
Glaube ohne Werke - Seite 1
1. Was bedeutet Glaube?
2. Was bedeutet geistliche Wiedergeburt?
3. Wozu ist Jesus in die Welt gekommen?
4. Was ist Glaubensgerechtigkeit?
5. Kommentar zu Bibelversen über Glauben
6. Bibelzitate über Werke
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1. Was bedeutet Glaube?
Glaube = Erkenntnis, dass GOTT, der Vater der allein wahre GOTT und Jesus der Christus (= Sohn GOTTES) ist
Johannes 8,24 / Johannes 17,3 Johannes 20,31
Glaube = Für-Wahr-Halten, dass Jesus am Kreuz gestorben ist und dass GOTT Jesus von den Toten auferweckt hat
Römer 10,9 f. / 1. Korinther 11,26
Glaube = Bekenntnis, dass Jesus Herr ist
Römer 10,9 f.
Glaube = Vertrauen in GOTTES Zusagen: Ewiges Leben durch Jesus
Johannes 3,16 + 36
Glaube = Entscheidung, Jesus nachzufolgen
Lukas 14,26 + 33 / 1. Johannes 2,4-6
Glaube = Gehorsam gegenüber Jesus und seinen Geboten
Matthäus 7,21 / Lukas 6,46 / Johannes 14,15
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2. Was bedeutet geistliche Wiedergeburt?
Es bedeutet, eine neue Schöpfung / ein neuer Mensch zu sein
2. Korinther 5,17 / Epheser 4,24
Es bedeutet, heilig, d.h. in Übereinstimmung mit GOTTES Wort und Willen zu leben und das Böse / die Sünde zu meiden
2. Timotheus 2,21 / 1. Johannes 5,18
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3. Wozu ist Jesus in die Welt gekommen?
Jesus kam, um unsere Schuld durch seinen Tod zu sühnen und uns vom Tod zu erlösen
Johannes 3,16 f. / 1. Johannes 2,2
Jesus kam, um uns aus der Knechtschaft der Sünde zu befreien
Johannes 8,36 / 1. Johannes 3,1-6
Jesus kam, um uns den ganzen Willen GOTTES zu offenbaren und Menschen zur Buße zu rufen
Johannes 1,17 / Lukas 5,32
Jesus kam, um uns vorzuleben, wie wir leben sollen
Johannes 14,6
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4. Was ist Glaubensgerechtigkeit?
Werksgerechtigkeit: Werke → keine Gnade
* Gerechtigkeit aus Befolgen des Gesetzes
* Erlösung als Lohn für Lebenswandel
* Gesetz aus eigener Kraft erfüllbar (→ kein Sühnopfer nötig)
* Buße genügt für Vergebung
Falsche Glaubensgerechtigkeit: Gnade → keine Werke
* Gerechtigkeit aus Glauben an Jesus
* Glaube als Lippenbekenntnis zur Person Jesu
* Vergebung und Erlösung aus Gnade (→ ohne eigene Werke)
* Gesetz kann nicht erfüllt werden (→ Sühnopfer nötig)
* Jesus hat alles für mich getan → ich brauche nichts mehr zu tun
* keine Buße, keine Heiligung notwendig
* Gnade bleibt unabhängig von meinem Lebenswandel
* künftige Sünden (auch mutwillige) sind durch Jesu Opfer vergeben
Echte Glaubensgerechtigkeit: Gnade → Werke
* Gerechtigkeit aus Glauben an Jesus
* Glaube = Bekenntnis + Entscheidung zur Nachfolge Jesu (→ Gehorsam)
* Gesetz erfüllbar, doch faktisch nicht erfüllt (→ Sühnopfer nötig)
* Vergebung und Erlösung aus Gnade (→ ohne eigene Werke)
* Jesus hat wichtigsten Teil getan → ich bin schuldig, ihm zu folgen
* Buße und Heiligung notwendig als Konsequenz der Gnade
* Gnade bleibt, wenn ich von ganzem Herzen GOTTES Willen tue
* künftige Sünden können bei Reue und Buße vergeben werden (außer mutwillige)
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5. Kommentar zu Bibelversen über Glauben
Hebräer 11,6
