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30 trinitarische Irrtümer Seite 5

26. ""elohim" & "echad" deuten auf GOTTES Pluralität"

 

'ĕlôhîym (= GÖTTER) ist die Mehrzahl des hebräischen Wortes 'ĕl / 'ĕlôahh und einer von vielen Titeln für GOTT. Der Plural GÖTTER impliziert mehr als einen GOTT; nicht “mehrere Personen in einem GOTT“, was im Widerspruch zur Definition der Dreieinigkeit steht. Der Grund, weshalb das Wort GOTT im Hebräischen im Plural steht, ist, weil 'ĕlôhîym die Erhabenheit GOTTES über allen anderen “Göttern“ ausdrückt. Jahweh ist quasi “der GOTT der Götter“, auch wenn es in Wahrheit nur einen GOTT gibt. In der Bibel spricht GOTT in über 99% von sich in der Einzahl (Ich). In über 99% steht auch das Verb nach 'ĕlôhîym in der Einzahl. Das Wort 'ĕlôhîym (Plural) wird ebenso verwendet für falsche Götter (2. Mose 15,11 / 1. Samuel 5,7 / Daniel 1,2) sowie Engel und Menschen; speziell für Richter Israels (2. Mose 4,16 / Psalm 82 / Johannes 10,34-36). In der Septuaginta wird das griechische Wort für GOTT (theos) und das dazugehörige Verb immer in der Einzahl wiedergegeben. Auch der Name GOTTES Jahweh, dessen Bedeutung Ich bin der ich bin lautet, steht in der Einzahl; ebenso wie die verschiedenen Titel GOTTES, die in der Bibel auftauchen (el eljon / el shaddaj / el-eljohe-jisrael / el ba'al perazim). Für den unvoreingenommenen Leser besteht kein Zweifel, dass GOTT absolut EINER ist und keine Pluralität. Würde 'ĕlôhîym eine Pluralität GOTTES andeuten, würden alle heutigen Übersetzungen des Alten und des Neuen Testaments das Wort GOTT im Plural wiedergeben. Dies ist jedoch bei keiner einzigen der Fall. Die Behauptung, dass sowohl die Verwendung der Mehrzahl (im Hebräischen) als auch der Einzahl (in allen anderen Sprachen) eine Pluralität implizieren würden, ist inkonsistent und unglaubwürdig. Dasselbe gilt für das hebräische Wort adonai (Plural), welches ebenfalls keine Pluralität GOTTES beschreibt, sondern ausdrückt, dass GOTT oberster Herrscher (hebr.: adon) ist. Nach seiner Auferstehung hat GOTT Jesus zum Herrn über alle Herren gemacht (Apostelgeschichte 2,36). Damit hat Jesus als Mensch eine höhere Autorität als alle Herrscher und Könige dieser Welt.

Die Tatsache, dass es wenige Beispiele gibt, wo Substantive (5. Mose 7,15 / Prediger 12,1 / Psalm 149,2 / Josua 24,19 / Hiob 35,10 / Jes 54,5) und einige Verben (1. Mose 20,13 / 1. Mose 35,7 / 2. Samuel 7,23 / Psalm 58,12) im Zusammenhang mit GOTT in der Mehrzahl verwendet werden, beweist ebenfalls keine Pluralität GOTTES, sondern stellt eine Besonderheit der hebräischen Sprache dar, wie es sie in allen Sprachen der Erde gibt. Die allermeisten Übersetzungen geben die oben genannten Substantive und Verben in der Einzahl wieder. Die Verwendung des Plurals beim Wort Schöpfer ist - ähnlich wie im Falle von 'ĕlôhîym -  ein Ausdruck für GOTTES Autorität. GOTT ist quasi der “Schöpfer aller Schöpfer“, auch wenn es in Wahrheit nur einen Schöpfer gibt, da es nur einen GOTT gibt. Beispiele für plurale Substantive in Verbindung mit Menschen finden sich u.a. in 1. Mose 43,3 (meine Gesichter), 1. Mose 24,51 (deine Herren), 2. Mose 7,1 (Jahweh macht Mose zu GÖTTER), 2. Mose 22,10 (Besitzer) und Hiob 13,26 (meine Jugenden). Dies heißt nicht, dass diese Personen eine Pluralität sind. Wäre GOTT eine Pluralität, wäre eine konsistente Verwendung des Plurals für Substantive und Verben in der Schrift zu erwarten. Doch diese stellen in der Bibel die absolute Minderheit dar. Hätten darüber hinaus bereits die Juden an die Dreieinigkeit GOTTES geglaubt, würde das Alte Testament wesentlich häufiger und klarer von Vater, Sohn und Heiliger Geist als ein GOTT reden, statt diese Wahrheit vermeintlich nur anzudeuten. Handelt es sich hingegen um eine neue Offenbarung und dazu die zentrale Lehre des Evangeliums, hätten Jesus und die Apostel deutlich von einer Dreieinigkeit geredet und diese durch Aussagen aus dem Alten Testament belegt.

