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I

Internet

Die Bibel enthält keine expliziten Aussagen zum Internet, jedoch allgemeine Prinzipien im Umgang mit Informationen. Während der Teufel das Internet gezielt gebraucht, um Menschen zu verführen und von GOTT abzulenken, sollten Christen Technologie und Medien grundsätzlich so nutzen, dass sie GOTTES Zwecken dienen; z.B. um die Gute Nachricht der Bibel weiterzugeben und Menschen zum Glauben zu führen, um anderen zu helfen und geistliche Gemeinschaft zu fördern oder aus lebenspraktischen Gründen wie dem Kauf oder Verkauf von Gütern; jedoch nicht zum reinen Vergnügen oder zum Schaden anderer. Zudem sollten nur Inhalte konsumiert werden, die dem eigenen Glauben förderlich sind ( 1. Korinther 10,23 + 31 ). Da im Internet größtensteils weltliche bzw. gottlose Inhalte verbreitet werden, ist hier für jeden bibeltreuen Christen äußerste Vorsicht geboten. Dies gilt auch für die Auswahl vermeintlich christlicher Inhalte, da mittlerweile unzählige Internetseiten und Videoplattformen (insbesondere Youtube und Co.) existieren, auf denen falsche sowie teils gefährliche Lehren und Ansichten verbreitet werden, die Menschen von GOTT wegführen und die dem Ruf des Christentums schaden.

Islam

(arabisch = Hingabe an "Gott") gilt als zweitgrößte Religionen der Welt. Christen und Muslime glauben an einen allmächtigen und allwissenden GOTT (arabisch: Allah), der sich durch Schriften und Propheten offenbart; sowie an das Gericht und ein Leben nach dem Tod im Paradies. Im Islam gilt der Koran (Entstehung im 7. Jahrhundert nach Christus) als Wort GOTTES. Trotz einiger Gemeinsamkeiten gibt es fundamentale Unterschiede zur Bibel. Die Offenbarungen des Korans sollen Mohammed (570 bis 632 nach Christus) im Laufe von 23 Jahren in arabischer Sprache von Allah durch einen Engel übermittelt worden sein. Der einzige Zeuge dessen ist Mohammed selbst. Muslime glauben, dass Allah sein Wort zunächst Juden (durch die Tora), später Christen (durch das Evangelium) und zuletzt der ganzen Menschheit (durch den Koran) offenbart hat. Der Koran gilt als Ende der Offenbarung Allahs und  Mohammed als Siegel der Offenbarung Allahs. Der Koran enthält Geschichten, die auch im Alten Testament zu finden sind; jedoch anders überliefert und aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang entnommen. Auch ihrer prophetischen Bedeutung wird im Koran keine Beachtung geschenkt. Der Koran erwähnt eine Person namens Isa (= Jesus), der im Unterschied zum Jesus der Bibel als gewöhnlicher Prophet angesehen wird. Im Zentrum des Alten Testaments steht das Kommen des Messias. Diesen hat GOTT dazu auserwählt, um allen Menschen auf der Welt das Heil zu bringen und durch ihn GOTTES Königsherrschaft wiederherzustellen ( Johannes 3,16  Apostelgeschichte 4,12  1. Johannes 4,14 ). Im Alten Testament gibt es mehr als 100 Vorhersagen über den Messias, die allesamt durch Jesus erfüllt wurden, wie das Neue Testament bezeugt ( Apostelgeschichte 10,43 ). Keine von ihnen trifft auf Mohammed zu. Die Behauptung einiger Muslimen, dass das Kommen Mohammeds in der Bibel angekündigt worden wäre, lässt sich bei genauer Betrachtung widerlegen. Insofern ist Jesus der letzte und höchste Prophet GOTTES ( Matthäus 11,2-6  Johannes 1,29 ). Muslime leugnen sowohl den Kreuzestod als auch die Auferstehung Jesu. Beides wird im Alten Testament vorhergesagt und im Neuen Testament von Augenzeugen glaubwürdig bestätigt. Auch die Apostel, die von Jesus gelehrt und ausgesandt wurden, bezeugen einheitlich, dass er der in der Heiligen Schrift prophezeite Retter ist ( Apostelgeschichte 2,22-36  Apostelgeschichte 3,13-26  Apostelgeschichte 9,22  / Apostelgeschichte 10,36-43  Apostelgeschichte 18,22  1. Korinther 15,1-11  1. Johannes 1,2 ). Selbst im Koran wird Isa häufiger erwähnt und mehr geehrt als Mohammed, dessen Name lediglich vier Mal genannt wird. Auch Maria, die Mutter von Isa, wird im Koran namentlich erwähnt und gewürdigt, während Mohammeds Angehörige unbekannt bleiben ( Sure 3,42 ). Laut Koran wurde Isa wurde vom Geist GOTTES gezeugt und seine Geburt durch einen Engel angekündigt, während Mohammed auf gewöhnliche Weise zur Welt kam ( Sure 3,47 ). Laut Koran wurde nur Isa von Allah befähigt, außergewöhnliche Wunder zu tun; Mohammed nicht ( Sure 5,110 ). Laut Koran war Isa frei von Sünde, was von Mohammed nicht behauptet wird ( Sure 19,19 ). Laut Koran wurde Isa zu Allah entrückt; Mohammed nicht ( Sure 3,55 )

