christen aufgerufen, für die Machthabenden zu beten, damit sie ihren Dienst für GOTT uneingeschränkt ausüben können ( 1. Timotheus 2,1-4 ). Christen dürfen und sollen auf Unrecht und gesellschaftliche Misstände hinweisen und gleichzeitig Schwachen und Bedürftigen helfen. Ebenso ist es ihnen erlaubt, das Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern zu suchen und sich für gerechte Reformen auszusprechen. Ein Christ sollte jedoch grundsätzlich unparteisch agieren; d.h. er sollte im Interesse GOTTES statt im Interesse einer Partei handeln ( Galater 1,10 / Kolosser 3,23 ). Für Christen sollte GOTTES Reich grundsätzlich über irdischen Machtstrukturen stehen. Keinesfalls sollte ein Christ Parteien unterstützen, die widergöttliche Ziele verfolgen. Dazu gehört jede Partei, die sich für Abtreibungen einsetzt, Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, sexuelle Selbstbestimmung fördert, Waffenlieferungen befürwortet oder sonstige Forderungen vertritt, die im Widerspruch zum Willen GOTTES stehen ( 1. Korinther 10,31 ). Christen in politischen Entscheidungspositionen sind dazu aufgerufen, weder nach Macht zu streben noch sich korrumpieren zu lassen, sondern sich gewissenhaft für GOTTES Interessen einzusetzen.
siehe auch:
Ehe - Familie - Trans-Gender - Sünde - Wählen
Pornografie
(griechisch: porneia = Unzucht) bezeichnet die explizite Darstellung sexueller Handlungen, die darauf abzielt, den Betrachter sexuell zu erregen. Die Bibel lehrt, dass Sexualität ausschließlich für die Ehe zwischen einem Mann und seiner Frau vorgesehen ist und dass GOTT alle anderen sexuellen Handlungen als Sünde betrachtet ( 1. Korinther 6,9 / Galater 5,19-21 / Offenbarung 21,8 ). Jesus erklärt, dass jede Sünde bereits im Herzen bzw. in den Gedanken eines Menschen beginnt ( Matthäus 5,28 / Matthäus 15,18-20 ). Insofern ist Pornografie die Vorstufe von Unzucht / Ehebruch bzw. kann früher oder später dazu führen. Der Apostel Paulus empfiehlt allen, die sich nicht enthalten können, zu heiraten, statt vor sexuellem Verlangen zu "brennen" und sich sich an pornografischen Filmen zu ergötzen ( 1. Korinther 7,1-9 ).
R
Rache
ist ein Vorrecht GOTTES, das GOTT gebraucht, um das Böse zu bestrafen und Gerechtigkeit wiederherzustellen ( 5. Mose 32,35 / Psalm 94,1 / Jesaja 35,4 / Jesaja 59,17 / Jeremia 51,6 / Hebräer 10,30 ). Die Bibel bezeichnet GOTT unter Anderem als GOTT der Rache. Das bedeutet nicht, dass GOTT böse ist, wie manche Ihm unterstellen, sondern zeigt, dass GOTT Unrecht nicht duldet und dass Er denen, die Ihn anrufen, treu beisteht ( Psalm 140,12 / Jesaja 1,24 / Jesaja 63,4 / Jeremia 15,15 / Jeremia 20,12 / Lukas 21,22-24 / Offenbarung 6,10 / Offenbarung 18,1-23 ). Im Alten Testament befahl GOTT Seinem auserwählten Volk Israel Vergeltungsmaßnahmen gegen einzelne Heidenvölker; vor allem bei Götzendienst ( 2. Mose 20,1-7 / 5. Mose 7,10 / Psalm 149,7-9 ). Zudem erlaubte das Mosaische Gesetz bei bestimmten Vergehen Rache nach dem Prinzip Auge-um-Auge, Zahn-um-Zahn zu üben; als Ausgleich für einen erlittenen Schaden ( 2. Mose 21,24 ). Dies durfte jedoch nicht willkürlich oder eigenmächtig im Sinne von Selbstjustiz erfolgen, sondern nur dann, wenn die Schuld einer Person von einem offiziellen Gericht eindeutig festgestellt war. Dazu musste die Tat von mindestens zwei