Das hebräische Wort 'echâd und seine weibliche Version 'achâd bedeuten ein, einzeln, einzigartig, erster. Sämtliche Wörterbücher bestätigen, dass es als Kardinalszahl (1) oder als Ordnungszahl (1.) zu verstehen ist (1. Mose 1,5) und keine Pluralität impliziert. Es erscheint 970 Mal in der Heiligen Schrift und bezieht sich fast immer auf eine einzelne Person oder Sache und nicht auf eine Gruppe von Elementen. Im Neuen Testament werden die griechichen Wörter heis und monos verwendet, um die Einheit und Einzigartigkeit GOTTES zu kennzeichnen. Auch Jesus sprach immer von dem einen GOTT, den er (seinen und unseren) Vater nannte. Es existieren nur eine handvoll Beispiele, wo 'echâd eine Mehrzahl einer Sache oder von Personen anzeigt (1. Mose 1,5 / 1. Mose 2,24 / 4. Mose 13,23). In diesen Fällen setzt sich das beschriebene Ganze aus einzelnen Teilen zusammen, wobei jedes Teil für sich nicht das Ganze, sondern nur einen Teil davon beschreibt; wie im Falle einer Familie. Eine Familie besteht aus mehreren Personen. Alle, die zur Familie gehören, sind nicht “ein Mensch“, sondern verschiedene Menschen. Eine Familie ist somit eine Gruppe aus mehreren Menschen mit unterschiedlichen Merkmalen und Eigenschaften. Nach der traditionellen Lehre der Kirche jedoch sind Vater, Sohn und Geist nicht nur in gleicher Weise “GOTT“, sondern bilden “einen GOTT“ (statt drei Götter). Der Vergleich mit einer Familie ist daher unpassend. Grundsätzlich zeigt der Kontext an, ob es sich um eine Ein- oder Mehrheit handelt. Dass 'echâd im Zusammenhang mit GOTT eine Mehrzahl statt Einzahl implizieren würde, ist unbegründet und voreingenommen.

Die Behauptung, dass statt 'echâd das hebräische Wort yâchîyd verwendet werden müsste, um die Einzigartigkeit GOTTES anzuzeigen, ist falsch. Das Wort yâchîyd kommt im Alten Testament weniger als zehn Mal vor. Auch wenn es die Bedeutung einzig / Einziger hat, wird auch das Wort 'echâd an den allermeisten Stellen in gleicher Weise im Sinne von einzig verwendet (1. Samuel 26,8 / 2. Samuel 7,23 / 2. Samuel 12,3 / Hiob 14,4 / Jesaja 30,17 / Daniel 10,21). Insofern gibt es keinen Grund, nicht das Wort 'echâd zu verwenden, um zu verdeutlichen, dass GOTT absolut Einer ist. Mit anderen Worten: Sowohl yâchîyd als auch 'echâd sind beides geeignete Wörter, um die Einzigkartigkeit einer Person oder Sache zum Ausdruck zu bringen. Es gibt in der hebräischen Bibel keinen Beweis dafür, dass irgendeine Generation von Israeliten das Schema (5. Mose 6,4) als Hinweis auf eine zusammengesetzte Einheit in der Gottheit verstand. Das Wort 'echâd sagt, dass Jahweh alleiniger GOTT ist und dass es keine anderen Götter gibt außer Ihm. Im Kontext von 5. Mose 6,4 wird das hebräische Wort 'echâd im Sinne von nur oder allein gebraucht. Dies wird u.a. in Markus 12,28-34 bestätigt. In dieser Hinsicht eignet es sich besser als das Wort yâchîyd.

