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30 trinitarische Irrtümer Seite 4

20. "Jesus wurde angebetet"

 

Das altgriechische Wort, das im Neuen Testament häufig mit anbeten übersetzt wird, ist proskuneō (pros = eine Bewegung, von einem oder zu einem Objekt & kuneō = küssen). Proskuneō bedeutet unter anderem: niederfallen, anbeten, huldigen, jemandem Ehrerbietung erweisen, sich vor jemandem niederwerfen, jemanden verehren, jemandem untetan sein, jemanden ergeben grüßen, wertschätzen. Es wird sowohl für die Anbetung GOTTES als auch für die Ehrerbietung gegenüber Menschen (vor allem Königen oder irdischen Machthabern) verwendet. Das Niederwerfen vor einer Person galt als Ausdruck von Demut. Rut fiel vor Boas nieder (Rut 2,10). David fiel vor König Saul nieder (1. Samuel 24,9). Der Prophet Nathan fiel vor dem König David nieder (1. Könige 1,23). Davids Frau Bathseba fiel vor ihrem Mann David nieder (1. Könige 1,16). Weil Jesus der Gesalbte GOTTES ist, ist proskuneō hier als ein Akt der königlichen Huldigung zu verstehen, wie sie dem Messias zusteht. Dies ist nicht mit einer Anbetung, wie sie allein GOTT gebührt, gleichzusetzen. Somit ist die Ehrerbietung gegenüber Jesus kein Götzendienst.

An mehreren Stellen in der Schrift sagt GOTT, dass er Seine Ehre als Schöpfer keinem anderem gibt (Jesaja 42,8 / Jesaja 48,11). Auf der anderen Seite ist es grundsätzlich GOTTES souveräne Entscheidung, wem Er welche Ehre verleiht. Jesus Christus ist ein Mensch wie Adam und wir. Als solcher war er zunächst niedriger als die Engel. Doch aufgrund seines sündlosen Lebens und seines völligen Gehorsams bis zum Kreuzestod hat GOTT ihn erhöht und und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt (Hebräer 2,9). Es gab in der Geschichte viele gottesfürchtige Menschen, die von GOTT reich gesegnet wurden (z.B. Noah / Abraham / Hiob / David / Daniel). Doch Jesus ist der erste Mensch, der in jeder Hinsicht tadellos war. Deshalb wurde ihm auch größere Ehre zuteil als allen anderen Heiligen. Jesus Christus wurde zum Herrscher über GOTTES Schöpfung. Insofern gebührt ihm nach GOTTES Willlen jede Ehre, die wir ihm geben können. Dies gilt auch für alle Engel. GOTTES Engel dienen Jesus und gehorchen seinen Befehlen. Sie beten Jesus nicht an (1. Petrus 3,22). GOTT sandte Jesus, um den Menschen die Botschaft der Versöhnung zu bringen. Es ist GOTTES ausdrücklicher Wille, dass wir den Messias ehren und Seine Worte befolgen, so, als würde GOTT selbst zu uns sprechen. Hinzu kommt, dass es nicht Jesus war, der sich diese Ehre verliehen hat, sondern GOTT, der Vater, von dem Jesus alles empfängt (Hebräer 5,5 / 2. Petrus 1,17).

