
Wohlstandsevangelium
5. Mose 14,22-29
22 Du sollst Jahr für Jahr den Zehnten abgeben von allem Ertrag deiner Saat, der aus dem Acker kommt, 23 und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem GOTT, an der Stätte, die er erwählt, dass sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du fürchten lernst den HERRN, deinen GOTT, allezeit. 24 Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, dass du’s nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern ist, die der HERR, dein GOTT, erwählen wird, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der HERR, dein GOTT, dich gesegnet hat, 25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die Stätte, die der HERR, dein GOTT, erwählen wird, 26 und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, Bier oder für alles, was dein Herz wünscht, und iss dort vor dem HERRN, deinem GOTT, und sei fröhlich, du und dein Haus 27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir. 28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. 29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf dass dich der HERR, dein GOTT, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.
Das alttestamentliche Gebot, den Zehnten zu geben, wie es das mosaische Gesetz vorsah, war an das Volk Israel adressiert. Es betraf ausdrücklich den landwirtschaftlichen Ertrag einer Person und war als Opfer für GOTT vorgesehen. Alternativ war es aus logistischen Gründen auch möglich, durch Geld Opfergaben zu erwerben und diese GOTT darzubringen. Zudem war es nur für bestimmte Zeiten angeordnet und sollte in erster Linie den Leviten, die den priesterlichen Dienst verrichteten und welche im Gegensatz zu allen anderen Stämmen Israels kein eigenes Land als Erbteil hatten, sowie bedürftigen Menschen (z.B. Waisen und Witwen) zugutekommen.
Maleachi 3,8-10
8 Ist’s recht, dass ein Mensch GOTT betrügt? Doch ihr betrügt mich. Ihr aber sprecht: »Womit betrügen wir Dich?« Mit dem Zehnten und der Abgabe! 9 Ihr seid verflucht, mich betrügt ihr allesamt. 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.
Auch an dieser Stelle bezieht sich der Begriff "Zehnter" auf den Ertrag der Ernte und nicht auf finanzielles Vermögen. Der hier genannte Segen bezieht sich wiederum auf eine reiche Ernte und nicht auf materiellen Reichtum. Das Gebot vom Zehnten hat nichts mit der heutigen Tradition zu tun, Abgaben an die Kirche zu leisten und ist in keiner Weise darauf übertragbar. Besonders verwerflich ist die Irrlehre, wonach Gebetserhörungen, Krankenheilungen, Befreiung von Dämonen oder das Brechen von Flüchen von der Höhe der bezahlten Geldsumme einer Person an die Kirche abhängen würde. In Wahrheit lässt sich GOTTES Gunst und Gnade nicht erkaufen.
Psalm 37,4
4 Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.
Die Bibel lehrt, dass jeder Mensch nach einem gottgefälligen Leben streben soll. Die Grundlage hierfür ist GOTTES Wort. Wer GOTT von ganzem Herzen liebt und Ihn an erste Stelle stellt, wird von GOTT gesegnet sein. Wer hingegen nach materiellem Besitz strebt, zeigt, dass dieser ihm wichtiger ist als GOTT.
Sprüche 3,9
9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens.
Dieses Gebot bezieht sich ebenfalls auf das Volk Israel während des alten Bundes. Auch hier geht es nicht um Spenden an die Kirche, sondern um Opfergaben aus eigenen landwirtschaftlichen Erträgen.
Sprüche 22,4
4 Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.
Während Segen von GOTT im alten Bund oft an Vermögen und materiellen Gütern gemessen wurde, besteht der wahre Segen für Gläubige im neuen Bund darin, an GOTTES Verheißungen im Hinblick auf das ewige Leben in GOTTES künftigem Königreich teilhaben zu dürfen. Christen sollen nicht nach irdischem Wohlstand streben, sondern ein bescheidenes und frommes Leben in Demut und Gottesfurcht führen. Gleichzeitig sollen sie ihre Zeit dafür nutzen, so viele Menschen wie möglich für Christus zu gewinnen, damit auch sie an GOTTES Erbe teilhaben können.
Sprüche 23,4 f.
4 Bemühe dich nicht, reich zu werden; da spare deine Klugheit! 5 Du richtest deine Augen auf Reichtum, und er ist nicht mehr da; denn er macht sich Flügel wie ein Adler und fliegt gen Himmel.