weitere Belegstellen:

1. Mose 1,9 / 1. Mose 2,21 / 1. Mose 41,11 / 2. Mose 12,46 / 1. Sam 12,8 / Hes 37,24 / Sach 3,9 / Mk 12,24 uvm.

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27. "GOTT ist für unsere Sünden gestorben"

Es gibt keine einzige alttestamentliche Prophezeiung, aus der hervorgeht, dass GOTT Mensch werden würde, um die Menschheit zu erlösen. Auch keiner der Apostel verkündete an irgendeiner Stelle, dass GOTT für unsere Sünden starb; wie es trinitarisch geprägte Gemeinden heutzutage tun. Stattdessen bezeugen das Alte und das Neue Testament einstimmig, dass GOTT den Messias sandte, der voll und ganz Mensch ist. Diesen hat GOTT durch Seinen Heiligen Geist gezeugt, für unsere Sünden dahingegeben, am dritten Tag von den Toten auferweckt, erhöht und verherrlicht und zum Herrn und Christus (= Richter und König) bestimmt. Weder Jesu Gottheit, noch dessen Präexistenz oder Inkarnation spielten in der apostolischen Verkündigung eine Rolle. Damit hängt auch das Seelenheil eines Menschen in keiner Weise vom Glauben an die Dreieinigkeit oder Gottheit Jesu ab, wie es von vielen Kirchen gelehrt wird. Wer Jesus als Herrn und Retter annimmt und seinem Weg folgt, empfängt die Vergebung der Sünden und das ewige Leben. Alles, was darüber hinaus geht, ist nichts als Lehre von Menschen, die niemandem irgendeinen Nutzen bringt.

weitere Belegstellen:

Apg 2,22-36 / Apg 3,13-26 / Apg 4,10-12 / Apg 5,30-32 / Apg 10,34-43 / Apg 13,21-39 / Apg 17,24-31

 

 

siehe Kommentar zu...

 

Jesaja 7,14:

 

und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel (= GOTT mit uns)

Jesaja 9,5 f.:

 

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, ewiger Vater, Friedefürst

Jeremia 23,5 f.:

 

dies wird sein Name sein: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit

 

 

Sacharja 12,10:

 

und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben

 

Lukas 1,46 f.:

 

mein Geist freut sich GOTTES, meines Heilands

Lukas 7,16:

 

GOTT hat sein Volk besucht

Johannes 1,1-18:

 

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei GOTT, und das Wort war GOTT (…) und das Wort ward Fleisch

Johannes 1,22 f.:

 

Ebnet den Weg des HERRN

Johannes 14,6-10:

 

Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen

Johannes 20,28:

 

Mein Herr und mein GOTT

 

Apostelgeschichte 20,28:

 

zu weiden die Gemeinde GOTTES, die er durch sein eigenes Blut erworben hat

2. Korinther 5,19:

 

weil GOTT in Christus war und die Welt mit sich versöhnte

Philipper 2,5-11:

 

Er, der in Gestalt GOTTES war, achtete es nicht als einen Raub, GOTT gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an

1. Timotheus 3,16:

 

GOTT ist offenbart im Fleisch

Hebräer 2,14-17:

 

Darum musste er in allem seinen Brüdern ähnlich werden

1. Johannes 4,2 f.:

 