Zeugen bestätigt werden ( 5. Mose 19,15 ). Dieses Gesetz sollte die Menschen vor Gewalt schützen und zugleich als Abschreckung dienen. Das Neue Testament ruft Christen auf, auf persönliche Vergeltung grundsätzlich zu verzichten und es GOTT, dem gerechten Richter, und der weltlichen Obrigkeit überlassen, die Ungläubigen zu bestrafen. Statt sich selbst zu rächen, sollen Christen ihre Feinde lieben, für sie beten, ihnen Gutes tun und vergeben. Denn Liebe und Barmherzigkeit können eine Person zur Umkehr bewegen und ihr Herz läutern ( Matthäus 5,38-48 / Römer 12,17-21 / 1. Petrus 4,8 ). Christen sind aufgefordert, einander zu vergeben und Frieden mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern anzustreben ( Matthäus 5,9 / Hebräer 12,14 / 1. Petrus 3,9-11 ). Zudem sollen jegliche Streitfragen zwischen Gläubigen innerhalb der Gemeinde geklärt werden statt vor weltlichen Instanzen. Statt um jeden Preis auf seinem Recht zu beharren, empfiehlt Paulus, Unrecht in Liebe zu ertragen (Matthäus 18,15-17 / 1. Korinher 6,1-7). Bei schwerwiegenden Vergehen sieht GOTTES Wort den Ausschluss einer Person aus der Gemeinschaft vor ( 1. Korinther 5,1-12 ).
Reisen
Die Bibel erzählt von etlichen Personen, deren Lebensweg von weiten Reisen bestimmt war. Abraham erhielt von GOTT ruf, seine Heimat zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen, was GOTT mit einer großen Segensverheißung verknüpfte, dass aus ihm ein großes Volk hervorgehen würde ( 1. Mose 12,1-9 ). Jakob musste vor seinem Bruder Esau fliehen, der ihm nach dem Leben trachtete. Er ging ohne Besitz fort und kehrte mit großem Vermögen, mit dem Ihn GOTT während seines Aufenthalts im Exil gesegnet hatte, zurück ( 1. Mose 27,41-47 ). Joseph wurde von seinen Brüdern verkauft und musste als Sklave nach Ägypten ziehen, wo GOTT ihn zum Stellvertreter des Pharaos aufsteigen ließ ( 1. Mose 37,12-36 ). Mose führte Israel aus der Sklaverei in Ägypten heraus ( 4. Mose 33,1 f. ). 40 Jahre lang zogen die Israeliten durch die Wüste, wo sie von GOTT auf wundersame Weise versorgt wurden, ehe sie in das fruchtbare Land kamen, das GOTT ihnen versprochen hatte ( 5. Mose 2,7 ). Auch Jesus zog durch ganz Israel, um den Menschen das Reich GOTTES zu predigen ( Matthäus 4,24 / Matthäus 8,20 ). Seine Apostel reisten um die ganze damals bekannte Welt, um Jesu Mission fortzusetzen, Gemeinden zu gründen, um die Gläubigen zu versorgen und sie geistlich zu stärken ( Römer 15,25 ). Keine der Reisen geschah zum Vergnügen, sondern entweder in GOTTES Auftrag, aus Not, oder zu missionarischen Zwecken ( Apostelgeschichte 13,2 ). Insofern sollten Christen nur dann Zeit und Geld für Reisen investieren, wenn sie einem der zuvor genannten Zwecke dient. Für Urlaub und Erholung hingegen brauchen Gläubige nicht weit weg zu fahren. Stattdessen sollten Christen ihre begrenzten finanziellen Mittel für die Unterstützung der Gemeinschaft und die Verbreitung des Evangeliums verwenden. Darüber hinaus ist auch unser Leben mit einer Reise vergleichbar. Das Ziel dieser Reise ist die ewige Gemeinschaft mit GOTT. Darin besteht der Sinn und Zweck unseres Lebens. Der Weg zu GOTT und zum Ewigen Leben ist Jesus Christus ( Johannes 14,6 / Johannes 17,3 ). Paulus bezeichnet das Leben eines Gläubigen als guten Kampf, den es zu kämpfen gilt ( 1. Timotheus 6,12 ). Dies bedeutet, dass ein gottesfürchtiges Leben in dieser gottlosen Welt beschwerlich sein kann, da überall Versuchungen lauern und manchmal Verfolgungen drohen ( Apostelgeschichte 14,22 / 2. Timotheus 3,12 / 1. Petrus 5,8 / Offenbarung 12,12). Doch wer Jesus trotz aller Herausforderungen entschlossen folgt und nach seinen Geboten lebt, wird GOTTES Beistand erfahren und das Ziel seines Lebens erreichen ( Matthäus 24,13 / 2. Timotheus 4,7 f. ). Wer es ablehnt, Jesus nachzufolgen und stattdessen an seinem sündhaften Leben festhält, der lebt vergeblich ( Matthäus 16,26 / 1. Korinther 15,12-19 / Philipper 3,13 / 1. Thessalonicher 4,13 ).
S
Sabbat
war im Judentum der siebte Tag der Woche (Samstag) und ein für alle verbindlicher Ruhetag ( 3. Mose 26,2 ). Der Sabbat diente als Zeichen des Alten Bundes zwischen GOTT und Israel, GOTTES erstem auserwählten Volk ( Hesekiel 20,19 f. ). Er sollte einerseits an die Schöpfung sowie andererseits an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnern (5. Mose 5,12-14). Gemäß dem Schöpfungsberichts der Bibel schuf GOTT die Erde in sechs Wochentagen und ruhte am siebten Tag. Darum segnete GOTT den siebten Tag und erklärte ihn für heilig (2. Mose 20,8-11). Die Einhaltung des Sabbats war eines der Zehn Gebote, die GOTT Seinem Volk durch Mose verordnet hatte. Am Sabbat durfte keine Arbeit verrichtet und kein Handel getrieben werden. Stattdessen sollten die Menschen die Möglichkeit haben, einen ganzen Tag ohne Ablenkung ihrem Schöpfer zu widmen. Gleichzeitig sollten sie sich von der Mühsal der Arbeit erholen und neue Kraft für die neue Woche schöpfen können. Mit der Einhaltung des Sabbat-Gebots war großer Segen von GOTT verbunden (Jesaja 58,13 f.), während eine Missachtung mit der Todesstrafe belegt war (4. Mose 15,32-36). Jesus, der Jude war, hielt selbst den Sabbat; wies jedoch darauf hin, dass der Sabbat zum Nutzen und nicht zur Knechtschaft des Menschen dienen sollte (Markus 2,23-28). Im Gegensatz zu den übrigen neun Gebote wird das Sabbat-Gebot im Neuen Testament nicht wiederholt. Vielmehr erklärt der Apostel Paulus, dass sämtliche rituelle Vorschriften, zu denen auch das Ruhen am Sabbat zählte, eine symbolische Bedeutung haben und nur für eine begrenzte Zeit gültig waren (2. Korinther 3,6 / Epheser 2,15). Folglich braucht sich ein Christ von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, wenn er das alttestamentliche Sabbat-Gebot nicht beachtet (Kolosser 2,16 f.). Wer GOTT liebt, wird so viel Zeit wie möglich in Gemeinschaft mit Ihm verbringen. Dabei kommt es nicht mehr auf einen bestimmten Tag in der Woche an. Die Behauptung, dass der jüdische Sabbat vom Sonntag - dem Tag der Auferstehung Jesu - abgelöst worden wäre, ist ebenso falsch. Nirgends steht im Neuen Testament, dass der Sonntag für die ersten Christen eine besondere Bedeutung gehabt hätte. Stattdessen lesen wir, dass sich die Gläubigen täglich in ihren Häusern versammelten, um miteinander Gemeinschaft zu haben (Apostelgeschichte 2,46). Lediglich die Apostel gingen weiterhin am siebten Tag in die Synagogen, da dies traditionell der Tag war, an dem sich die Juden dort versammelten (Apostelgeschichte 13,14). Das taten die Apostel nicht, um den Sabbat zu feiern, sondern um den Juden das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden.