Muslime glauben, dass der Koran unverfälscht überliefert worden wäre. In Wahrheit existieren heute zwischen 14 und 30 verschiedene Versionen des Korans mit insgesamt über 90.000 Textvariationen, die alle von sich behaupten, das unverfälschte Wort Allahs zu sein. Zu den am meisten benutzten Versionen gehört die Hafs-Version sowie die Warsh-Version. Allein zwischen diesen bestehen zwischen 50 und über 100 Unterschiede. Weitere Versionen sind: Abu Amro Al-Ala, Al-Dury, Ibn Dhakwan, Khaled, Shujaa‘ bin Abi Nasr Al-Balakhi und viele andere. Die Behauptung muslimischer Bibelkritiker, dass die Bibel verfälscht worden wäre, obwohl es dafür keine Belege gibt, dient einzig und allein dazu, die Glaubhaftigkeit des Korans aufrecht zu erhalten. Laut Koran wurden Altes und Neues Testament von Allah gegeben, was den göttlichen Ursprung beider Schriften bestätigt ( Sure 3,3 f.  Sure 4,163  Sure 5,43-47  Sure 5,68 f.  Sure 21,48  Sure 40,53 f. ). Zu Lebzeiten Mohammeds existierten bereits tausende Abschriften der Bibel in verschiedenen Sprachen, die in zahlreichen Ländern verbreitet waren und in hohem Maße miteinander übereinstimmen. Die Bibel gehört zu den historisch am besten überlieferten Texten überhaupt. In keiner Literatur findet sich ein Hinweis darauf, dass die Botschaft des Evangeliums grundlegend verändert wurde. Zu Lebzeiten Mohammeds nahm man an, dass Bibel und Koran inhaltlich übereinstimmen. Erst Jahrhunderte später fielen muslimischen Schriftgelehrten immer mehr Unterschiede zwischen beiden Schriften auf. Kein schriftliches Zeugniss vor dem elften Jahrhundert stellt die Authentizität von Tora und Evangelien in Frage. Im Koran heißt es, dass Isa gekommen sei, um die Tora zu bestätigen ( Sure 5,46 ). Mohammed selbst wird im Koran als Wächter der Tora bezeichnet ( Sure 15,9 ). Darüber hinaus fordert der Koran Muslime dazu auf, die Tora zu studieren. Mohammed wird sogar empfohlen, bei Juden und Christen Rat einzuholen ( Sure 10,94  Sure 16,43 ). Diese Empfehlung ergäbe keinen Sinn, wenn die Bibel zu diesem Zeitpunkt bereits verfälscht gewesen wäre. Zudem hätte Isa im Koran auf diese Tatsache hingewiesen. Der Koran selbst enthält keine Aussage, die wörtlich besagt, dass bzw. wann und von wem Tora oder Evangelium verändert wurden. Das einzige Zitat im Koran, das von einer Schriftfälschung spricht, bezieht sich auf den Koran selbst und steht in keinerlei Verbindung zu Juden oder Christen ( Sure 2,78 f. ). Darüber hinaus kann laut Koran eine Schrift von Allah nicht glaubhaft verfälscht werden ( Sure 6,34  Sure 6,115 ). Sowohl Mose (Alter Bund) als auch Jesus (Neuer Bund) wurden von GOTT durch viele übernatürliche Zeichen und Wunder beglaubigt; Mohammed nicht ( Apostelgeschichte 10,36-38 ). Obwohl Mohammed behauptet, dass ihm der Engel Gabriel erschienen sei, liegt es viel näher, dass es sich um Satan oder einen seiner Dämonen handelte, die sich als gute Engel verstellen, um Menschen hinter's Licht zu führen ( 2. Korinther 11,14 f. ). Aus diesem Grund wurde Mohammed zurecht weder von Juden noch von Christen als Gesandter GOTTES anerkannt. Sowohl Juden als auch Heiden, sowohl die Freunde als auch Feinde Jesu bezeugen, dass Jesus in jeder Hinsicht gerecht und unschuldig war. Darum hat GOTT ihn von den Toten auferweckt. Im Gegensatz zu Jesus war Mohammed nicht ohne Sünde, da sein Leichnahm im Grab verwest ist ( Apostelgeschichte 2,24 ). Laut Koran kann nur Allah Sünden vergeben und die Menschen richten. Die Bibel verkündet, dass Jesus der von GOTT verordnete Richter aller Lebenden und Toten ist und dass GOTT ihm die Vollmacht verliehen hat, Sünden zu vergeben ( Markus 2,1-12  /   Apostelgeschichte 10,42 ).