Das Niederfallen bzw. Beugen der Knie vor Jesus geschieht zu GOTTES Ehre; nicht, weil Jesus GOTT, sondern weil er der Repräsentant des Vaters ist und weil GOTT es so will (Philipper 2,9-11). Wer Jesus ehrt, ehrt GOTT, den Vater. Es ist legitim, Jesus für sein Erlösungswerk zu danken, ihn als König und Heiland zu besingen oder als Fürsprecher anzurufen. Doch alle Gebete und sonstigen Danksagungen der Apostel richten sich ausdrücklich an GOTT, den Vater; manchmal mit der Ergänzung durch Jesus oder im Namen Jesu, jedoch nirgends namentlich an Jesus selbst. Dies macht Jesus nicht zum Adressaten der Anbetung, sondern soll zeigen, dass der Vater im Himmel, den Jesus offenbart hat, der wahre GOTT ist. In Jesus bzw. durch Jesus bedeutet in Verbindung mit Jesus (statt in Verbindung mit anderen Personen wie Mohammed oder Buddha). Es finden sich auch keine biblischen Beispiele, in denen der Heilige Geist angebetet bzw. angerufen wurde. Die Behauptung, dass jeder, der Jesus nicht als GOTT verehrt, ihn herabwürdigt, ist falsch. Denn obwohl Jesus vollkommener Mensch ist, steht er als Messias über allen anderen Menschen. Indem wir Jesus als verherrlichten Herrn würdigen, geben wir ihm die Ehre, die ihm zusteht, ohne dass wir den Vater Seiner Ehre als dem allein wahren GOTT berauben. GOTT, dem Vater gebührt die Ehre als GOTT und Schöpfer, und Jesus als höchstem menschlichen König und Herrscher. Wer Jesus in dieser Weise ehrt, ehrt den Vater, der den Messias erhöht und ihm Herrlichkeit verliehen hat. Wer jedoch darüber hinaus geht, indem er Jesus als GOTT anbetet, entehrt GOTT, den Vater.

weitere Belegstellen:

Mt 6,11-15 / Mt 14,23 / Mt 26,39-44 / Mk 6,46 / Joh 4,23 f. / Joh 11,22 / Apg 16,25 / Apg 22,35 / Apg 4,23-31 / Röm 1,8-10 / Röm 8,34 / Röm 10,12 / Röm 15,5 f. / Röm 15,13 + 30 / Röm 16,25-27 / 1. Kor 1,4-9 / 2. Kor 1,2-4 / Eph 1,15-23 / Eph 3,14-21 / Eph 5,19 f. / Phi 4,20 / Kol 1,3 / 1. Thes 3,1-13 / 2. Thes 1,11 f. / 1. Tim 6,13-17 / 2. Tim 1,3 / Heb 5,7 / Heb 7,25

 

siehe Kommentar zu...

Johannes 5,22 f.:

damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren

Johannes 20,28:

Mein Herr und mein GOTT

Apostelgeschichte 7,59 f.:

und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an

Römer 9,3-5:

Christus, der da GOTT ist über allem, sei gelobt in Ewigkeit

Römer 10,13:

wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden

Philipper 2,5-11:

dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle Knie

Hebräer 1,1-12:

Und alle Engel sollen ihn anbeten

Offenbarung 1,17 f.:

Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot

Offenbarung 5,13 f.:

»Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!« (...) Und die Ältesten fielen nieder und beteten an

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21. "Jesus ist allmächtig und allwissend"

Nachdem GOTT ihn von den Toten auferweckt hatte, erhielt Jesus alle Macht vom Vater. Dass Jesus Macht gegeben (altgr.: edothē) wurde, zeigt, dass er diese Macht weder von sich aus hat noch, dass er sie vor seiner Geburt bereits besaß. Es ist GOTT, der Menschen erhöht und ihnen Macht und Herrschaft verleiht (Daniel 4,23 / Johannes 3,27 / Johannes 19,10 f. / Matthäus 9,8 / Johannes 17,2 / 1. Petrus 1,21). Das Alte Testament prophezeite, dass der Messias - der Gesalbte des HERRN - die Herrschaft über die ganze Welt empfangen sollte (Psalm 2,1-12 / Psalm 110,1). Diese Tatsache macht Jesus nicht zu GOTT, sondern zur mächtigsten und angesehensten Person im ganzen Universum nach GOTT, dem Vater. Wie an vielen Stellen im Zusammenhang mit Jesus ist das Wort alle (altgr.: pasa) auch hier im relativen Sinn zu verstehen. Es bedeutet nicht, dass Jesu Macht uneingeschränkt ist wie die des Vaters, sondern dass alles seiner Herrschaft unterworfen ist; wobei GOTT selbst, der Jesus dazu ermächtigt hat, davon selbstverständlich ausgenommen bleibt (1. Korinther 15,25-28). Diese außerordentliche Vollmacht ist der Lohn für Jesu Treue zum Vater und seinen bedingungslosen Gehorsam, den Jesus in seinem irdischen Leben bewiesen hat (Philipper 2,9). Sie erlaubt ihm, als GOTTES Stellvertreter vom Himmel aus nahezu uneingeschränkt zu agieren. Jesus ist erhabener geworden (altgr.: ginomai) als alle Menschen und Engel GOTTES (Hebräer 1,4). Ihm wurde größere Herrlichkeit und Ehre zuteil als allen anderen Geschöpfen. Dennoch ist und bleibt Jesus auch nach seiner Erhöhung ein (verherrlichter) Mensch und GOTT, dem Vater untergeordnet (1. Korinther 11,3).