Matthäus 6,19-21
19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Die Bibel mahnt, nicht nach Reichtum zu trachten, da dieser unsicher und vergänglich ist. Entscheidend ist nicht, wie viel jemand hat, sondern wofür wir das, was wir haben, gebrauchen. Statt immer mehr Besitz anzuhäufen, fordert Jesus alle Menschen dazu auf, sich Schätze im Himmel zu sammeln, d.h. Gutes zu tun und für andere da zu sein. Denn daran hat GOTT Gefallen. Dazu gehört auch, unseren Besitz mit Glaubensgeschwistern und bedürftigen Menschen zu teilen. GOTT möchte, das wir Ihn von ganzem Herzen lieben. Weil GOTT unser Herz kennt, weiß Er ganz genau, ob es Dinge in unserem Leben gibt, die wir mehr lieben als GOTT. Darum ist jeder Mensch aufgefordert, sich aufrichtig vor GOTT zu prüfen. Denn im Gegensatz zu Menschen lässt GOTT sich nicht täuschen
Prediger 5,10
10 Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt, und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben. Das ist auch eitel.
Die Bibel warnt, dass materieller Reichtum zur Habsucht verleiten kann. Das Streben nach Reichtum bezeichnet die Heilige Schrift als eitel bzw. nichtig, d.h. nutzlos.
Prediger 5,18
18 Denn wenn GOTT einem Menschen Reichtum und Güter gibt und lässt ihn davon essen und trinken und sein Teil nehmen und fröhlich sein bei seinem Mühen, so ist das eine Gottesgabe.
Reichtum ist eine Gabe GOTTES und ein Ausdruck Seiner Güte. Gleichzeitig macht Reichtum an sich eine Person weder angesehen noch wohlgefällig vor GOTT. GOTT segnet Menschen auf ganz unterschiedliche Weise. Daher sagt materieller Besitz nicht das geringste über den Glauben oder die Gottesbeziehung eines Menschen aus.
Maleachi 3,10
10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.
Der Segen, von dem hier die Rede ist, ist eine reiche Ernte für GOTTES Volk. Es geht nicht ausdrücklich um finanziellen Reichtum. Heutzutage besitzen die wenigsten Christen eigenes Land, welches sie bebauen können. Auf den neuen Bund übertragen, bedeutet dieses Wort, dass Gläubige in jedem Augenblick ihres Lebens mit GOTTES uneingeschränkter Fürsorge rechnen zu können.
Matthäus 6,24
24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht GOTT dienen und dem Mammon.
Jesus warnt, dass Reichtum (hebräisch: mammon) für Menschen zu einem Götzen (= Ersatzgott) werden kann. Wer sein Herz an sein Vermögen hängt, kann nicht gleichzeitig dem wahren GOTT dienen.
Matthäus 19:16-26
16 Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? 17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der Eine. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18 Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter«; und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« 20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? 21 Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! 22 Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter. 23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. 24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich GOTTES komme. 25 Da das die Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? 26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist’s unmöglich; aber bei GOTT sind alle Dinge möglich.
Jesus lehrte nicht, dass es Sünde ist, vermögend zu sein, noch, dass es für reiche Menschen grundsätzlich unmöglich wäre, in GOTTES Reich zu kommen. Ebenso wenig verlangt GOTT von jedem Christen, seinen ganzen Besitz zu verschenken, um Jesus nachfolgen zu können. Worauf es GOTT in erster Linie ankommt, ist unsere Herzenshaltung. Für einen gläubigen Menschen sollte GOTT über allem anderen stehen. Wahrer Reichtum lässt sich nicht an materiellen Gütern messen, sondern kommt aus der Gemeinschaft mit GOTT; unabhängig davon, wie viel jemand besitzt. Schließlich ist GOTT der Geber aller guten Gaben. Auch wenn GOTT gütig ist und seine Kinder gern beschenkt, sollte eine Gabe niemals wichtiger sein als der Geber. Genau dies war das Problem des reichen Jünglings. GOTT hatte ihn mit vielen Gütern gesegnet. Doch obgleich er GOTTES Gebote befolgte, liebte er GOTT nicht von ganzem Herzen. In Wahrheit hing sein Herz an seinem materiellen Besitz. Dieser war ihm wichtiger, als Jesus nachzufolgen. Jesu Aufforderung, mit der er den selbstsicheren Jüngling auf die Probe stellte, machte dies offenbar.
Jesus warnte seine Jünger, dass Reichtum das Herz eines Menschen von GOTT abwenden und ihm den Zugang zum Himmelreich verschließen kann; so, wie es beim reichen Jüngling der Fall war.