Im Islam gibt es die sogenannten fünf Säulen. Diese beinhalten die wichtigsten Gebote und Rituale, die für Muslime gültig sind. Dazu gehören: 1. Das Glaubensbekenntnis ( Sure 47,19 ) / 2. Das Gebet ( Sure 2,238  Sure 11,114 ) / 3. Das Fasten ( Sure 2,183-185 ) / 4. Die soziale Pflichtabgabe ( Sure 2,43 ) / 5. Die Pilgerfahrt nach Mekka ( Sure 2,196  Sure 22,27 ). Das wichtigste Gebot der Bibel ist das Gebot der Nächstenliebe ( Matthäus 22,34-40  Matthäus 26,27-29 ). Im Gegensatz zum Koran enthält die Bibel keine Vorschriften zum Beten, Fasten oder Pilgern. Laut Koran ist der Genuss von Alkohol grundsätzlich untersagt ( Sure 5,90 f. ). In der Bibel findet sich ein solches Verbot nicht ( Johannes 2,1-12  1. Timotheus 5,23 ). Laut Koran sind Scheidung und Wiederheirat grundsätzlich erlaubt ( Sure 2,229 f. ). Das Neue Testament erlaubt Scheidung und Wiederheirat ausschließlich bei sexueller Untreue ( Matthäus 5,27-32  Römer 7,1-3  1. Korinther 7,10 f. + 39 ). Laut Koran ist die Anwendung von Gewalt gegenüber Ehefrauen als Mittel der Zucht legitim ( Sure 4,34 ). Die Bibel schließt jegliche Gewalt gegenüber dem Ehepartner aus ( Epheser 5,25-28  1. Petrus 3,7 ). Während laut Koran auf muslimische Männer im Paradies sogenannte Huris (= Gefährtinnen mit schönen, großen Augen) warten ( Sure 44,54 ), erklärt die Bibel, dass die Menschen in der Auferstehung nicht mehr heiraten, sondern wie die Engel sein werden ( Lukas 20,34-36 ). Während laut Bibel die Gottlosen nach Ihrer Verureilung den zweiten (ewigen) Tod sterben ( Offenbarung 20,11-15 ), müssen sie gemäß Koran bis in alle Ewigkeit furchtbare Qualen leiden ( Sure 14,16–17  Sure 56,41–56  Sure 67,6–11 ). Während Muslime glauben, dass sie allein durch gute Werke ins Paradies kommen können, lehrt die Bibel, dass nur der Glaube an Jesus, sein Erlösungswerk am Kreuz und seine Auferstehung selig machen kann ( Johannes 3,16-18 + 36  Apostelgeschichte 4,12  Hebräer 9,22 ). Die Bibel warnt, dass jeder - sowohl Menschen als auch Engel - der ein anderes Evangelium verkündigt als das von Jesus Christus, verflucht ist ( Galater 1,6-9 ). Seit seiner Auferstehung gebietet Jesus den Engeln GOTTES, was sie tun und welche Botschaften sie überbringen sollen ( Matthäus 24,31  2. Thessalonicher 1,7  1. Petrus 3,22  Offenbarung 22,16 ). Insofern kann Jesus nicht seinen eigenen Worten widersprechen. Mohammed soll mit 52 Jahren ein neunjähriges Kind namens Aischa geheiratet haben. Zudem hielt er über ein Dutzend Frauen, die er von seinen Raubzügen gegen andere Stämme als Kriegsbeute mitbrachte. Jesus lehrte, dass jeder Mann eine einzige Frau haben soll ( Matthäus 19,1-12 ). Mohammed ließ Ungläubige ermorden oder verstümmeln und ruft im Koran dazu auf, Ungläubige (gemeint sind damit vor allem Juden und Christen) zu töten. Zudem gilt im Koran das Recht auf Rache nach dem Prinzip "Auge-um-Auge, Zahn-um-Zahn". Jesus führte keine Kriege und verfolgte niemanden, sondern lehrte konsequenten Gewaltverzicht. Er gebot, die eigenen Feinde zu lieben, Leid und Unrecht in Liebe zu ertragen und niemals Vergeltung zu üben ( Matthäus 5,38-48  Matthäus 26,52  Römer 12,14-21  1. Petrus 2,21-24 ). Orthodoxe Muslime zeigen sich stolz und kämpferisch, während echte Christen demütig und friedliebend sind ( Matthäus 5,9  Matthäus 11,28-30  Philipper 2,1-5  Kolosser 3,12  Hebräer 12,14 ). Das selbsterklärte Ziel des Islams ist die völlige Unterwerfung der Menschheit unter die Herrschaft Allahs; wenn nötig, mit Gewalt. Einen "friedfertigen Islam" gibt es nicht. Die Absicht des Christentums ist, Menschen durch Wahrheit und Liebe für GOTT und das Ewige Leben zu gewinnen. Im Neuen Testament offenbart sich GOTT als Vater; während die Gläubigen Kinder GOTTES genannt werden ( Johannes 1,12 f.  Römer 8,14  1. Johannes 3,1 ). Durch ihre enge, vertrauensvolle Gemeinschaft mit GOTT erfahren Christen Liebe, Geborgenheit und wahre Vergebung ( Psalm 32,1  Römer 5,1 f. ). Allah hingegen ist ein ferner und unnahbarer GOTT und der muslimische Glaube nichts weiter als ein formelles Befolgen religiöser Vorschriften und Traditionen ohne persönliche Beziehung zum Schöpfer. Während Christen durch den Glauben an Jesus Heilsgewissheit haben, bleibt das ewige Schicksal eines Muslimen bis zuletzt ungewiss ( Johannes 5,24  Johannes 11,25  1. Johannes 5,11-13 ).