​​

Aus der Heiligen Schrift geht klar hervor, dass Jesus nicht alles wusste, da er an Weisheit (Lukas 2,52) zunahm und von bestimmten Dinge keine Kenntnis hatte (Matthäus 24,36). Wann immer das Wort alles (altgr.: pas) verwendet wird, muss anhand des Kontextes geprüft werden, ob es im absoluten oder im eingeschränkten Sinn zu verstehen ist. Der Apostel Johannes schreibt, dass die Gläubigen alles wüssten (1. Johannes 2,20). Johannes meint nicht, dass Christen alles Wissen besitzen, sondern dass sie bereits die wichtigsten Dinge im Hinblick auf das Evangelium und den Willen GOTTES verstanden haben. Die Aussage in Johannes 21,17 bedeutet nicht, dass Petrus seinen Herrn für allwissend hielt, sondern dass Jesus ihn gut genug kannte, um zu wissen, dass Petrus ihn lieb hat. Auch Jesus wusste nur so viel, wie er wissen musste, um die Menschen richtig zu beurteilen. Die Behauptung, dass Jesus in seiner “Gottesnatur“ alles wusste, jedoch in seiner “menschlichen Natur“ begrenzt war, greift zu kurz. GOTT ist allwissend, während Menschen nur eingeschränktes Wissen besitzen. Jesus kann nicht gleichzeitig allwissend und doch nicht allwissend sein. Hätte Jesus seine Allwissenheit zwischenzeitlich abgestellt, hätte er nicht alles wissen können. Hätte Jesus sein Wissen nur verborgen, wäre die Aussage, dass er den Zeitpunkt seiner Wiederkunft nicht kannte, sondern einzig und allein der Vater, gelogen, da Jesus in Wahrheit alles wusste. Die Erklärung, dass Jesus seine Allwissenheit als Mensch verbarg, ist auch deshalb nicht glaubhaft, weil er sein übernatürliches Wissen wie in diesem Fall offenbar gezielt nutzte.

Es gibt keinen Vers, der besagt, dass Jesus alles auf die gleiche Weise wusste wie GOTT. Alle Weisheit, die Jesus besitzt, kommt von GOTT. Es ist der Vater, der Jesus alles Wichtige im Voraus offenbarte. GOTT zeigte Jesus durch den Heiligen Geist, was im Herzen der Menschen war, d.h. deren wahre Motive und Absichten. In ähnlicher Weise offenbarte GOTT Seinen Propheten Geheimnisse, die ein normaler Mensch nicht wissen konnte. Der Prophet Nathan wusste von Davids geheimer Sünde (2. Samuel 12,7). Der Prophet Ahija wusste, was die Frau Jerobeams wollte und wer sie war, obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits blind war und sie eine Verkleidung trug (1. Kön 14,4 + 6). Elia wusste, dass der König Ahab einen Mord begangen hatte, indem er Naboth zu Unrecht beschuldigte (1. Könige 21,17-20). Er wusste auch, was der König Israels wissen wollte (2. Könige 1,1-4). Elisa wusste, dass sein Knecht Gehasi log und um die Gier in seinem Herzen (2. Könige 5,19-27). Daniel kannte Nebukadnezars Traum, obwohl Nebukadnezar ihn niemandem offenbart hatte (Daniel 2,5 + 28-30).​​

 

 

siehe Kommentar zu...