Jeder Geist, der bekennt, dass Christus im Fleisch gekommen ist

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28. "Jesus musste GOTT sein, um uns zu erlösen"

An keiner Stelle in der Bibel lesen wir, dass der Messias GOTT selbst sein musste, um die Menschheit erlösen zu können. Paulus erklärt sogar ausdrücklich, dass die Erlösung durch einen Menschen kommt und nicht durch einen GOTT-Menschen, einen Halbgott oder dergleichen. Bereits im Alten Testament gab es das Prinzip des Auslösers, der einen Menschen unter bestimmten Umständen loskaufen konnte. Dieser musste rechtlich geeignet sein und über die nötigen Mittel verfügen, um die verschuldete Person loszukaufen. Weil der Tod die Folge der Sünde ist, musste der Messias ohne Sünde sein; wie auch die Tieropfer im Alten Bund ohne Fehler sein mussten. Dies war die einzige Voraussetzung, um die Menschheit von ihrer Schuld freikaufen zu können. Jesus erfüllte diese Bedingung. Sein Gehorsam ermöglicht uns die Versöhnung mit GOTT und verschafft uns Zugang zum Ewigen Leben. Dies zeigt, wie groß GOTTES Liebe und Gnade gegenüber uns Menschen ist. Dass Jesus sündlos war, heißt nicht, dass er GOTT ist. Weil GOTT heilig und absolut frei von Sünde ist, soll auch der Mensch, den GOTT in Seinem Ebenbild erschaffen hat, sündlos sein. Jesus wurde als erster und bis dahin einziger Mensch diesem Anspruch gerecht. Doch damit lebte Jesus lediglich das vor, was die natürliche Bestimmung eines jeden Menschen ist.

In der Bibel erklärt GOTT, dass Er Menschenopfer als Gräuel empfindet. In verschiedenen Religionen des Altertums war es üblich, dass Kinder und Säuglinge heidnischen “Göttern“ in rituellen Zeremonien geopfert wurden. Das bekannteste Beispiel, welches in der Bibel überliefert ist, ist der sogenannte Moloch-Kult. Neben sexuellen Riten gehörte zur Anbetung des Moloch auch, Kinder durch das Feuer zu reichen. Wenn ein Paar ihr Erstgeborenes opferte, glaubte man, dass Moloch der Familie finanziellen Reichtum und künftige Kinder bringen werde. Ein solches rituelles Opfer hat weder GOTTES Wohlgefallen noch ist der Kreuzestod Jesu mit diesem heidnischen Kult vergleichbar. Der entscheidene Unterschied besteht darin, dass Jesus sein Leben freiwillig für die Menschheit gab. Ein Säugling hingegen kann sich weder selbst entscheiden noch sich gegen die Entscheidung seiner Eltern wehren. GOTT, der Vater wusste in Seiner Allwissenheit, dass Jesus sündlos sein würde. Aus diesem Grund hat GOTT ihn vor Grundlegung der Welt dazu auserwählt, die Menschheit zu erlösen. GOTT wusste ebenfalls im Voraus, dass die Menschen Jesus töten werden. Weil Jesus bereit war, sein Leben zu opfern, gab GOTT ihn für alle dahin. GOTT gebrauchte die Bosheit der Menschen, um ihnen durch den Tod Seines Sohnes Heil zu verschaffen. Jesus wurde nicht von GOTT gegen seinen Willen gezwungen. Doch weil Jesus seinen Vater und die Menschen liebte, war er gehorsam. Jesus selbst sagte, dass dies seine freie Entscheidung war und dass er GOTT jederzeit bitten könne, ihn zu erretten.