6 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Dies ist nicht die vollständige Definition des Begriffs Glaube, sondern nur ein Teil davon. Hier liegt der Fokus auf dem Vertrauen, dass GOTT Seine Zusagen, die Er uns in Seinem Wort gibt, erfüllen wird. Ein anderer ebenso wichtiger Aspekt des Glaubens, ist der Gehorsam gegenüber GOTT und Seinen Geboten, wie es aus etlichen Aussagen im Neuen Testament hervorgeht. Glaube und Handeln sind eng miteinander Handeln verknüpft. Glaube, der sich nicht auf unser Handeln auswirkt, bleibt fruchtlos. GOTT möchte, dass die Menschen auf Seinen Messias hören und seine Worte befolgen (Matthäus 17,5 / Johannes 8,31). Wer zu Jesus gehören will, muss bereit sein, seinem Beispiel zu folgen (1. Johannes 2,3-6). Ein bloßes Bekenntnis zu Jesus reicht nicht aus. Nur wer tut, was Jesus sagt, liebt Jesus wirklich (Johannes 13,35 / Johannes 14,15). Dessen Glaube steht auf einem festen Fundament (Matthäus 7,24-27). Wer Jesus nicht gehorsam ist, kann nicht sein Freund sein (Johannes 15,14). Jakobus erklärt, dass Christen Täter des Wortes sein sollen und dass jeder, der nicht gemäß GOTTES Wort handelt, sich selbst betrügt (Jakobus 1,22-25).
Johannes 5,24
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das Ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Die Zusage, Ewiges Leben zu haben, ist an die Bereitschaft zur Buße und den Gehorsam gegenüber GOTTES Willen geknüpft. Auf diese Weise bleiben wir mit Jesus verbunden und die Zusage, dass wir von Tod und Gericht erlöst sind, bestehen. Wer nicht mit Jesus verbunden bleibt, indem er mutwillig sündigt oder einer anderen Heilslehre folgt, erfüllt die oben genannten Bedingungen nicht. Folglich kann eine solche Person kein ewiges Leben haben.
Johannes 10,27-29
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Was mir mein Vater gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann es aus des Vaters Hand reißen.
Jesus sagt nicht, dass es unmöglich wäre, das Ewige Leben zu verlieren, sondern erklärt lediglich, dass keine Person oder äußere Macht einen Gläubigen gegen seinen Willen von ihm und GOTT trennen kann. Dies bedeutet nicht, dass ein Christ nicht bewusst vom Glauben abfallen oder durch vorsätzliches Sündigen verloren gehen kann, wie anderen Textstellen deutlich machen. Zudem betont Jesus, dass nur diejenigen zu seinen Schafen gehören, die auf seine Stimme hören und ihm folgen. Jesus zu folgen, bedeutet, sein ganzes Leben in seinen Dienst zu stellen und sich an seine Lehre zu halten. Ihnen gilt die Zusage, dass sie Ewiges Leben haben und nicht mehr umkommen werden. Menschen, für die Glaube nichts weiter als ein Lippenbekenntnis oder eine religiöse Tradition ohne erkennbare Frucht im Leben ist, sind hiervon ausgenommen.
Apostelgeschichte 16,30-32
30 Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? 31 Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! 32 Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren.
Glaube meint immer Vertrauen und Gehorsam. Auf die Frage, wie man gerettet werden kann, erklären Paulus und Silas dem Gefängniswärter, dass er Jesus als seinen Erlöser annehmen muss. Im nachfolgenden Vers heißt es, dass die Apostel ihm und seinen Angehörigen das Wort verkündeten, was wiederum ein zentraler Bestandteil des Glaubens ist. Dies verdeutlicht, dass Glaube über ein Bekenntnis bzw. ein Für-Wahr-Halten hinaus geht. Im Zentrum des Evangeliums geht es 1. um die Person Jesu, 2. um das Erlösungswerk Jesu, 3. um die Lehre und Nachfolge Jesu. Diese drei Dinge, die untrennbar zusammenhängen, bringen Ewiges Leben.
