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Christliche Gemeinschaft

„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brot brechen und im Gebet. (…) Alle aber, die gläubig wurden, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.“

 

(Die Bibel: Apostelgeschichte Kapitel 2, Verse 42-47)    

Christen sind Jünger (= Schüler) ihres ge-meinsamen Herrn, Jesus Christus. Das Wort “Christen“ kommt im neuen Testament insge-samt nur dreimal vor. Es wurde mehrheit-lich von Außenstehenden - teils abfällig - als Bezeichnung für Menschen verwendet, die an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glauben. Der Begriff “Kirche“ (altgriechisch: “eklesia“) bedeutet: “die Herausgerufene“. Er beschreibt, dass die Kirche Gottes aus Men-schen besteht, die Gott aus der Welt berufen hat, damit sie sein Volk sind und ihm allein dienen. Das heißt, dass Christen sich nicht (mehr) von den Normen und Maßstäben der Welt bestimmen lassen, die mit dem Willen Gottes größtenteils unvereinbar sind, son-dern von den Geboten ihres Herrn und Ret-ters, Jesus Christus (Siehe: Wer ist Jesus Christus?).

Die Bibel gibt uns einen Einblick in das Leben und die Gemeinschaft der ersten Christen vor etwa 2000 Jahren. In der Apostelge-schichte wird berichtet, dass die ersten Christen nicht nur dasselbe Glaubensbe-kenntnis, sondern ihr ganzes Leben, also ihre Zeit, ihre Freuden und Sorgen, ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott, und sogar ihren Besitz miteinander teilten. Es heißt, dass alle Gläubigen ein Herz und eine Seele waren. Das bedeutet, dass sie alle dasselbe im Sinn hatten, nämlich Gott sowie einander mit ganzer Hingabe zu dienen. Als Kinder Gottes verstanden sie sich als eine Familie, als Brüder und Schwestern, die durch ihren Glauben an Jesus, den Sohn Gottes, Teilhaber des Ewigen Lebens gewor-den sind.

Wahrer Gottesdienst

„Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“

(Die Bibel: Römer Kapitel 12, Vers 1)    

 

Die ersten Christen trafen sich regelmäßig miteinander im Tempel in Jerusalem (Zerstö-rung um 70 n.Chr.) sowie in ihren Häusern bzw. Wohnungen. Sie verbrachten ihre ge-samte Zeit fast ausschließlich damit, um gemeinsam zu beten, um Gott zu loben und Fürbitte für alle Menschen zu tun. Darüber hinaus taten sie Gutes im Volk, kümmerten sich um die Bedürfnisse und Nöte aller Gläu-bigen und verkündeten freimütig das Evan-gelium von der Erlösung durch Jesus Chris-tus (Siehe: Leben in Freiheit und Frieden).

Der Gottesdienst der ersten Christen war – anders als in vielen heutigen Kirchen – nicht auf ein paar Stunden an einem bestimmten Tag beschränkt. Auch ruhten die Aufgaben und Dienste in der frühen Kirche nicht auf den Schultern einiger Weniger, während die Übrigen die Rolle passiver Zuhö-rer einnahmen. Im Gegenteil: Alle Gläubigen fühlten sich füreinander verantwortlich und ein jeder von ihnen war aktiv in den Gemeindedienst eingebunden. Die Motiva-tion der Gläubigen bestand dabei in der Liebe zu Gott und zueinander. Auch gemeinsame Malzeiten waren ein fester Bestandteil der Versammlungen der ersten Christen und ein Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit unter-einander.

Geistliche Leiterschaft

„Und sie setzten in jeder Gemeinde Älteste ein, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie nun glaubten.“

(Die Bibel: Apostelgeschichte Kapitel 14, Vers 23)  

Als die ersten Kirchen entstanden, erhielten die Apostel von Jesus die Anweisung, soge-nannte “Älteste“ zu berufen und sie als Leiter bzw. Aufseher über die verschiedenen Ge-meinden einzusetzen. Ihr Auftrag war, die Gemeinde Gottes zu leiten, das heißt Ent-scheidungen zu treffen, die im Sinne Gottes und zum Wohle der Gemeinschaft sind. Eine weitere wichtige Aufgaben der Ältesten be-stand darin, die Gläubigen zu lehren, das bedeutet ihnen Gottes Wort verständlich zu vermitteln, damit sie Gottes Willen verste-hen und in ihrem Leben umsetzen. Gleich-zeitig war es die Pflicht eines Ältesten, die Gemeinde vor falschen Lehren und schäd-lichen Einflüssen, die die Beziehung der Gläubigen zu Gott oder gar ihr Seelenheil gefährden könnten, zu schützen.

Zu ihrer Funktion gehörte auch, dafür zu sorgen, dass die Gemeindeversammlungen ordentlich und gesittet ablaufen und dass jedes Mitglied der Gemeinschaft seine Talen-te und Gaben, die er oder sie von Gott erhalten hat, einbringen kann. Dabei mussten Älteste selbst in allem tadellose Vorbilder für die Gläubigen sein. Denn von ihnen hängt maßgeblich die geistliche Verfassung einer Gemeinde ab. Im Gegensatz zu vielen heutigen Glaubensgemeinschaften wurde kein formeller Studienabschluss im Bereich Theologie vorausgesetzt, um als Gemeinde-leiter, Pfarrer oder Pastor tätig sein zu dürfen. Vielmehr waren es die persönliche Berufung, der Charakter bzw. die geistliche Reife einer Person und der tugendhafte Lebenswandel, die einen Gläubigen für diesen wichtigen Dienst qualifizierten.