Israel

ist das erste von GOTT erwählte Bundesvolk. Israel wird als GOTTES erstgeborener Sohn bezeichnet, da GOTT Israel unter allen Völkern auf Erden zuerst erwählt hat, um es an Seinen Verheißungen teilhaben zu lassen ( 2. Mose 4,22 ). Im Alten Testament existierte Israel als Gottesstaat mit einem Gesetz für alle. Die ursprüngliche Lage Israels erstreckte sich vom Bach Ägyptens bis zum Euphrat. Der heilige Tempel GOTTES befand sich in Jerusalem, der Stadt, die sich GOTT zum Heiligtum erwählt hatte. Um 926 vor Christus wurde das Reich wegen der Untreue des Volkes in ein Nordreich (zehn Stämme mit der Hauptstadt Samaria) und Südreich (Stämme Juda + Benjamin mit der Hauptstadt Jerusalem) geteilt. Das Nordreich existierte bis zum Jahre 722 vor Christus bis zur Eroberung durch Assyrien, während das Südreich bis 586 vor Christus bis zum babylonischen Exil bestand. Die ursprüngliche Sprache des israelitischen Volkes war Hebräisch. Später kamen Aramäisch und Griechisch hinzu. Durch die Vermischung der verbliebenen israelitischen Bevölkerung des Nordreichs mit den von den Assyrern angesiedelten fremden Völkern entstand das Volk der Samariter. Am Anfang wurde Israel durch Richter geführt, die von GOTT berufen waren. Seit etwa 1000 vor Christus regierten Könige das Land. Israel sollte als Vorbild für alle Heidenvölker dienen, damit auch diese sich zum wahren GOTT bekehren. Aus Israel sollte auch der Retter der Menschheit hervorgehen ( Johannes 4,22 ). Alle Propheten seit Mose waren Hebräer. Auch Jesus und seine Apostel waren Juden. Im Neuen Testament wird GOTTES Volk durch die Gemeinde repräsentiert, die sich aus Juden und Nichtjuden zusammensetzt, die an Jesus Christus glauben ( Epheser 2,11-21 ). Der Begriff Israel wird weiterhin für das jüdische Volk verwendet. Juden, die Jesus als ihren Retter angenommen haben, während sie weiterhin ihre jüdischen Traditionen pflegen, werden als Messianische Juden bezeichnet. Die Geschichte Israels: Zunächst schloss GOTT Seinen Bund mit Abram, dem Er den Namen Abraham gab. GOTT versprach Abraham, dass ein großes Volk aus ihm hervorgehen würde und dass Er Abrahams Nachkommen ein fruchtbares Land zum Besitz geben würde; das Land Kanaan. Als Zeichen des Bundes gebot GOTT Abraham und seinen Nachkommen, sich an der Vorhaut beschneiden zu lassen ( 1. Mose 17,10-13  Apostelgeschichte 7,8 ). Abraham zeugte mit seiner Frau Sarah den Isaak, der mit seiner Frau Rebecca den Jakob zeugte ( Matthäus 1,2 ). Auch ihnen bestätigte GOTT Seine Verheißung ( 1. Mose 26,3-5  1. Mose 28,1-4 ). Nachdem Jakob mit einem Engel GOTTES kämpfte, erhielt er von GOTT den Namen Israel (= der mit GOTT streitet) ( 1. Mose 32,23-33 ). Jakob bzw. Israel zeugte zehn Söhne (Ruben, Simeon, Levi, Juda, Dan, Naftali, Gad, Ascher, Issachar, Sebulon, Benjamin und Josef). Josef wiederum zeugte zwei Söhne (Ephraim und Manasse). Diese zusammen bilden die Stammväter der zwölf Stämme des Volkes Israel ( 2. Mose 1,1-4 ).

 