Römer 1,17
17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor GOTT gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«
Paulus erklärt, dass Christen nicht nur glauben, sondern aus Glauben leben sollen. Das bedeutet, dass ihrem Bekenntnis zu Jesus Werke folgen müssen, die den Glauben bezeugen. Das Evangelium umfasst neben dem Erlösungswerk Christi auch den Aufruf zur Buße. Im selben Kapitel erläutert Paulus, dass GOTTES Zorn diejenigen treffen wird, die Seinen Willen ignorieren und die Wahrheit mit Lüge vertauschen. Das betrifft auch alle, die sich Christen nennen. Denn ein Bekenntnis zu Jesus allein rettet niemanden (Jakobus 2,14-26).
Römer 3,20
20 Denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch vor ihm gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Hier kommt es auf die richtige Lesart an: Es heißt nicht, dass es prinzipiell unmöglich wäre, durch das Gesetz gerecht zu werden. Schließlich ist jeder Mensch im Ebenbild GOTTES und damit für ein heiliges und sündloses Leben geschaffen. Jesus, der selbst Mensch ist, hat es vorgemacht und das Gesetz erfüllt. GOTT erwartete von Anfang an, dass die Menschen Sein Gesetz befolgen. Paulus erklärt jedoch, dass alle Menschen faktisch gegen GOTTES Gebote verstoßen haben und deshalb nicht vor GOTT gerecht werden können, da jede Übertretung des Gesetzes den Tod als gerechte Strafe nach sich zieht. GOTT gab Israel das Gesetz, um diese Tatsache deutlich zu machen. Alle Menschen seit Adam und Eva haben GOTTES Gebote übertreten und damit GOTTES Gerechtigkeit verfehlt. Es gab viele fromme Personen wie Noah, Hiob, Samuel oder Daniel. Doch keiner von ihnen war ohne Sünde. Darum mussten sie sterben. Um erlöst werden zu können, bedurfte es der Gnade GOTTES, die Er durch das Erlösungswerk Jesu offenbarte.
Römer 3,21-26
21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor GOTT gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor GOTT, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: 23 Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor GOTT haben sollen, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. 25 Den hat GOTT für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden 26 in der Zeit der Geduld GOTTES, um nun, in dieser Zeit, Seine Gerechtigkeit zu erweisen, auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
Das Gesetz ist der Maßstab für GOTTES Gerechtigkeit. Doch weil bis dahin niemand diesem Maßstab gerecht wurde, sandte GOTT Seinen Sohn Jesus, der duch seinen gerechten Lebenswandel und seinen Tod am Kreuz beide Forderungen des Gesetzes erfüllte, nämlich 1. Gerechtigkeit durch das Halten der Gebote sowie 2. (stellvertretender) Tod als Strafe für die Übertretung der Gebote. Auf diese Weise konnte Jesus alle bisherigen Sünden der Menschen sühnen. Mit anderen Worten: Jesu Gerechtigkeit und Tod sind der Ausgleich für unsere (bisherigen) Übertretungen.
Römer 3,27-31
27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28 So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. 29 Oder ist GOTT allein der GOTT der Juden? Ist er nicht auch der GOTT der Heiden? Ja gewiss, auch der Heiden. 30 Denn es ist der eine GOTT, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Heiden durch den Glauben. 31 Wie? Heben wir das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf.
Weil alle Menschen (außer Jesus) GOTTES Gebote gebrochen haben, kann niemand durch das Halten des Gesetzes erlöst werden. Denn dies würde erfordern, das ganze Gesetz von Anfang an zu halten. Weil Jesus das Gesetz für uns erfüllt hat, müssen wir diesen Anspruch nicht mehr erfüllen, um erlöst zu werden. Damit ist das Gesetz jedoch nicht aufgehoben, wie Paulus ausdrücklich erklärt. Im Gegenteil: GOTTES Gebote behalten ihre Gültigkeit und bleiben auch weiterhin der Maßstab für unser Leben.