Zurück zum Ursprung

„Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir darin wandeln sollen.“

 

 

(Die Bibel: Epheser Kapitel 2, Vers 10)  

Immer mehr Christen erkennen die teils gravierenden Missstände, die heutzutage in vielen traditionellen Kirchen herrschen. Das betrifft sowohl die Landeskirche als auch viele Freikichen. Zu den häufigsten Problemen gehören unter anderem:

  • Lehren und Traditionen, die nicht der Bibel entspringen
     

  • viele Kirchenmitglieder, die weder an Jesus noch an die Wahrheiten der Bibel glauben und nicht nach Gottes Geboten leben
     

  • formelle Versammlungen ohne echte Gemeinschaft unter den Gläubigen
     

  • kaum Möglichkeiten, die eigenen Gaben zu nutzen und am Gemeindeaufbau mitzuwirken
     

  • Distanz zwischen Gemeindeleitung und Gemeinde
     

  • nur wenige echte Vorbilder in der Leiterschaft
     

  • Toleranz offenkundiger Sünde unter den Gläubigen
     

  • starre bzw. festgefahrene Strukturen und dazu mangelnde Bereitschaft zu grundlegenden Reformen
     

  • immer mehr Entfernung von der heilsamen  Lehre der Bibel
     

  • Einfluss von Esoterik und Spiritismus (siehe New Age und Hypercharismatik)
     

  • zunehmend Anpassung an den gottlosen Zeitgeist der Gesellschaft
     

  • im Vordergrund stehen oft Politik, Kultur und Unterhaltung; während das Geistliche in den Hintergrund rückt

Hinzu kommt, dass das Generieren von Mit-gliedern und Einnahmen häufig wichtiger sind als die Verkündigung der Wahrheit.

 

Die Folge ist, dass immer mehr Menschen - besonders junge Leute – die Kirchen verlas-sen oder sich sogar ganz von Gott abwen-den. Andere akzeptieren die Missstände und verderblichen Lehren ihrer Gemeinde, die sie von Gott weg- und letztlich in die ewige Verdammnis führen. Vor diesem Abfall in den letzten Tagen haben Jesus und seine Apostel die Menschen gewarnt. Diejenigen, die treu zur Wahrheit stehen und auf sie hinweisen, werden - wie so oft in der Geschichte - angefriffen, verleumdet oder aus ihrer Kir-che ausgeschlossen. Viele von ihnen suchen deshalb Anschluss in Glaubensgemeinschaf-ten, bei denen Gottes Wort noch erkennbar im Zentrum steht und wo die Gläubigen sich aktiv mit ihren Gaben einbringen können.

Die Bibel selbst fordert Christen ausdrück-lich dazu auf, sich von solchen Kirchen, deren Lehren und Praktiken nicht mit den Lehren der Bibel vereinbar sind - wie es insbesondere bei der katholischen und teil-weise auch bei der protestanetischen Landes-kirche der Fall ist - zu distanzieren (Siehe: Gott und Kirche).

So entstanden in den vergangenen Jahr-zehnten viele sogenannte Hauskirchen, die zu der ursprünglichen Lehre der Apostel zu-rückkehren und an dem Vorbild der Glau-bens- und Gütergemeinschaft der ersten Christen, wie sie die Bibel anschaulich schil-dert, anknüpfen wollen. Diese Tendenz nimmt weltweit stetig zu.

Statt in besonderen Gebäuden versammeln sich die Gläubigen in einfacher und schlich-ter Weise in ihren Häusern, wie es auch bei den ersten Christen üblich war. Anstatt ein vorbereitetes “Gottesdienstprogramm“ ab-zuarbeiten, lassen sich die Gläubigen vom Geist Gottes leiten und von ihm zeigen, wie sie ihre Gemeinschaft im Sinne Gottes und zum Nutzen aller gestalten können. Anstel-le einer formellen Mitgliedschaft versteht sich jeder Gläubige als Teil der Gemeinschaft und trägt mit Hingabe und Engagement etwas zur Auferbauung der Gemeinde bei. Auch die Verkündigung des Evangeliums, wie es der Herr Jesus allen, die ihm nachfolgen, geboten hat, ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Dienstes der Gläubigen.

Auch wir haben es auf dem Herzen, Gemein-schaft nach dem Vorbild der christlichen Urgemeinde zu leben, da wir überzeugt sind, dass dies dem Willen Gottes für seine Kirche entspricht und dass nur auf diese Weise lebendige und fruchtbringende Gemeindear-beit möglich ist (Siehe: Über uns).

Wir glauben, dass Kirche keine religiöse Ins-titution sein sollte, die man allein aus Tra-dition besucht, sondern ein Ort, an dem die Gegenwart Gottes - d.h. die Liebe, die Heilig-keit und der Friede Gottes - in der Gemein-schaft der Menschen sichtbar wird. Dabei kommt es weder auf einen Namen noch auf das Gebäude an, in dem man sich trifft. Ent-scheidend ist, dass alles zur Ehre Gottes und in Übereinstimmung mit Seinem Wort und Willen geschieht. Dann - und nur dann - erweist sich die Kirche als wahre Kirche Gottes.

       Jesus Christus sagt:

„Dein Wille geschehe.“

 

(Die Bibel: Matthäus Kapitel 6, Vers 10)  

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