Wer Jesus nachfolgen will, muss sich selbst verleugnen. Das bedeutet, er muss bereit sein, alles aufzugeben, wenn es GOTTES Wille ist (wenn nötig, auch seinen Besitz). Er darf keine Bedingungen stellen oder an irgendetwas hängen. Nur dann kann GOTT ihn uneingeschränkt für Seinen Dienst gebrauchen. Wer Jesus hingegen nur halbherzig folgt bzw. irgendetwas über GOTT stellt, dessen Dienst hat vor GOTT keinen Wert.
Lukas 6,38
38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.
Dieser Vers ist keine Formel, wie man reich wird, sondern soll verdeutlichen, dass GOTT großzügig gegenüber uns Menschen ist und deshalb von Seinen Kindern erwartet, dass sie gegenüber anderen ebenfalls großzügig sind. Dabei geht es nicht ausschließlich um Geldleistungen, sondern um gute Werke im Allgemeinen. Wer von Herzen gibt, darf fest damit rechnen, dass GOTT auch ihm zur Genüge geben wird, sodass er an nichts Mangel haben wird. Je mehr GOTT einem Menschen gibt, umso mehr kann er das, was er empfangen hat, zum Wohle anderer gebrauchen. Wer GOTTES Gaben stattdessen nur für sich selbst nutzt, dessen Glaube bleibt fruchtleer.
Lukas 12,15-21
15 Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat. 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen. 17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. 18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Güter 19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! 20 Aber GOTT sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast? 21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei GOTT.
Die Bibel warnt eindringlich vor jeder Art von Gier. Anhand eines Gleichnisses zeigt Jesus, dass materieller Reichtum niemals die Grundlage unseres Lebens sein darf, da unser Fundament immer und ausschließlich GOTT sein muss. Er ist es, von dem alles kommt und dem alle Ehre gebührt. Wer sein Herz jedoch an sein Vermögen hängt, dem kann es unter Umständen genauso ergehen wie dem reichen Kornbauern im Gleichnis von Jesus.
Apostelgeschichte 2,44 f.
44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. 45 Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.
Apostelgeschichte 4,32
32 Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.
Die Apostelgeschichte gibt uns einen Einblick in das Leben der ersten Christen. Dieses war u.a. von einer gemeinnützigen Gütergemeinschaft der Gläubigen gekennzeichnet. Es heißt, dass kein Glied der Gemeinde seinen Besitz für sich selbst beanspruchte, sondern dass alle Gläubigen sämtliche Güter als Gemeinschaftseigentum betrachteten. Die Apostel fungierten dabei als Verwalter, um das Geld den persönlichen Bedürfnissen der Heiligen entsprechend zu verteilen. Niemand von ihnen hatte im Sinn, sich persönlich zu bereichern. Diese selbstlose Gesinnung, die von Liebe und wahrem Glauben zeugt, ist das Gegenteil von Habgier und Eigennutz, wie er bei vielen Wohlstandspredigern zu Tage tritt. Diese versuchen, die Gläubigen durch leere Versprechen zu Spenden für ihr "Missionswerk" zu animieren, die in den meisten Fällen nur ihr privates Vermögen mehren.
Apostelgeschichte 3,6
6 Doch Petrus sagte: "Silber und Gold habe ich nicht. Aber was ich habe, werde ich dir geben: Im Namen von Jesus aus Nazaret, dem Messias: Steh auf und geh!
Weder Jesus noch seine Apostel waren vermögend. Doch obwohl sie selbst nicht viel besaßen, konnten sie viele Menschen beschenken und durch das Evangelium reich machen. Ihr genügsamer Lebenswandel sollte allen Christen - damals wie heute - als Vorbild dienen.
Apostelgeschichte 20,33-35
33 Ich habe von niemandem Silber oder Gold oder Kleidung begehrt. 34 Denn ihr wisst selber, dass mir diese Hände zum Unterhalt gedient haben, mir und denen, die mit mir gewesen sind. 35 Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.
Paulus erklärt, dass der Fokus jedes Gläubigen auf dem Geben statt auf dem Nehmen liegen sollte, da hierin wahrer Segen liegt. Wer nur gibt, um noch mehr zu empfangen, offenbart, dass sein Handeln in Wahrheit von Eigennutz statt von selbstloser Liebe bestimmt ist. Zudem ist diese Art von "Freigiebigkeit" in höchstem Maße verlogen. Alles, was nicht aus Liebe geschieht, hat vor GOTT keinen Wert.