Römer 4,1-8
1 Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? 2 Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor GOTT. 3 Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat GOTT geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.« 4 Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern weil er ihm zusteht. 5 Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. 6 Wie ja auch David den Menschen seligpreist, dem GOTT zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke: 7 »Selig sind die, denen die Ungerechtigkeiten vergeben und denen die Sünden bedeckt sind! 8 Selig ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht zurechnet!«
Abraham war ein sündiger Mensch. Auch er hat wie alle anderen Menschen GOTTES Gebote übertreten. Deshalb konnte Abraham nicht aus Werken gerechtfertigt werden. Insofern war er auf GOTTES Gnade und Vergebung angewiesen. Weil Abraham GOTT vertraute und bereit war, ihm zu folgen, wurde es ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Insofern kommt Abrahams Rechtfertigung aus dem Glauben und nicht aus Werken. Gleichzeitig bezeugt Abrahams Gehorsam seinen Glauben, als er auf GOTTES Befehl hin seinen Sohn Isaak als Opfer darbrachte (Jakobus 2,21-24). Ohne diesen Gehorsam wäre sein Glaube wertlos.
Römer 4,14-16
14 Denn wenn jene, die aus dem Gesetz leben, Erben sind, dann ist der Glaube nichts, und die Verheißung ist dahin. 15 Denn das Gesetz richtet Zorn an; wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung. 16 Deshalb muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen, nicht allein für die, die aus dem Gesetz leben, sondern auch für die, die aus Abrahams Glauben leben.
Aus dem Gesetz zu leben, heißt, es niemals zu übertreten. Da kein Mensch diesem Anspruch gerecht geworden ist, konnte die Verheißung nicht aus dem Gesetz kommen, da alle Menschen (außer Jesus) sich schuldig gemacht haben und deshalb unter dem gerechten Zorn GOTTES stehen. Stattdessen kommt die Verheißung aus dem Glauben an Jesus, da Jesus GOTTES Gesetz erfüllt hat und die Strafe für unsere Übertretungen auf sich genommen hat, damit wir gerechtfertigt werden und an GOTTES Erbe teilhaben können.
Römer 5,1 f.
1 Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit GOTT durch unsern Herrn Jesus Christus. 2 Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die GOTT geben wird.
Wenn ein Mensch Jesus als seinen Herrn annimmt und Buße tut, wird er von GOTT ohne eigenen Verdienst gerecht gesprochen. Er ist aus Gnade gerettet. Das bedeutet, dass GOTT ihm seine bisherigen Sünden aufgrund des stellvertretenden Opfers Jesu nicht anrechnet. Dabei sind Gnade und Buße eng miteinander verknüpft. Oder anders gesagt: Der Gnade muss Buße folgen. Wer trotz seines Bekenntnisses weiter sündigt, verachtet Jesu Opfer und verspielt letztlich GOTTES Gnade.
Römer 6,15-17
15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. 17 GOTT sei aber gedankt: Ihr seid Knechte der Sünde gewesen, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, an die ihr übergeben wurdet.
Unter der Gnade zu sein, bedeutet, nicht automatisch verloren zu gehen, weil man früher GOTTES Gebote übertreten hat oder sich in Zukunft mal verfehlt. Es bedeutet jedoch nicht, dass wir weiter sündigen können wie bisher. Vielmehr betont Paulus die Wichtigkeit von Gehorsam und einem gerechten Lebenswandel.
Römer 6,23
23 Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe GOTTES aber ist das Ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.
Das Ewige Leben ist eine Gnadengabe GOTTES. Das bedeutet, dass es uns durch den Glauben an Jesus unverdient geschenkt wird. Dies bedeutet jedoch nicht, dass unser Lebenswandel ab dem Zeitpunkt unserer Bekehrung keine Rolle spielt. Im Gegenteil: Wer GOTTES Gnade empfängt, ist schuldig, GOTTES Gebote zu befolgen, um auf diese Weise seinen Glauben zu bezeugen und in der Gnade zu bleiben. Wer jedoch GOTTES Gnade gering schätzt und nicht nach Seinen Gebote handelt, verleugnet seinen Glauben und offenbart sich damit faktisch als Ungläubiger.
Römer 8,1
1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
1. Johannes 2,6
1 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll so leben, wie er gelebt hat.
Die Betonung im ersten Vers liegt auf der Aussage die in Christus Jesus sind. In Christus zu sein, bedeutet, den heiligen Lebenswandel Jesu nachzuahmen, wie es der zweite Vers erklärt. Für alle, die danach streben, gibt es keine Verdammnis mehr. Auch wenn eine solche Person sich verfehlt, bleibt sie dennoch unter der Gnade. Wer jedoch bedenkenlos weiter sündigt, kann sich nicht auf GOTTES Gnade berufen. Einige Übersetzungen enthalten die Ergänzung die nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln. Dies unterstreicht zusätzlich die Bedeutung unseres Lebenswandels zur Erlangung des Heils.