Zunächst lebten die Israeliten viele Jahre als Fremde in Ägypten, wo sie sich schnell vermehrten ( 2. Mose 1,7 ). Pharao Ramses II machte die Israeliten zu Sklaven und zwang sie dazu, schwere körperliche Arbeiten zu verrichten ( 2. Mose 1,8-14 ). Als die Israeliten zu GOTT um Hilfe schrien, berief dieser einen Mann namens Mose, einen Israeliten, der im Haus des Pharaos, des Königs von Ägypten, aufgewachsen war ( 2. Mose 2,1-10 ). GOTT sandte Mose zum Pharao, um ihn aufzufordern, Israel von Ägypten wegziehen zu lassen ( 2. Mose 3,1-10 ). Nachdem der Pharao sich zunächst weigerte, ließ GOTT schwere Plagen über Ägypten kommen, sodass der Pharao nachgeben und die Hebräer ziehen lassen musste ( 2. Mose 12,29-36 ). Kurz darauf änderte der Pharao seine Meinung und zog mit einem gewaltigen Heer aus, um die Israeliten zurückzuholen. Doch GOTT rettete Sein Volk durch große Wundertaten und vernichtete den Pharao samt seinem Heer ( 2. Mose 14,5-31 ). Nachdem GOTT Sein Volk von der Sklaverei befreit hatte, führte Er sie durch die Wüste zum Berg Sinai, wo GOTT einen Bund mit Israel schloss. Als Zeichen des Bundes dienten die Zehn Gebote, die GOTT auf zwei steinerne Tafeln schrieb, um sie dem Volk durch Mose zu verkünden ( 5. Mose 9,10 ). Obwohl Israel immer wieder gegen GOTTES Gebote verstieß, erfüllte GOTT Sein Versprechen, indem Er Sein Volk in das verheißene Land brachte, wo die Israeliten für lange Zeit wohnten ( Josua 23,14 f. ). In dieser Zeit gab GOTT Seinem Volk Prophezeiungen über einen kommenden Herrscher - den Messias -, der GOTTES Volk erretten sollte ( Jesaja 42,1-4  Jesaja 49,1-6   Jesaja 50,4-9  Jesaja 53,1-12 ). Dieser verheißene Retter ist Jesus Christus. Im Jahr 63 vor Christus wurde Israel durch die Römer erobert. Zwischen 4 und 7 nach Christus wurde der Messias nach der Verheißung in Bethlehem geboren ( Lukas 2,1-20 ). Im Alter von 30 Jahren begann Jesu Mission in Israel. Doch statt ihren Messias anzunehmen, verwarfen ihn die Führern seines Volkes und lieferten ihren König und Retter an die Römer aus, die ihn ans Kreuz schlugen. Drei Tage später hat GOTT ihn von den Toten auferweckt ( Lukas 24,46  Apostelgeschichte 10,40 ). Daraufhin sandte Jesus seine Apostel aus, um Israel die Gute Nachricht zu predigen. Obwohl sich tausende Juden bekehrten, blieb das Herz der Mehrheit verschlossen. Die Folge war die vollständige Eroberung Jerusalems durch die römischen Besatzer um 70 nach Christus und die Zerstreuung der Juden in alle Welt, wo sie seither Verfolgung erdulden mussten ( Matthäus 24,1 f. ). Der Apostel Paulus erklärt, dass GOTT Israel nicht vollständig verworfen, sondern sich lediglich für eine bestimmte Zeit von Seinem Volk abgewandt hat, um sich den Heidenvölkern zuzuwenden, damit auch diese an GOTTES Verheißungen des Ewigen Lebens teilhaben ( Römer 11,1-32 ). Am Ende jedoch - so prophezeit es die Heilige Schrift - wird GOTT die zerstreuten Juden aus aller Welt sammeln und zurück an ihren angestammten Ort bringen ( Hesekiel 11,17  Hesekiel 36,24 ). Dies geschah am 14. Mai 1948 mit der Neugründung des Staates Israel. Zuletzt wird ein Teil Israels seinen Messias erkennen ( Matthäus 23,39 ). Sobald dies geschehen ist, wird Jesus wiederkommen, um sein Volk zu erlösen und GOTTES Zorngericht über die Gottlosen zu vollziehen.