Matthäus 12,6:

Hier ist ein Größerer als der Tempel

Matthäus 28,18 f.:

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden

Lukas 9,42 f.:

Und sie entsetzten sich alle über GOTTES große Macht

 

Johannes 2,24 f.:

denn er wusste, was im Menschen war

Johannes 6,64:

Denn Jesus wusste von Anfang an, wer ihn verraten würde

Johannes 10,17 f.:

Ich habe Macht, es zu lassen und es wiederzunehmen

Offenbarung 1,8:

Ich bin das A und das O, spricht GOTT der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige

Offenbarung 2,23:

und alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht

Offenbarung 17,14:

und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige

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22. "Jesus ist der "Ich bin" in 2. Mose 3,14 f."

Jesus gebraucht im Johannesevangelium mehrmals die Worte Ich bin... (altgr.: ego eimi), um eine Aussage einzuleiten bzw. um auf eine Frage zu antworten. Die Worte, mit denen GOTT sich Mose in 2. Mose 3,13-14 vorstellt, lauten dagegen Ich bin, der ich bin bzw. Ich bin der Seiende (altgr.: ego eimi ho eimi). Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament werden die Wörter ego eimi von verschiedenen Menschen und Engeln benutzt. Sie dienen wie im alltäglichen Sprachgebrauch der Selbstidentifizierung einer Person, im Falle von Jesus seiner Offenbarung als Messias / Christus (Matthäus 16,15 f. / Mattäus 26,63 f. / Johannes 4,25 f. / Johannes 10,24 f. / Johnnes 11,27) und nicht als GOTT. Die Betonung der sieben Aussagen Ich bin das Licht / ich bin das Brot usw. liegt nicht auf den einleitenden Worten Jesu, sondern auf den Begriffen Weg, Wahrheit, Leben, Licht, Brot, Tür, Hirte, Auferstehung, die Jesus mit sich selbst verknüpft. Sie drücken seine Bedeutung als Heilsbringer sowie als Vorbild und Wegweiser zu GOTT und zum Ewigen Leben aus. Sie haben nichts mit seiner angeblichen Gottheit zu tun. Als perfekter Mensch verkörpert Jesus all diese Prinzipien in Person. Es besteht somit kein Grund und keine Notwendigkeit, Aussagen Jesu, die er mit den Worten Ich bin... einleitet, mit der Selbstoffenbarung GOTTES im Alten Testament in Verbindung zu setzen.

weitere Belegstellen:

Joh 5,43 / Joh 6,20 + 35 + 38 / Joh 7,28 / Joh 7,29 / Joh 7,33 / Joh 7,34 / Joh 8,12 + 16-18 / Joh 8,23 + 28 + 42 + 58 / Joh 9,9 + 39 / Joh 10,9-11 + 36 / Joh 11,15 + 25 / Joh 12,26 + 27 + 47 / Joh 13,13 + 33 / Joh 14,3 + 6 + 9 + 10 / Joh 15,1 / Joh 16,27 + 32 / Joh 17,10-14 + 24 / Joh 18,5 / Joh 19,21 / Röm 11,1 / 1. Kor 1,12 / 1. Kor 15,10 uvm.

 

siehe Kommentar zu...

Johannes 8,24:

denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.