Römer 9,30-32
30 Was wollen wir hierzu sagen? Die Heiden, die nicht der Gerechtigkeit nachjagten, haben Gerechtigkeit erlangt, nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. 31 Israel aber, das dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, hat das Gesetz nicht erreicht. 32 Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus Glauben suchte, sondern als komme sie aus Werken. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes (...).
Einige Juden meinten, dass sie allein durch das Befolgen des Gesetzes, das GOTT Seinem Volk durch Mose gegeben hatte, gerechtfertigt würden. Tatsächlich jedoch sollte das Gesetz ihre Schuld aufzeigen und ihnen deutlich machen, dass sie aufgrund ihrer Übertretungen nicht imstande sind, sich selbst zu erlösen. Weil sie sich dennoch für gerecht genug hielten, verwarfen sie Jesus als ihren Erlöser, der durch seinen Tod am Kreuz sowohl Sühnung für die Sünden von Juden und Nichtjuden erwirkt hat. Im Gegensatz zu den meisten Juden erkannten die Heiden, dass sie ohne Jesu Opfer verloren sind. Deshalb konnten sie aus Glauben gerechtfertigt werden, während die Juden, die weiterhin durch das Gesetz gerechtfertigt werden wollten, GOTTES Gerechtigkeit nicht erlangt haben.
Römer 10,4-11
4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. 5 Mose schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: »Der Mensch, der dies tut, wird dadurch leben.« 6 Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so: »Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren?« – nämlich um Christus herabzuholen; 7 oder: »Wer will hinab in die Tiefe fahren?« – nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen. 8 Aber was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.« Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. 9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn GOTT von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht; und wer mit dem Munde bekennt, wird selig. 11 Denn die Schrift spricht: »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.«
Paulus erklärt, dass Jesus durch sein Erlösungswerk alles vollbracht hat, was nötig war, damit GOTT uns unsere Schuld vergeben kann. Er stellt klar, dass GOTT nichts Übernatürliches von uns verlangt, wie etwa Jesus vom Himmel zu holen oder ihn von den Toten aufzuerwecken. GOTT möchte, dass wir Jesus als unseren Herrn annehmen und glauben, dass GOTT ihn von den Toten auferweckt hat. Jesu Auferstehung ist die Bestätigung dafür, dass er der von GOTT verheißene Messias ist. Das griechische Wort telos, bedeutet Ende oder Ziel. Jesus erfüllte nicht nur das Gesetz, sondern zeigte zugleich, in welcher Weise das Gesetz zu erfüllen ist, nämlich durch Liebe. Damit vertiefte Jesus das Gesetz, das GOTT Seinem Volk durch Mose übermittelt hatte. Nun geht es nicht mehr darum, das Gesetz nach dem Buchstaben zu erfüllen, sondern Jesu Beispiel zu folgen. Auf diese Weise erfüllen wir GOTTES Gesetz automatisch.
Römer 11,5 f.
5 So geht es auch jetzt zu dieser Zeit: Ein Rest ist geblieben, der erwählt ist aus Gnade. 6 Ist’s aber aus Gnade, so ist’s nicht aufgrund von Werken; sonst wäre Gnade nicht Gnade.
Epheser 2,8-10
8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: GOTTES Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die GOTT zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Auch hier geht es darum, dass sich niemand die Erlösung verdienen kann, da alle GOTTES Gebote übertreten haben und deshalb den Tod verdienen. Aus diesem Grund reichen gute Werke nicht aus, um erlöst zu werden. Insofern ist das Ewige Leben ein Geschenk, das denjenigen, die an Jesus glauben, aus Gnade zuteil wird. Zugleich erklärt Paulus, dass GOTT uns in Christus dazu geschaffen hat, damit wir gute Werke tun, die GOTT für uns vorbereitet hat. Dies entspricht von Anfang an unserer natürlichen Bestimmung. Wer keine guten Werke tut, verfehlt seine Bestimmung und erweist sich als unnütz.