J

Jesus

(hebräisch: Jaschua / griechsch: Iisous) bedeutet Jahweh (GOTT) ist Rettung. Jesus von Nazaret ist weit mehr als eine historische Person: Er ist der in der Heiligen Schrift verheißene Retter der Menschheit ( Matthäus 1,21  Lukas 2,10 f.  Lukas 19,10  Johannes 1,29  Johannes 4,42  Apostelgeschichte 4,12  Apostelgeschichte 10,43  1. Timotheus 1,15  1. Johannes 4,14 ). Die Bibel bezeichnet ihn als den Messias (hebräisch: maschiach) bzw. Christus (altgriechisch: christos), was der Gesalbte GOTTES bedeutet ( Matthäus 16,16 ). Demnach ist der Messias ein von GOTT eingesetzter König; der im Namen GOTTES herrscht und richtet. Aus diesem Grund wird Jesus im Neuen Testament Sohn GOTTES und Herr genannt. Ihn hat GOTT vor Erschaffung der Welt in Seinem Heilsplan auserwählt und dazu bestimmt, um GOTTES Herrschaft über die Erde wiederherzustellen und gleichzeitig die unrechtmäßige Herrschaft des Teufels zu beenden ( 1. Petrus 1,20 f. ). Infolge des Sündenfalls des Menschen kam der Tod in diese Welt ( Römer 5,12  Römer 6,23 ). Deshalb sandte GOTT den Messias, um allen Menschen durch den Glauben an ihn die Vergebung der Sünden und das Ewige Leben anzubieten ( Johannes 3,16 + 36  Johannes 11,25 ). Als die Zeit erfüllt war, wurde Jesus im Mutterleib einer Jungfrau namens Maria durch den Heiligen Geist GOTTES gezeugt und zur Welt gebracht ( Lukas 1,35 ). Geboren in Bethlehem in Judäa (Israel) nach der Verheißung, wuchs Jesus im Kreise seiner Angehörigen auf. Mit etwa 30 Jahren wurde Jesus im Jordan getauft und durch den Heiligen Geist mit Kraft und Vollmacht für seine Mission gesalbt, zu der ihn GOTT berufen hat ( Johannes 1,33 ). Jesus zog in Begleitung seiner zwölf Jünger, die er zuvor erwählt hatte, durch ganz Israel und lehrte die Menschen den Willen GOTTES. Jesus aß und trank regelmäßig mit Sündern und zeigte ihnen den Weg zu GOTT. Darüber hinaus tat er Gutes im Volk, half den Armen und Schwachen und nahm sich derer an, die in der Gesellschaft verachtet sind ( Matthäus 8,16 f.  Matthäus 11,28 f.  Markus 2,17  Lukas 6,12-19  Apostelgeschichte 10,38 ). Damit die Menschen Jesus als den versprochenen Retter erkennen, beglaubigte GOTT Seinen Messias auf vielerlei Weise: 1. durch hunderte Prophezeiungen im Alten Testament, die Jesus erfüllt hat ( Apostelgeschichte 10,43 ), 2. durch außerordentliche Weisheit, wie kein anderer Mensch sie hatte ( Matthäus 7,28 f.  Lukas 2,52  Johannes 7,46 ), 3. durch die Kraft, übernatürliche Zeichen und Wunder zu tun, indem Jesus die Leiden und Krankheiten vieler Menschen heilte und sogar Tote wieder lebendig machte ( Matthäus 8,16 f.  Matthäus 11,2-6  Apostelgeschichte 10,36-38 ), 4. durch die Vollmacht, in GOTTES Namen Sünden zu vergeben ( Matthäus 9,1-8  Apostelgeschichte 7,60 ) sowie 5. indem GOTT ihn von den Toten auferweckt hat. Das Neue Testament bezeichnet Jesus als das Ebenbild GOTTES, d.h. er verkörpert das, was der Mensch nach GOTTES Schöpfungsplan sein sollte ( Kolosser 1,15 ). In seinem Denken und Handeln spiegelt sich GOTTES Wesen - die Liebe - in makelloser Weise wider. Jesus lebte in völliger Einheit mit GOTT. Durch Jesus wurde GOTTES Reich, in dem Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit regieren, für alle Menschen sichtbar.