siehe auch:
Feiertage
Scheidung
Nach GOTTES Willen ist eine Ehe grundsätzlich auf Lebenszeit gedacht. Aufgrund der Hartherzigkeit der Menschen erlaubte GOTT im Alten Testament für eine begrenzte Zeit die Wiederheirat nach einer Scheidung ( 5. Mose 24,1-4 ). Dies änderte sich mit dem Kommen Jesu. Im Neuen Testament weist Jesus ausdrücklich darauf hin, dass der Ehebund zwischen Mann und Frau, die GOTT zusammengefügt hat, nicht von Menschen geschieden werden soll ( Matthäus 19,4-6 ). Damit bestätigt Jesus die lebenslange Gültigkeit der Ehe. Eine Wiederheirat infolge einer Scheidung erlaubt GOTT nur unter bestimmten Umständen; z.B. wenn einer der Ehepartner stirbt ( Römer 7,1-3 / 1. Korinther 7,39 ) oder wenn einer dem anderen sexuell untreu geworden ist (Matthäus 5,31 f. / Matthäus 19,9) bzw. wenn ein ungläubiger Mensch seinen gläubigen Partner verlässt (1. Korinther 7,12-16). Auch in diesem Fall bleibt ein Christ nicht an den ungläubigen Partner gebunden. GOTT hat grundsätzlich keinen Gefallen daran, wenn Menschen sich scheiden lassen. Schließlich symbolisiert der Ehebund die ewige Gemeinschaft zwischen Mensch und GOTT ( Maleachi 2,16 ). In wenigen Fällen - z.B. bei sexuellem Missbrauch sowie bei körperlicher oder seelischer Gewalt - kann eine vorrübergehende oder dauerhafte Trennung erforderlich sein. Bevor jedoch Mann und Frau eine Scheidung in Erwägung ziehen, sollte unbedingt Hilfe in einer christlichen Eheberatung in Anspruch genommen werden. Nach einem Streit sollten Mann und Frau Frieden und Versöhnung miteinander anstreben (1. Korinther 7,10 f.). Wenn beide Partner GOTT aufrichtig um Hilfe bitten und bereit sind, sich nach Seinem Wort zu richten, können Herausforderungen und Konflikte überwunden werden und die Ehe erhalten bleiben.