 

Johannes 8,56-58:

Ehe Abraham war, bin ich

Johannes 18,6-8:

Als Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's!, wichen sie zurück

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23. "Jesus ist "die Weisheit" in Sprüche 8"

Weisheit (hebr.: chokmâh) und Klugheit (hebr.: ‛ormâh) sind weder Namen noch Umschreibungen von Personen. Im Buch der Sprüche werden sie lediglich personifiziert. Dabei handelt es sich um eine figurative Ausdrucksweise, bei der sachlichen oder abstrakten Dingen menschliche Eigenschaften oder Handlungen zugeschrieben werden. Durch den Gebrauch dieses poetischen Stilmittels soll eine besondere Betonung auf das gelegt werden, was damit ausgesagt wird. Das Personifizieren von Dingen war unter Juden weit verbreitet. So werden in der Bibel die Begriffe Wort, Weisheit, Torheit, Lehre, Tod, Städte, Natur, Geld, Sünde personifiziert. In Kapitel 9 findet sich auch eine Personifikation der Torheit (hebr.: kesîylûth). Niemand würde behaupten, dass Torheit ein Bild oder Synonym für eine reale Person sei. Weisheit und Klugheit sind Eigenschaften GOTTES, die Sein Handeln bestimmen. Nirgends steht, dass die Weisheit GOTT ist. Sie wird auch nicht HERR genannt. Die Personifizierung soll die tugendhaften Eigenschaften der Weisheit und die Rolle, die sie in GOTTES Schöpfungsakt einnimmt, bildhaft veranschaulichen. An keiner Stelle im Neuen Testament wird Jesus durch ein Zitat mit der Weisheit aus Sprüche 8 verknüpft. Zudem wird in Sprüche 7,4 die Weisheit als Schwester (hebr.: 'âchôth) bezeichnet. Auch dies spricht gegen eine Verbindung mit Jesus. In Sprüche 1,20 f. heißt es, dass die Weisheit auf den Straßen und in den Toren Israels ruft. Doch nirgends lesen wir etwas über das Wirken Jesu im Alten Testament. Abgesehen davon wird GOTT in Sprüche 8 als Schöpfer identifiziert; nicht die Weisheit.

weitere Belegstellen:

1. Mos 4,6 f. / Ri 9,8-15 / Hb 28,22 / Spr 9,13-18 / Jes 44,23 + 49,13 + 55,12 / Mt 6,24 / Joh 5,26 / 1. Kor 8,6 / 1. Tim 6,6 / Heb 4,12​

 

In 1. Korinther 1,30 f. heißt es, dass Jesus Christus für uns zur Weisheit wurde durch GOTT. Manche verknüpfen diese Aussage mit Sprüche 8. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dort von Jesus die Rede ist. Schließlich ist Weisheit nicht der Name eines präexistenten Messias, sondern drückt eine geistliche Gesinnung aus. Überall, wo alttestamentliche Aussagen mit Jesus Christus in Verbindung gebracht werden, wird oft der entsprechende Abschnitt zitiert, wie auch 1. Korinther 1,31 zeigt. Vom ersten Augenblick seines Lebens wirkte GOTTES Geist in Jesus, der ihn an Weisheit zunehmen ließ, bis Jesus schließich alle Schriftgelehrten an Weisheit übertraf. GOTT, der Vater ließ alle Weisheit und Gotteserkenntnis in Seinem menschlichen Sohn wohnen (Kolosser 2,9), mehr, als in allen anderen Menschen zuvor (Johannes 3,34). Während in der Welt Dinge wie Intelligenz, Erfolg und Stärke zählen, zeigt sich göttliche Weisheit in Demut und Liebe (Jakobus 3,17 f.). In Jesu Verhalten erkennen wir wahre Weisheit, in der wiederum wahre Kraft liegt (1. Korinther 1,24-28). Insofern dient uns Jesus als Vorbild für Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Indem wir Jesus nachahmen und werden wie er, erkennen wir GOTT, den Vater (Johannes 14,6-11) und erweisen uns als Kinder GOTTES. In der Erkenntnis des Vaters, des allein wahren GOTTES, und Seines Gesandten Jesus Christus, liegt ewiges Leben (Johannes 17,3).

siehe Kommentar zu...