Jesu Opfer besteht in seiner selbstlosen Hingabe für alle Menschen bis hin zum Tod am Kreuz; wie es im 53. Kapitel des Buches Jesaja angekündigt war. Diesen Gehorsam belohnte GOTT, indem er Jesus als ersten Menschen von den Toten zum unsterblichen Leben auferweckte und ihn über alle Menschen und Engel erhöht und dazu alle Macht in seine Hände gegeben hat. Durch Jesu Tod kann nun jeder, der sich zu GOTT bekehrt, die Vergebung seiner Sünden empfangen und am Ewigen Leben teilhaben. Jesu Tod kommt somit vielen Menschen zugute. Der rituelle Opfertod eines Säuglings hingegen nutzt niemandem, weder dem toten Kind noch anderen Menschen.​​​​

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weitere Belegstellen:

1. Mos 1,27 / 3. Mos 27,47-54 / Röm 3,23 / Röm 5,12-21 / 1. Kor 15,21 / Kol 1,15 / Heb 10,1-18 / Jak 3,9 / 1. Pet 1,17-19 / Off 5,9 f.

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29. "Der Heilige Geist ist die dritte Person der Gottheit"

Der Heilige Geist ist gemäß dem orthodoxen Trinitarismus eine dritte Person der ewigen Gottheit, gleichwertig und gleich-ewig mit dem Vater und dem Sohn. In der Bibel wird der Heilige Geist jedoch nirgends als eigenständiges Wesen oder als dritte Person einer dreieinigen Gottheit beschrieben. Während in der Heiligen Schrift GOTTES Name (Jahweh) und der Seines Sohnes (Jesus bzw. Jeshua oder auch Jashuah, je nach Sprache und Schreibweise), und selbst einige Engel (z.B. Michael oder Gabriel) namentlich genannt werden, hat der Heilige Geist keinen Namen.

 

Der Heilige Geist ist allgemein als die wirkende Kraft GOTTES zu verstehen, durch den sich GOTTES Gegenwart manifestiert. Die Begriffe Geist und Kraft werden dabei austauschbar verwendet (Lukas 1,35 / Apostelgeschichte 1,8). Das hebräische Wort ruach kann im Deutschen mit Geist oder Atem übersetzt werden. Überall, wo der Geist am Werk ist, können wir die tätige Gegenwart GOTTES erkennen. Der Heilige Geist wird auch Geist GOTTES oder Geist des Höchsten genannt. Er ist eine umschreibende Bezeichnung für GOTT, den Vater, welcher Geist ist und der durch Seinen Geist in Jesus und allen Gläubigen wirkt. Ähnlich wie beim Geist des Menschen beschreibt GOTTES Geist Sein Denken und Fühlen; d.h. GOTTES Persönlichkeit (1. Korinther 2,10-12). Der Heilige Geist ist quasi ein Teil von GOTT; jedoch keine von GOTT, dem Vater unabhängige göttliche Person. Der Geist GOTTES geht vom Vater aus und wurde von Jesus über die ersten Christen ausgegossen. Er ist der Kanal, durch den GOTT uns Seinen Willen offenbart. Dies hat nichts mit Esoterik oder Spiritismus zu tun. Durch den Geist kann GOTT, der Vater sowohl von außen als auch von innen wirken. Als Jesus auf der Erde wandelte, lehrte und unterwies er als Person die Menschen in GOTTES Willen. Seitdem Christus beim Vater ist, hat der Heilige Geist dessen Rolle eingenommen und ist nun in den Herzen der Gläubigen tätig.

 