 

Obwohl Jesus zum König bestimmt war, trat er weder als Herrscher auf, noch nutzte Jesus seine Macht zu seinem eigenen Vorteil. Statt von Stolz und Eigennutz war das Leben Jesu von Demut und selbstloser Liebe bestimmt.​ Jesus erniedrigte sich selbst, um GOTT und den Menschen wie ein Sklave zu dienen ( Markus 10,45  Johannes 3,5-9  Philipper 2,5-11 ). Statt für sich selbst Ehre und Anerkennung zu suchen, gab Jesus GOTT in allem die Ehre ( Johannes 8,49 f. ). Dabei tat Jesus niemals seinen eigenen Willen, sondern ordnete sich stets dem Willen GOTTES unter ( Lukas 22,43  Johannes 12,27 f. ). Jesu tadelloser Lebenswandel dient allen Menschen als Vorbild. Sein uneingeschränktes Vertrauen in GOTT und seine völlige Hingabe für die Menschheit bis zum Tod am Kreuz veranschaulichen, was Glaube und wahre Liebe bedeuten. Jesus war ohne Sünde. Diese Tatsache macht den Messias unter allen Menschen einzigartig. Doch obwohl Jesus niemals etwas Unrechtes tat, hatte er zahlreiche Feinde. Weil Jesus die Wahrheit aussprach und das Böse im Herzen der Menschen ans Licht brachte, machte er sich bei vielen verhasst. Deshalb gab es nicht wenige, die ihm nach dem Leben trachteten ( Lukas 19,47  Johannes 7,7  Johannes 8,40  Johannes 15,18-25 ). Doch aus Liebe ertrug Jesus alles Böse, das ihm die Menschen antaten, widerstandslos ( Jesaja 53,7  Hebräer 12,1-3 ). Schließlich war Jesus sogar bereit, am Kreuz auf äußerst schmerz- und schmachvolle Weise zu sterben. Denn es war von GOTT so bestimmt, dass der Messias für die Sünden der Menschen leiden sollte ( Jesaja 53,1-6  Lukas 24,46  / Johannes 11,50-52 ). ​Doch durch sein gerechtes Leben hat Jesus nicht nur selbst den Tod überwunden, sondern auch für alle anderen Menschen den Ausweg aus dem Tod geschaffen ( 2. Timotheus 1,10  Hebräer 2,14 f. ). Darum hat GOTT ihn am dritten Tag von den Toten auferweckt ( Apostelgeschichte 2,32  Apostelgeschichte 10,40  Römer 8,34  1. Korinther 6,14 1. Korinther 15,1-5  Offenbarung 1,18 ). Der Kreuzestod Jesu und seine Auferstehung zum unsterblichen Leben sind die bedeutsamsten Ereignisse der Weltgeschichte. Sie stehen für den Sieg über Finsternis und Tod und eröffnen allen, die an den Sohn GOTTES glauben, den Weg in die Ewigkeit ( Johannes 3,16 ). Nach seiner Auferstehung erschien Jesus seinen Jüngern, um ihnen zu bezeugen, dass er lebt ( Lukas 24,13-49  Johannes 20,1-31  / 1. Korinther 15,5-8 ). Kurze Zeit später stieg Jesus zu GOTT in den Himmel auf ( Lukas 24,50-53  Apostelgeschichte 1,9-11 ). Dort wird er bleiben, bis er wieder auf die Erde kommen wird, um GOTTES ewige Königsherrschaft aufzurichten. Weil Jesus in allem treu und gehorsam war, hat GOTT ihn über alles