Schönheit
ist ein Ausdruck von GOTTES Wesen. In der Natur einschließlich uns Menschen kommt die herrliche Anmut und Vielfalt, die GOTT geschaffen hat, zum Ausdruck. Die Bibel bezeugt, dass die Schöpfung einst sehr gut war ( 1. Mose 1,31 / Prediger 3,11 ). Doch die Sünde hat uns Menschen nicht nur moralisch verdorben, sondern auch körperlich zunehmend entstellt ( Prediger 7,29 / Römer 1,18-32 / Römer 3,23 ). Auch in der Natur hinterließ der Sündenfall des Menschen sichtbare Spuren ( 1. Mose 3,17-19 / Römer 8,20 f. ). Für viele Menschen ist körperliche Schönheit das höchste Ideal. Um optisch aufzufallen, bedient man sich unterschiedlicher Mittel wie Make-Up, Schmuck, Kleidung sowie Tattoos oder Piercings. Als Maßstab für Schönheit dienen bestimmte Leitbilder, die von der Modeindustrie vorgegeben werden, wobei sich Trends von Zeit zu Zeit ändern. Wie in vielem geht es dabei vor allem um finanziellen Profit. Mode prägt das Selbstbild und das Schönheitsempfinden vieler Menschen, besonders von Frauen. Attraktive Menschen definieren sich häufig über ihr Aussehen. Viele von ihnen neigen zur Eitelkeit. Statt GOTT die Ehre zu geben, wollen schöne Menschen oft selbst von anderen begehrt und bewundert werden. Ihre übersteigerte Eigenliebe lässt sie zu einem Götzen für sich und andere werden. GOTT möchte, dass wir uns weder nach Äußerlichkeiten definieren noch unser Selbstwertgefühl von weltlichen Idealen bestimmen lassen ( 1. Johannes 2,15-17 ). Stattdessen dürfen wir uns so annehmen, wie GOTT uns gemacht hat und dankbar sein ( Psalm 139,14 ). Hinzu kommt, dass Schönheit vergänglich ist und immer im Auge des Betrachters liegt ( Sprüche 31,30 ). Äußere Schönheit macht niemanden angesehener bei GOTT, denn GOTT schaut einzig und allein auf unser Herz ( 1. Samuel 16,7 ). Da GOTT keinen Unterschied zwischen Menschen aufgrund ihres Aussehens macht, sollen auch wir niemanden wegen seiner äußeren Erscheinung bevorzugen oder benachteiligen ( Römer 2,11 / 2. Korinther 5,16 / Jakobus 2,1-4 ). Zudem mahnt die Bibel, nicht eitel zu sein und nicht uns selbst, sondern GOTT in allem zu ehren ( Psalm 115,1 / Prediger 11,10 / Johannes 5,44 / 1. Korinther 10,31 / Galater 5,26 / Philipper 2,3 ). Denn Eitelkeit ist in Wahrheit nichts anderes als Stolz. Stolz wiederum ist GOTT ein Gräuel ( Sprüche 6,16 / Sprüche 21,4 / Matthäus 23,12 ). Je mehr wir unsere Gedanken auf GOTT konzentrieren, umso mehr treten Äußerlichkeiten in den Hintergrund. In der Bibel werden Frauen nicht wegen ihrer Schönheit, sondern für ihren Fleiß, für Anstand und Ehrbarkeit sowie für ihren demütgen und gottesfürchtigen Lebenswandel gelobt ( Sprüche 31,10-31 / Epheser 2,22-24 / 1. Petrus 3,1-6 ). Ebenso wenig zeichnet sich ein Mann nach GOTTES Herzen durch einen athletischen Körper aus, sondern durch Besonnenheit und Selbstbeherrschung, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie durch seine Liebe, Treue und Fürsorge gegenüber seiner Frau ( Psalm 119,9 / Sprüche 15,23 / Sprüche 20,3 / Sprüche 25,28 / Epheser 5,25-33 / 1. Timotheus 2,9 f. / 1. Petrus 3,7 ). Darüber hinaus sagt die Heilige Schrift, dass die erlösten Menschen in der Auferstehung einen neuen Leib in unvergänglicher Schönheit erhalten werden, an dem keinerlei Makel mehr sein wird ( 1. Korinther 15,35-49 ).
Schulden
Die Bibel lehrt, dass Christen keine Schulden aufnehmen sollen, da sie sich auf diese Weise in Abhängigkeiten von Menschen begeben ( Römer 13,8 ). Bei finazieller Not ist die gesamte Glaubensgemeinschaft aufgefordert, dem betroffenen Gläubigen zu helfen ( Apostelgeschichte 2,45 / Apostelgeschichte 4,34 f. ). Zudem lehrt Jesus, dass ein Christ freigiebig sein soll und dass er das, was er anderen gibt, weder zurückfordern noch eine andere Gegenleistung dafür erwarten soll ( Lukas 6,30 + 35 + 38 ). Auch das Verlangen von Zinsen ist einem Christen grundsätzlich untersagt.