An manchen Stellen wird der Heilige Geist mit persönlichen Zügen beschrieben. Er redet, leitet, überführt, erinnert, sendet, fällt auf Menschen bzw. wird auf Menschen ausgegossen. Er wird als Tröster oder Beistand bezeichnet, da GOTT, der Vater durch ihn hilft und tröstet. Darüber hinaus wird er auch Geist der Wahrheit genannt, denn die primäre Aufgabe des Heiligen Geistes besteht darin, die Gläubigen in alle Wahrheit zu leiten. Menschen wurden mit ihm getauft, von ihm erfüllt oder mit ihm gesalbt. Obwohl der Heilige Geist in vielen Menschen wohnt, ist dennoch von einem Geist die Rede statt von “vielen Geistern“. Die Bezeichnung Heiliger Geist bezieht sich auf GOTTES Heiligkeit. Wenn ein Mensch GOTTES Geist empfangen hat, befähigt ihn dieser zu einem heiligen, GOTT wohlgefälligen Leben. Nirgends in der Bibel haben Menschen zum Heiligen Geist geredet oder gebetet. Immer waren GOTT, der Vater oder in einigen Fällen auch Jesus die Adressaten. Hinzu kommt, dass in keinem der apostolischen Briefe ein Grußwort vom Heiligen Geist ausgerichtet wird. Auch lesen wir an keiner Stelle, dass der Heilige Geist im Himmel auf einem Thron sitzt und regiert. An anderen Stellen wird der Heilige Geist auch als Geist Jesu oder Geist Christi bezeichnet. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass es Jesus war, der den Heiligen Geist an Pfingsten über die Gläubigen in Jerusalem ausgoss (Apostelgeschichte 2,33). Zum anderen ist es derselbe Geist, der auch in Christus wohnte bzw. mit dem Jesus gesalbt wurde und in dessen Kraft er die Zeichen und Wunder vollbachte, die GOTT ihm auftrug (Apostelgeschichte 10,38). Es bedeutet nicht, dass Jesus der Heilige Geist ist, wie manche irrtümlicherweise glauben.

 

Dass der Heilige Geist betrübt werden kann, ist kein Beweis, dass er eine göttliche Person neben dem Vater ist. Wer den Heiligen Geist betrübt, betrübt den Vater, der Seinen Geist in den Gläubigen wohnen lässt. Dasselbe gilt für die Tatsache, dass die sogenannte Sünde gegen den Heiligen Geist nicht vergeben werden kann. Wenn ein Mensch GOTT, den Vater, den er weder kennt noch erlebt hat, mit Worten lästert, stellt dies zwar eine ernstzunehmende Sünde dar, die jedoch verzeihbar ist. Wenn ein Mensch jedoch GOTT in Aktion sieht – wie es die Pharisäer taten – als Jesus einen kranken Menschen durch die Geistwirkung GOTTES von seinem Gebrechen heilte, und dies mit voller Absicht und trotz besseren Wissens dem Teufel bzw. bösen Mächten zuschreibt, so liegt eine besondere Schwere der Schuld vor, da man auf diese Weise GOTT zum Teufel erklärt (Jesaja 5,20).

Erst beim Konzil von Konstantinopel 381 n. Chr. wurde der Heilige Geist als dem Vater und dem Sohn gleiche dritte Person der Gottheit einbezogen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine formelle trinitarische Definition des Heiligen Geistes. Kirchenhistorische Dokumente machen zudem deutlich, dass diese Lehre bezüglich des Heiligen Geistes – genauso wie die Lehre bezüglich des Sohnes – für längere Zeit nicht unbedingt überall oder allgemein akzeptiert waren und dass es Jahrzehnte dauerte, bis sich die Lehre von der Dreieinigkeit durch den Druck der Kirche etabliert hatte. Die jahrhundertelangen Diskussionen darüber, wer oder was der Heilige Geist ist, sind zudem unnütz, da sie unserer Beziehung zu GOTT in keiner Weise förderlich sind. Entscheidend ist, wofür GOTT uns Seinen Geist gegeben hat und dass er seine Aufgabe in uns erfüllt, nämlich uns GOTTES Willen zu lehren und die in der Bibel genannten Geistesfrüchte in uns hervorzubringen.

 

 

weitere Belegstellen:

Ps 143,10 / Jes 32,15 / Jes 61,1 / Hes 36,27 / Lk 3,21 f. / Joh 4,24 / Joh 14,26 / Apg 1,8 / Röm 5,5 / Röm 8,1 + 27 / 1. Kor 2,10 f. / 1. Kor 3,16 / 1. Kor 6,19 f. / Gal 5,22 f. / Eph 3,20 f. / 2. Tim 1,7 / 2. Pet 1,21 / 1. Joh 3,24 / 1. Joh 4,13

 

siehe Kommentar zu...

