Mormonismus
1. GOTT als Mensch
2. Polytheismus (Vielgötterglaube)
3. Vergöttlichung des Menschen
4. Das "dreistufige Reich"
5. Gleichstellung anderer Schriften mit der Bibel
6. Die "Zwölf Apostel"
7. Lehre von der "ewigen Materie"
8. Mehrehen
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1. GOTT als Mensch
1. Mose 1,26 f.
26 Und GOTT sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei (...). 27 Und GOTT schuf den Menschen zu Seinem Bilde, zum Bilde GOTTES schuf Er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
4. Mose 23,19
19 GOTT ist nicht ein Mensch, dass Er lüge, noch ein Menschenkind, dass Ihn etwas gereue.
Hosea 11,9
9 Ich will nicht tun nach meinem grimmigen Zorn noch Ephraim wieder verderben. Denn ich bin GOTT und nicht ein Mensch, heilig in deiner Mitte.
Johannes 4,24
24 GOTT ist Geist, und die Ihn anbeten, die müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Mormonen glauben, dass GOTT, der Vater einst als Mensch existierte und sich später zum GOTT entwickelt hat. Demnach betrachten Mormonen GOTT als Wesen aus Fleisch und Knochen. Daneben glauben Mormonen an die Existenz einer "himmlischen Mutter"; d.h. einer weiteren göttlichen Person, die als "Muttergott" oder "ewige Mutter" bezeichnet wird. Diese Vorstellung beruht auf einem Gedicht von Eliza R. Snow (1845), nach deren logischen Schlussfolgerungen die Existenz einer männlichen Gottheit auch eine weibliche erfordert. Die Bibel lehrt, dass GOTT der allmächtige Schöpfer aller Dinge und der Ursprung allen Lebens ist. Er existiert außerhalb von Raum und Zeit und hat weder Anfang noch Ende. GOTT ist vollkommen. D.h., es gibt kein und gab nie ein höheres Wesen als Ihn. GOTT bleibt immer derselbe und wandelt sich nicht. Der Mensch ist GOTTES Geschöpf und als solches von GOTT, Seinem Schöpfer abhängig. Im Gegensatz zu GOTT sind das Wissen und Können des Menschen begrenzt. Zudem ist GOTT Geist und allgegenwärtig. Dass GOTT in der Heiligen Schrift als "Vater" bezeichnet wird, hat nichts mit seinem biologischen Geschlecht zu tun (da GOTT kein Geschlecht besitzt), sondern drückt eine Beziehung zwischen Schöpfer (GOTT) und Geschöpf (Mensch) aus. Die Begriffe "erschaffen" oder "zeugen" im Zusammenhang mit GOTT beschreiben ebenfalls keinen biologischen Akt, sondern meinen, dass GOTT etwas aus dem Nichts ins Dasein ruft.
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2. Polytheismus (Vielgötterglaube)
2. Samuel 7,22
22 Darum bist du groß, HERR, mein GOTT; ja, niemand ist Dir gleich, und es gibt keinen GOTT außer Dir nach allem, was wir mit unsern Ohren vernommen haben.
Johannes 17,3
3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, der Du allein wahrer GOTT bist, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
1. Korinther 8,5 f.
5 Und obwohl es solche gibt, die "Götter" genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele "Götter" und viele Herren gibt, 6 so haben wir doch nur einen GOTT, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu Ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.
1. Korinther 10,19 f.
19 Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer etwas sei? Oder dass der Götze etwas sei? 20 Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht GOTT.
1. Timotheus 1,17
17 Aber GOTT, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein GOTT ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.
Mormonen glauben, dass neben GOTT, dem Vater auch andere "Götter" existieren; z.B. die sogenannte "himmlische Mutter". Die Bibel lehrt unmissverständlich, dass es nur einen wahren GOTT gibt. Als solchem gebührt Ihm allein unsere Ehre und Anerkennung. Deshalb darf ein Mensch niemand anderes anbeten als Ihn. Alle anderen "Götter", die von Menschen verehrt werden, bezeichnet die Bibel als "Götzen" bzw. "Nichtse", da sie nichts anderes als ein Werk von Menschenhänden sind und weder sehen, noch hören noch irgendetwas tun können. Hinter diesen vermeintlichen Gottheiten verbergen sich in Wahrheit Dämonen, d.h. gefallene Engel, deren Absichten darin bestehen, GOTT die Ehre zu rauben. Die Anbetung falscher Götter nennt die Bibel "Götzendienst". Götzendienst ist in GOTTES Augen eine schwerwiegende Sünde, die von GOTT hart bestraft und mit einem Fluch belegt wird, wenn man sie nicht bereut.
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3. Vergöttlichung des Menschen
Psalm 8,5 f.
5 (...) was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass Du Dich seiner annimmst? 6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Ehre und Herrlichkeit hast Du ihn gekrönt.
Maleachi 3,6
6 Ich, der HERR, wandle mich nicht (...).
Jakobus 1,17
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis.