 

Sprüche 8,22-31:

 

Der HERR hat mich gehabt im Anfang seiner Wege

 

1. Korinther 1,30 f.:

 

Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde

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24. "Jesus ist der "Engel des HERRN" und der "Erzengel Michael""

Der Engel des HERRN bzw. Engel GOTTES wird sowohl im Alten als auch im Neuen Testament erwähnt; in beiden Fällen ohne Verbindung zu Jesus. Der Hebräerbrief unterscheidet deutlich zwischen dem Sohn und den Engeln. Zudem heißt es ausdrücklich, dass GOTT erst in den letzten Zeiten durch den Sohn zu den Menschen sprach; vorher nicht (Hebräer 1,1 f.). Keiner der Apostel verknüpft diesen besonderen Engel mit der Person des Messias. Stephanus bezeichnet ihn in seiner Ansprache vor dem Hohen Rat ausdrücklich als Engel, während er Jesus unabhängig von diesem erwähnt (Apostelgeschichte 7,30-34 + 53 f.). Im Alten Testament werden die Wörter HERR und Engel des HERRN teilweise austauschbar verwendet. Der Engel des HERRN spricht oftmals in der Ich-Form, wenn er eine Botschaft von GOTT verkündet. An vielen anderen Stellen lesen wir, dass der HERR mit dem Engel des HERRN spricht und ihm gebietet, was er tun und reden soll. Daraus lässt sich schließen, dass es sich bei diesem Engel um einen Beauftragten bzw. Vertreter GOTTES handelt, der in besonderer Autorität agiert; quasi als GOTT selbst, ohne selbst GOTT zu sein. In 2. Mose 23,21 heißt es, dass GOTTES Name in ihm ist. Daher besitzt der Engel des HERRN die Vollmacht, an GOTTES Stelle Sünden zu vergeben bzw. Israel für seine Übertretungen zu richten (2. Mose 23,20 f.). Es ist auch möglich, dass es sich bei diesem Engel um eine sichtbare Manifestation GOTTES in Gestalt eines Engels handelt. Dies würde erklären, weshalb der Engel Opfer und Anbetung von Menschen annimmt. In 1. Mose 33,20 wird erklärt, dass kein Mensch, der GOTTES Angesicht sieht, am Leben bleiben kann. Aus diesem Grund tritt GOTT an mehreren Stellen in einer sichtbaren Gestalt in Erscheinung; etwa als Mensch (1. Mose 18 / 1. Mose 32), als alter Mann mit weißem Haar, der auf einem Thron sitzt (Daniel 7 / Offenbarung 4) oder als Wolke (2. Mose 34,4 f.). Dies würde erklären, warum Menschen, die den Engel GOTTES sahen, am Leben geblieben sind (Richter 13,19-23). Andererseits könnte es sich auch um einen der obersten der himmlischen Heerscharen handeln. Hier kommen der Erzengel Michael, der in der Schrift als Schutzengel des Volkes Israel auftritt (Daniel 12,1) oder der Erzengel Gabriel, der wörtlich Engel des HERRN genannt wird (Lukas 1,5-19), in Frage.

Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament erscheint der Name Michael nur wenige Male im Zusammenhang mit einem höheren Wesen. Im Buch Daniel, wo der Name zweimal erwähnt wird, findet sich keinerlei Hinweis darauf, dass Michael der Messias oder GOTT selbst wäre (Daniel 10,12-21 / Daniel 12,1). Auch kein einziger der Apostel stellt an irgendeiner Stelle einen Bezug zwischen Jesus und dem im Alten Testament genannten Fürsten her. Im Hebräer-Brief heißt es, dass Jesus erst in den letzten Tagen in Erscheinung trat; vorher nicht (Hebräer 1,1). Zum anderen gibt es eine klare Unterscheidung zwischen Jesus, dem Sohn und den Engeln (Hebräer 1,4-14 / Hebräer 2,5-9). Während Jesus zunächst niedriger war als die Engel, ist er seit seiner Auferstehung über sie erhöht (1. Petrus 3,22). Sowohl im Judas-Brief als auch im Buch der Offenbarung werden sowohl Jesus als auch der Erzengel Michael genannt; auch hier ohne jede Verbindung zueinander (Judas 1,9 / Offenbarung 12,7 f.). Jesu prophetischer Name lautet Immanuel und nicht Michael. Die Bedeutung des Names Michael ist Wer ist wie GOTT? Damit weist er - wie viele andere hebräische Namen auch - einen direkten Bezug zu GOTT auf. Diese Tatsache bedeutet jedoch nicht, dass Michael GOTT ist, sondern drückt GOTTES Einzigartigkeit und Erhabenheit über allen Geschöpfen aus. Im Judentum ist Michael ein gebräuchlicher Name für Menschen. Wäre Jesus GOTT und würde der Name die Göttlichkeit einer Person anzeigen, so würde er exklusiv nur für Jesus verwendet werden, da alles andere einer Gotteslästerung gleichkäme.

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25. "Jesu Name beweist seine Gottheit"

Der Name Jesus bedeutet Jahweh ist Rettung. Jesu prophetischer Name, welcher Immanuel lautet, bedeutet GOTT mit uns. Fast jeder hebräische Name weist einen direkten Bezug zu GOTT auf:

Samuel = GOTT ist erhaben

 

Josua = Jahweh ist Rettung

Elia = Mein GOTT ist Jahweh

Michael = Wer ist wie GOTT?

 

Jakob = GOTT beschützt

Gabriel = Held GOTTES

 

Jonathan = Geschenk Jahwehs
 

Daniel = GOTT ist Richter

 

Nathan = GOTT hat gegeben

Asael = Von GOTT geweiht

 

Joseph = Der Gesandte GOTTES

Johannes = GOTT ist gnädig

 

Raphael = GOTT heilt

Isaak = Das Lachen GOTTES

Jesaja = GOTT ist Heil

 

Ismael = GOTT hört

Elisabeth = GOTT ist vollkommen

Die Tatsache, dass ein Name einen Bezug zu GOTT hat, macht den Namensträger nicht zu GOTT. Jesus (hebr.: Jeshua / altgr.: Isous) war und ist ein geläufiger hebräischer Name. Sowohl vor als auch nach Jesus gab es Menschen, die denselben Namen trugen wie er.​ Jesu Name ist kein Hinweis auf seine vermeintliche Gottheit, sondern drückt aus, dass er der von GOTT verheißene Retter ist (Matthäus 1,21 / Lukas 19,10 / Apostelgeschichte 5,31). GOTT rettet durch Jesus (Judas 1,25), indem Er den Messias sendet. Auf diese Weise zeigt GOTT, dass er mit den Menschen ist (Lukas 1,67-75 / Apostelgeschichte 10,38). An vielen Stellen spricht GOTT von sich als dem Handelnden, obwohl Er andere Personen (Menschen oder Engel) gebraucht, um Seine Pläne auszuführen; wie im Falle von Mose und den Richtern des Alten Testaments, durch die GOTT Seinem Volk Rettung verschafft hat (Richter 2,18 / Apostelgeschichte 7,25). Genau wie Mose und die Richter fungiert auch Jesus als Mittler zwischen GOTT und uns Menschen (Johannes 14,6 / 1. Timotheus 2,5). Jesus zeigt uns den Weg zu GOTT und zum ewigen Leben.

 

siehe Kommentar zu...

Jesaja 7,14:

und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel (= GOTT mit uns)

Jesaja 9,5 f.:

Wunderbarer Ratgeber, ewiger Vater, Friedefürst

Jeremia 23,5 f.:

dies wird sein Name sein: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit

Johannes 17,11 f.:

Heiliger Vater, erhalte sie in Deinem Namen, den Du mir gegeben hast

Offenbarung 19,13:

und sein Name ist: Das Wort GOTTES

Offenbarung 21,3:

und Er selbst, GOTT mit ihnen, wird ihr GOTT sein

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