 

1. Mose 1,2:

 

und der Geist GOTTES schwebte über dem Wasser

Hiob 33,4:

 

Der Geist GOTTES hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben

Jesaja 48,16:

 

Und nun sendet mich GOTT, der HERR und Sein Geist

Matthäus 28,18 f.:

 

Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

Johannes 14,23:

 

wir werden kommen und Wohnung bei ihm nehmen

Johannes 16,13-15:

 

Denn er (der Geist) wird nicht aus sich selbst reden (...) denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen​

 

 

Apostelgeschichte 5,3 f.:

 

Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? (...) Du hast nicht Menschen belogen, sondern GOTT

​​

2. Korinther 3,17 f.:

 

Der Herr aber ist der Geist

2. Korinther 5,19:

 

weil GOTT in Christus war und die Welt mit sich versöhnte

2. Korinther 13,14:

 

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe GOTTES und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen 

1. Johannes 5,6-8:

 

Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind eins

Offenbarung 2,7:

 

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt

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30. "Der Glaube an Jesu Gottheit ist heilsnotwendig"

Im Kern der frohen Botschaft des Evangeliums geht es darum, dass GOTT, unser Vater im Himmel, uns Menschen, die wir durch die Sünde von unserem Schöpfer getrennt und zum ewigen Tod verdammt sind, mit sich versöhnen will. Die Bibel lehrt nicht, dass GOTT Mensch wurde bzw. auf die Erde kam, um durch Seinen eigenen Tod die Menschheit zu erlösen. Sie bezeugt stattdessen, dass GOTT den Messias erweckte – einen Menschen, den GOTT zum Retter für die gesamte Menschheit bestimmt hat – um Seinen Plan durch ihn in die Tat umzusetzen.Die Bibel lehrt, dass - genauso wie der Tod - auch die Auferstehung der Toten nicht durch GOTT oder durch ein Wesen mit "zwei Naturen", sondern durch einen Menschen kommt (1. Korinther 15,21). So, wie GOTT vorhersah, dass Adam sündigen und fallen würde, so sah GOTT auch voraus, dass Jesus (der letzte Adam) Seinen Willen erfüllen und damit die Sünde und den Tod überwinden würde. Deshalb hat GOTT Jesus zur Schlüsselfigur in Seinem Heilsplan gemacht.Das biblische und selig machende Glaubensbekenntnis lautet, dass Jesus Herr ist und dass GOTT ihn von den Toten auferweckt hat (Römer 10,9 f.). Herr (altgr.: kyrios) ist kein Synonym für GOTT (altgr.: theos), sondern drückt aus, dass Jesus der von GOTT eingesetzte König / Herrscher / Führer ist, dem alle Gläubigen dienen und nachfolgen. An keiner Stelle verlangt die Bibel, Jesus als GOTT zu bekennen oder an seine vermeintliche Präexistenz zu glauben; noch wird das Seelenheil eines Menschen daran geknüpft. Kirchen, die dies tun, gehen über GOTTES Wort hinaus und verschließen Menschen unter Umständen den Weg zum Himmelreich.

 

Im Glauben geht es darum, GOTT, den Vater, den allein wahren GOTT und Jesus Christus zu erkennen. Dies bringt ewiges Leben (Johannes 17,3). Jesus zu erkennen, heißt, eine persönliche Beziehung zu ihm zu haben bzw. mit ihm verbunden zu sein. Die Beziehung zu Jesus drückt sich in Treue und Gehorsam gegenüber seinem Wort aus sowie vor allem in der Liebe zu unseren Mitmenschen, insbesondere zu unseren Glaubensgeschwistern; nicht darin, dass wir Jesus als GOTT anbeten (1. Johannes 2,3). Dies steht allein dem himmlischen Vater zu. Wer mit Jesus verbunden ist, dessen Leben bringt lauter gute Früchte hervor, die man an den Taten eines Menschen erkennt. Das Ziel des Glaubens ist die vollkommene Einheit mit GOTT. Ein Bekenntnis zu Jesus als GOTT sagt nicht das Geringste über die Beziehung einer Person zu Jesus aus.