Mormonen glauben, dass Menschen durch ein sündenfreies Leben selbst zu "Göttern" werden können. Die Bibel lehrt, dass nur GOTT allmächtig und allwissend ist. Wir Menschen sind GOTTES Geschöpfe, die GOTT in Seinem Ebenbild erschaffen hat. Die irrige Vorstellung, dass sich Geschöpfe zu Göttern entwickeln könnten, ist heidnisch und eine Lüge des Teufels. Zugleich ist das Streben, GOTT gleich zu sein, die Ursünde aller Sünden. Durch eine List gelang es Satan, die ersten Menschen dazu zu bringen, von der verbotenen Frucht im Paradies zu essen. Doch ihr Versuch, wie GOTT zu werden, brachte ihnen und der gesamten Menschenheit den Tod. GOTT bleibt in Ewigkeit GOTT; ein Geschöpf hingegen bleibt immer ein Geschöpf.
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4. Das dreistufige Reich
Lukas 12,32
32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
Kolosser 1,13 f.
13 Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich Seines geliebten Sohnes, 14 in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
2. Petrus 1,10 f.
10 Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. 11 Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals straucheln, und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.
Offenbarung 21,1-4
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von GOTT aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte GOTTES bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Seine Völker sein, und Er selbst, GOTT mit ihnen, wird ihr GOTT sein; 4 und GOTT wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Mormonen lehren die jenseitige Existenz von drei Reichen der Herrlichkeit, in die Menschen nach der Auferstehung und dem Jüngsten Gericht gelangen. In welches der drei Reiche ein Mensch gelangt, hängt von seinem Lebenswandel auf Erden ab. Das höchste Reich (celestiale) ist für Menschen bestimmt, die an Jesus Christus glauben und seine Gebote halten und die "heiligen Handlungen", zu denen die sogenannte "Tempel-Eheschließung" gehört, empfangen haben, bei der Familien für die Ewigkeit vereint werden. Das mittlere Reich (terrestriale) ist für Menschen bestimmt, die moralisch gelebt, jedoch das Zeugnis Jesu nicht angenommen haben sowie für diejenigen, die im Glauben nicht so standhaft waren. Das dritte und niedrigste Reich (telestiale) ist für Menschen bestimmt, die das Evangelium abgelehnt und in Sünde gelebt haben, ohne verdammt zu sein. Diese sollen, nachdem sie eine Zeit lang in der "Hölle" bzw. dem "Gefängnis der Geister" geläutert worden sind, durch die Gnade Christi letztlich doch noch erlöst werden. Diese Lehre basiert auf der Vorstellung, dass jeder Mensch gemäß seinen Werken gerichtet wird. Die Bibel lehrt, dass alle Menschen, die an Jesus Christus glauben und ein gottesfürchtiges Leben führen, das Ewige Leben empfangen. Als Kinder GOTTES sind sie damit auch alle Erben von GOTTES Reich. Nirgends in der Heiligen Schrift findet sich ein Hinweis darauf, dass es im künftigen Reich GOTTES unterschiedliche Abstufungen gibt. Stattdessen heißt es ausdrücklich, dass alle Heiligen, die durch den Glauben an Jesus Christus erlöst worden sind, für immer gemeinsam in GOTTES Gegenwart leben werden. Der Apostel Paulus weist lediglich darauf hin, dass die Gläubigen unterschiedlichen Lohn empfangen werden, je nachdem, wieviel Eifer sie während ihres irdischen Daseins für GOTT gezeigt haben (1. Korinther 5,9-17). Dies sagt jedoch nichts darüber aus, dass es unterschiedliche Reiche gibt. Dass GOTT Menschen nach ihren Werken richtet, bedeutet, dass es zwei Ausgänge gibt, die ein Mensch nehmen kann: Während diejenigen, die an Jesus Christus glauben und gemäß ihrer Berufung leben, das Ewige Leben erlangen, werden alle, die GOTTES Rettung nicht angenommen bzw. die trotz ihres Bekenntnisses zu Jesus gottlos gelebt haben, in der Verdammnis enden werden (Römer 2,1-16). Eine zweite Chance nach dem Tod gibt es für niemanden. Zudem sagt Jesus, dass der Bund der Ehe zwischen Mann und Frau auf dieses Erdzeitalter beschränkt ist, während die Menschen in der Auferstehung weder heiraten noch verheiratet, sondern wie die Engel (d.h. unverheiratet) sein werden (Lukas 20,34-36).
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5. Gleichstellung anderer Schriften mit der Bibel
Sprüche 30,6
6 Tu nichts zu Seinen Worten hinzu, dass Er dich nicht zurechtweise und du als Lügner dastehst.
Johannes 17,17
17 Heilige sie in der Wahrheit; Dein Wort ist Wahrheit.
Mormonen gründen ihre Lehren maßgeblich auf das sogenannte Buch "Mormon", das nach einem "Propheten" namens Mormon benannt ist. Dieses Buch wird als unverzichtbarer Teil des Glaubens neben der Heiligen Schrift betrachtet. Die Bibel ist das von GOTT inspirierte und damit unfehlbare Wort GOTTES. Sie schließt mit dem Buch der Offenbarung, das eine Vorschau über die letzten Ereignisse dieser Weltzeit enthält, ab. Die Bibel ist die alleinige Grundlage des christlichen Glaubens. Sogenannte "Neuoffenbarungen", - wie im Falle des Buches "Mormon" - die im Widerspruch zur Lehre von Altem und Neuem Testament stehen, können nicht von GOTT stammen, da GOTT sich niemals selbst widersprechen würde. Sie sind als "Irrlehren" zu verurteilen und zu verwerfen.