erhöht und ihn zum Richter aller Lebenden und Toten ernannt ( Johannes 5,22  Apostelgeschichte 10,42  Philipper 2,9-11  Hebräer 2,5-9 ). Seit diesem Zeitpunkt ist Jesus die mächtigste Person im gesamten Universum nach GOTT ( Matthäus 28,22  1. Korinther 15,24-28  1. Petrus 3,22 ). Jesus lebt und bezeugt sich bis heute unzähligen Menschen - darunter vielen Muslimen - unter anderem durch Träume. Jesu Aufruf gilt allen Menschen, die ohne Sinn und Hoffnung, beladen mit Sorgen und der Last ihrer Schuld, in dieser Welt herumirren. Jesus lädt sie ein, zu ihm zu kommen, um Frieden, Trost und Vergebung bei GOTT zu finden ( Matthäus 11,28-30 ). Wer Jesus als seinen Herrn und Erlöser im Glauben annimmt und seinem Weg folgt, wird von seiner Schuld freigesprochen und darf an der Auferstehung zum Ewigen Leben in GOTTES Reich teilhaben ( Johannes 5,24 ). Wer hingegen Jesus und seine Botschaft ablehnt, spricht sich selbst sein Urteil und wird in alle Ewigkeit verdammt werden ( Johannes 3,36  Johannes 12,48  1. Korinther 16,22  Offenbarung 21,8 ). Für alle Menschen, die an ihn glauben, tritt Jesus ein, um ihnen zu helfen und ihre Gebete vor GOTT zu bringen ( Hebräer 4,14 f.  1. Johannes 2,1 f. ). Wie ein Hirte für seine Schafe sorgt und sie auf sicherem Weg leitet, so weist auch Jesus denen, die sich ihm als ihrem Hirten anvertrauen und ihm nachfolgen, den Weg zum wahren Leben.

Juden

sind Angehörige des Volkes Israel. Sie gehören zum Stamm Juda, weil sie Nachkommen ihres Stammvaters Juda sind, dem vierten Sohn Jakobs und seiner Frau Lea. Aus Juda ging später die römische Provinz Judäa hervor. Nach dem Mosaischen Gesetz mussten männliche Juden an ihrer Vorhaut beschnitten werden. Dies war das Zeichen des Bundes, den GOTT mit Seinem auserwählten Volk Israel durch Abraham und Mose geschlossen hatte ( Apostelgeschichte 7,8 ). Die Beschneidung sollte Israel von den Heidenvölkern, die im Alten Testament als Unbeschnittene bezeichnet werden, abgrenzen ( Epheser 2,11 f. ). Im Neuen Bund hat die äußerliche Beschneidung keine Bedeutung mehr. Nun darf jeder, der an Jesus Christus glaubt, zu GOTTES Volk gehören; ganz gleich, ob er jüdischer Abstammung ist oder nicht ( Galater 3,28  Kolosser 3,11 ). Zudem gilt laut Neuem Testament derjenige als wahrer Jude, dessen Herz im Geist beschnitten ist; d.h. der nach GOTTES Willen handelt ( Römer 2,25-29   Philipper 3,2 f. ). Jesus, der selbst Jude bzw. Nachkomme Judas ist, erklärte, dass die Rettung für die gesamte Menschheit von den Juden kommt (Johannes 4,22). Insofern ist der Hass, den viele Menschen gegenüber Juden hegen, in keiner Weise zu rechtfertigen.

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