Wer Jesus liebt, befolgt seine Gebote (Johannes 14,15 + 21 / Johannes 15,12-14). Es geht nicht darum, was Jesus ist, sondern darum, was er als Mensch getan hat - d.h. sein Erlösungswerk am Kreuz - und was Jesus von seinen Jüngern fordert, nämlich das Halten seiner Gebote. Weil Jesus uns geliebt und sein Leben für uns bis zum Tod hingegeben hat, sind wir es schuldig, einander zu lieben und unser Leben füreinander hinzugeben. Dies ist, was alle wahren Gläubigen eint und worauf der Fokus eines jeden Christen liegen sollte. Denn allein danach wird ein jeder von uns gemessen. Ob Jesus ein höheres Wesen ist oder ein Mensch, der von GOTT erhöht wurde, ob er präexistiert hat oder nicht, ist dabei unerheblich.

 

 

Jesus ist das Ebenbild GOTTES (Kolosser 1,15). Das heißt, dass Jesus als Mensch das verkörpert, was der Mensch nach GOTTES Schöpfungsplan sein sollte (1. Mose 1,27). In seinem Lebenswandel und seiner Beziehung zu GOTT, dem Vater dient Jesus uns allen als Vorbild. Obwohl Jesus voll und ganz Mensch ist, besitzt er eine herausragende Stellung und als Erstgeborener hat Jesus Vorrang vor allen anderen Menschen. GOTT gab Jesus Weisheit und Vollmachten wie keinem anderen zuvor, damit ihn die Leute als den verheißenen Retter (nicht als GOTT) erkennen und damit Jesus GOTTES Werk vollbringen kann. Die Auferweckung Jesu von den Toten, seine Erhöhung zur Rechten des Vaters und seine Funktion als Herr / Herrscher über das Universum und Haupt der Gemeinde GOTTES sind die Krönung für seinen Gehorsam und seine völlige Hingabe für die Menschheit.

Auch wenn Jesus unser Bruder ist, steht er als unser Herr im Rang über uns (Römer 8,29). Deshalb erwartet GOTT, dass wir uns Jesus im Gehorsam unterordnen und seinem Beispiel folgen. Dies ist die Basis für die Einheit der Kirche; nicht jedoch der Glaube an eine Dreieinigkeit, wie sie die traditionelle Kirche lehrt. GOTT möchte, dass wir in unserem Charakter so vollkommen werden wie Jesus. Wäre Jesus GOTT, so bliebe dieser Anspruch eine für uns Menschen unerreichbare Utopie. Denn es gibt keinen Menschen, der in der Lage ist, zu tun, was GOTT kann. Doch wenn wir Jesus Christus als den vollendeten Menschen begreifen, so sind wir in der Lage, ihm im Glauben nachzufolgen und so zu werden, wie er ist. Jesu Mission bestand darin, uns mit GOTT, dem Vater zu versöhnen und nicht mit sich selbst. Jesus ist nicht GOTT, sondern der Mittler zwischen GOTT und uns Menschen. Er ist der Weg bzw. Wegweiser zu GOTT (Johannes 14,6). Wenn wir glauben und handeln wie Jesus, indem wir den Willen des Vaters tun, haben wir Gemeinschaft mit Jesus und mit GOTT, dem Vater. Dies ist der Kern des Evangeliums und das Ziel des Glaubens. Insofern hat die Frage, ob Jesus GOTT ist oder nicht, weder Einfluss auf unseren Glauben noch auf unser Seelenheil.

weitere Belegstellen:

Apg 2,14-35 / Apg 3,12-27 / Apg 4,8-12 / Apg 5,29-33 / Apg 10,34-43 / Apg 13,16-41 / Apg 16,22-31 / Apg 26,1-23 / Röm 2,16 / 1. Kor 2,2 / 1. Kor 15,3 f. / 2. Tim 2,8

 

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