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6. Die zwölf "Apostel"
2. Korinther 12,12
12 Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.
Epheser 2,19-21
19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und GOTTES Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und (alttestamentlichen) Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau
ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.
Das zweithöchste Gremium im Leitungsystem der Mormonen nach dem Präsidenten ist das sogenannte "Kollegium der Zwölf Apostel". Diese zwölf Apostel übernehmen für die gesamte Gemeinde, während sie selbst den Weisungen des "ersten Präseidenten" unterstehen. Beide Gremien werden von Mormonen als Propheten betrachtet, die göttliche Offenbarungen für die Gemeinde empfangen. Genau wie der erste Präsident sind auch die zwölf Apostel auf Lebenszeit eingesetzt. Die zwölf in der Bibel erwähnten Apostel wurden direkt von Jesus berufen und ausgesandt. Ihr Auftrag bestand darin, die frohe Botschaft zu verkünden, die ersten christlichen Gemeinden zu gründen sowie vertrauenswürdige Älteste als Aufseher über diese einzusetzen. Hierzu verlieh GOTT ihnen besondere Vollmachten. Diese zwölf Apostel bilden den Grund, auf dem die Gemeinde GOTTES aufgebaut ist. Mit ihnen endet zugleich das Apostelamt. Dies heißt im Umkehrschluss, dass es keine Apostel mehr gibt. Diejenigen, die sich heutzutage selbst als "Apostel" bezeichnen, sind falsche Apostel, da sie nicht von Jesus persönlich eingesetzt sind. Zudem erklärt Paulus, dass ein echter Apostel sich durch Zeichen und Wunder (keine Scheinwunder - siehe Charismatik) ausweist, die in der Kraft des Heiligen Geistes gewirkt sind und die sowohl zur Bekräftigung des Evangeliums als auch seiner eigenen Autorität als Apostel dienen.
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7. Lehre von der "ewigen Materie"
1. Mose 1,1
1 Im Anfang schuf GOTT Himmel und Erde.
Psalm 90,2
2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Mormonen betrachten Materie und Intelligenz als ewig und unerschaffen. GOTT, der Vater gilt nicht als der allmächtige Schöpfer, sondern lediglich als "höchster Baumeister und Organisator", der die ewige Materie in Form und Ordnung gebracht hat. Die Bibel lehrt, dass alles, was existiert, von GOTT erschaffen wurde. Dazu gehört auch sämtliche Materie im gesamten Universum. GOTT ist der Einzige, der ohne Anfang ist und der schon immer existiert hat. Er ist es, der allem Seine Ordnung gibt und sie aufrecht erhält. Folglich gibt es nichts, das ohne GOTT bestehen kann; auch keine Materie. Die Tatsache, dass GOTT der Schöpfer aller Dinge ist, macht Ihn erst zu GOTT.
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8. Mehrehen
Lukas 16,18
18 Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht die Ehe; und wer die von ihrem Mann Geschiedene heiratet, der bricht auch die Ehe.
Bis 1890 wurde die Polygamie (= Mehrehe) von den Führern der Mormonen als göttliches Gebot gelehrt und praktiziert. Auf diese Weise sollten "rechtschaffene Nachkommen" gezeugt werden. Diese sind jedoch seit 1890 infolge staatlichen Drucks offiziell verboten. Allein diese Tatsache zeigt, dass das ursprüngliche Gebot nicht von GOTT stammen kann. GOTTES Plan für die Ehe sieht vor, dass sich jeweils ein Mann und eine Frau aneinander binden. Während GOTT im alten Bund Mehrehen, d.h. die Ehe zwischen einem Mann und mehreren Frauen, eine Zeit lang duldete, hat Jesus den ursprünglichen Willen GOTTES wieder zum Maßstab für die Ehe gemacht. Seit dem haben Mehrehen, wie Mormonen sie praktizieren, keinen Bestand mehr vor GOTT. Wenn also ein Mann sich mehr als eine Frau nimmt bzw. mit mehreren Frauen sexuell verkehrt, begeht er eine Sünde. In verschiedenen Kulturen sind Mehrehen heute noch üblich. Wenn ein Mann, der mit mehreren Frauen verheiratet ist, zum Glauben kommt, so bleibt nur die Ehe zu seiner ersten Frau gültig. Alle übrigen Bindungen sind als aufgehoben zu betrachten und jeglicher sexueller Verkehr ist einzustellen. Die betreffenden Frauen wiederum sind frei, sich neu zu binden. Sollten Kinder vorhanden sein, sollten diese weiterhin vom leiblichen Vater finanziell versorgt werden, solange die Mutter allein lebt. Sofern die nun ledigen Frauen gläubig sind, hat die Gemeinde für sie zu sorgen.