1. Korinther 6,9 f.
9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich GOTTES nicht ererben werden? 10 Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich GOTTES ererben.
Epheser 5,3
3 Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört.
Kolosser 3,5
5 So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.
1. Timotheus 6,9-11
9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. 10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen. 11 Aber du, Mensch GOTTES, fliehe das!
Die Bibel lehrt, dass die Gier nach Geld etwas Schändliches ist, weil sie Menschen zum Abfall und damit ins Verderben führt. Paulus warnt, dass habgierige Menschen keinen Anteil am Reich GOTTES haben werden, da sie in Wahrheit nicht GOTT, sondern dem Mammon und damit einem falschen "Gott" dienen. Dies bezeichnet die Bibel als "Götzendienst". Eine solche Gesinnung ist fleischlich und genauso verwerflich wie Unzucht, Ehebruch oder Diebstahl. Darum sollen Christen dem entfliehen.
2. Korinther 6,3 f. + 10
3 Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit dieser Dienst nicht verlästert werde; 4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener GOTTES: (...) 10 als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.
Paulus zeigt, dass man nicht viel besitzen muss, um andere glücklich machen zu können. Der größte Schatz, den ein Christ besitzt, ist sein Glaube und seine Hoffnung auf dass ewige Leben. Indem Christen die frohe Botschaft vom Reich GOTTES verkünden, können auch andere Menschen an diesem unvergänglichen Schatz teilhaben.
2. Korinther 9,5-12
5 So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, dass sie voranzögen zu euch, um eure angekündigte Segensgabe vorher bereitzustellen, sodass sie bereitliegt als eine Gabe des Segens und nicht des Geizes. 6 Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. 7 Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat GOTT lieb. 8 GOTT aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; 9 wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.« 10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Lauterkeit, die durch uns wirkt Danksagung an GOTT. 12 Denn der Dienst dieser Sammlung füllt nicht allein aus, woran es den Heiligen mangelt, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele GOTT danken.
Auch hier liegt der Fokus auf dem Geben. Paulus erklärt, dass das Teilen mit Bedürftigen sowohl anderen als auch dem Geber selbst großen Segen bringt; nicht in Form von wachsendem Vermögen, sondern indem wir in Notzeiten mit der Hilfe von anderen rechnen können. Alles, was GOTT uns gibt, sollen wir dazu verwenden, um damit einander in Liebe zu dienen und Gutes zu tun. Auf diese Weise können Menschen GOTTES Güte und Gnade erfahren und dem himmlischen Vater dafür Ehre und Dank erweisen. Der Sinn des Gebens besteht nicht darin, reich(er) zu werden. Ein solches Denken ist verkehrt und steht im Widerspruch zum Wesen der Liebe. Güte bzw. Freigiebigkeit ist eine Frucht des Geistes. Das Gegenteil davon sind Habsucht und Geiz. Deshalb soll ein Christ freiwillig (nicht widerwillig) und von Herzen geben. Verpflichtende Abgaben, wie sie in den allermeisten Kirchen üblich sind, sind nicht in GOTTES Sinn.
Galater 6,6
6 Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.
Paulus weist darauf hin, dass Gläubige verpflichtet sind, füreinander zu sorgen. Dazu gehört, zum Lebensunterhalt derer beizutragen, die in der Gemeinde als Lehrer dienen und kein eigenes Einkommen haben. Hier geht es nicht um ein festes Gehalt, sondern um eine Gabe. Wie viel ein Christ geben sollte, bemisst sich am individuellen Bedarf einer Person. Das großzügige Einkommen mancher Pfarrer und Pastoren geht oft weit über den Eigenbedarf hinaus und führt nicht selten zu einem ausufernden Lebensstil.
Philipper 4,10-12
10 Ich bin aber hocherfreut in dem Herrn, dass ihr wieder eifrig geworden seid, für mich zu sorgen; ihr wart zwar immer darauf bedacht, aber die Zeit hat’s nicht zugelassen. 11 Ich sage das nicht, weil ich Mangel leide; denn ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wie’s mir auch geht. 12 Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden.
1. Timotheus 6,6-8
6 Ein großer Gewinn aber ist die Frömmigkeit zusammen mit Genügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. 8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen.
Hebräer 13,5
5 Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.«
Paulus erklärt, dass sich Gläubige mit Nahrung und Kleidung begnügen sollen. Er selbst lebte es uns vor. Diese Grundhaltung steht im Gegensatz zum luxuriösen und ausschweifenden Lebensstil, den die meisten Vertreter des Wohlstandevangeliums an den Tag legen. Das, was ein Christ an Überfluss hat, sollte er fruchtbringend zum Nutzen anderer einsetzen, anstatt immer mehr Vermögen für sich selbst zu sammeln. In diesem Zusammenhang bezeichnet Paulus Genügsamkeit als großen Gewinn. Vermögend zu sein, ist nicht zwingend von Vorteil, wie mancher glaubt. Im Gegenteil: Reichtum verleitet zur Habgier, die Götzendienst ist und Menschen von GOTT wegführt. Wer hingegen wenig hat, kann GOTT frei und mit ungeteiltem Herzen dienen. Zugleich kann er sich zu jeder Zeit darauf verlassen, dass GOTT ihn mit allem Nötigen versorgen wird. Denn das Leben eines jeden Menschen hängt nicht von seinem Besitz, sondern einzig und allein von GOTT ab.
1. Timotheus 6,17-19
17 Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf GOTT, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, zum Teilen bereit sind 19 und sich selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.
Paulus fordert reiche Menschen dazu auf, freigiebig zu sein, damit ihr Besitz auch anderen zugute kommt. Auf diese Weise können sie sich Schätze im Himmel sammeln, für die GOTT sie in der Auferstehung belohnen wird. Wer jedoch nur an sich denkt, statt mit anderen zu teilen, wird keinerlei Nutzen davon haben; weder jetzt noch in der Auferstehung.
2. Petrus 2,1-3
1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie losgekauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. 2 Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. 3 Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Urteil über sie wirkt seit Langem, und ihr Verderben schläft nicht.
Diese Warnungen treffen exakt auf die Vertreter des Wohlstandevangeliums zu. Zu Ihnen gehören Personen wie Kenneth Copeland, Kenneth Hagin, Joyce Meyer, Paula White, Joel Osteen, Benny Hinn, Todd White, Passion Java und viele mehr. Sie präsentieren sich selbst als Apostel, Propheten und Lehrer. Sie leben in ausschweifendem Luxus und missbrauchen GOTTES Wort, um ihren fleischlichen Lebensstil zu rechtfertigen. Sie reden viel von GOTT und Jesus, wähend sie ihn durch ihre Art zu leben verleugnen. Viele von ihnen haben ein eigenes Missionsunternehmen. Sie reisen um die ganze Welt und veranstalten öffentliche Auftritte, bei denen sie ihre verderblichen Lehren verbreiten. Sie sitzen in Sendungen wie der Sid-Roth-Show, erzählen frei erfundene Geschichten von angeblichen Begegnungen mit Jesus, Engeln und anderen übernatürlichen Erlebnissen, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen. Dabei geht es ihnen vor allem darum, ihre Bücher zu verkaufen, durch die sie leichtgläubigen Menschen den Zugang zu besonderen spirituellen Erfahrungen versprechen. Dazu bieten sie auch Seminare zu horänten Preisen an, um den Leuten ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Manche besitzen sogar einen eigenen Online-Shop. Genau wie Satan vermischen sie Wahrheit mit Lügen, um Menschen hinters Licht zu führen und sich auf Kosten anderer finanziell zu bereichern. Obwohl sie sich als Männer und Frauen GOTTES ausgeben, sind sie in Wirklichkeit einzig und allein von Habgier und Selbstsucht bestimmt. Bedauerlicherweise folgen viele ihren Lehren und ihrem verderblichen Lebenswandel.
Die Bibel lehrt, dass diese Menschen in der Verdammnis enden werden. Jeder wahre Christ ist daher aufgerufen, solche Personen konsequent zu meiden und sie als falsche Propheten und Lehrer zu entlarven.
Jakobus 1,9-11
9 Der Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Höhe; 10 wer aber reich ist, rühme sich seiner Niedrigkeit, denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. 11 Die Sonne geht auf mit ihrer Hitze und das Gras verwelkt, und die Blume fällt ab und ihre schöne Gestalt verdirbt: So wird auch der Reiche dahinwelken in dem, was er unternimmt.
Judas erklärt, dass reiche Menschen von GOTT in keiner Weise bevorzugt werden. GOTT belohnt Menschen, die ihm demütig und mit ungeteiltem Herzen dienen. Irdischer Reichtum hingegen ist vergänglich und bringt einem Menschen im Hinblick auf GOTT keinerlei Nutzen.