30 trinitarische Irrtümer Seite 3
16. "Das Wort "Logos" bescheibt eine göttliche Person"
Das altgriechische Wort logos (hebr.: dâbâr) bedeutet u.a. Wort, Rede, Verheißung, Ratschluss, Weisheit, Vernunft. Es wird im Neuen Testament über 300 mal und im Alten Testament über 1500 mal als Ausspruch oder Rede GOTTES ohne Zusammenhang zu Jesus verwendet. Daher sind das Wort und Jesus weder identisch noch synonym. Hinzu kommt, dass Jesus sich selbst an keiner Stelle “das Wort“ oder “Wort GOTTES“ nennt. Nur im Buch der Offenbarung steht diese Bezeichnung in direkter Verbindung mit Jesus; jedoch in einem ganz anderen Kontext als Johannes 1. Im Anfang war das Wort (logos); nicht der Sohn (altgr.: huios). GOTTES Handeln geht immer GOTTES Gedanke voraus (Jesaja 42,9 / Jesaja 46,9-11). GOTT spricht und es geschieht (1. Mose 1,3 + 6 + 9 + 14 + 20 + 24 + 26 + 29 / Psalm 33,9). Logos ist keine abstrakte Umschreibung für einen präexistenten Sohn namens “das Wort“, sondern beschreibt einen Akt, bei dem GOTT etwas beschließt und es aus dem Nichts ins Dasein ruft (Römer 4,17). Dasselbe gilt für das Wort sprechen (hebr.: 'âmar / altgr.: legō). Logos steht für GOTTES Plan, die Menschheit mit sich zu versöhnen. Der Inhalt dieses Plans ist der Messias, der Mensch Jesus Christus. Dieser existierte bereits vor Erschaffung der Welt in GOTTES Gedanken; jedoch nicht als reale Person. Adam war der erste Mensch, den GOTT erschaffen hatte. Jesus ist der Anfang / das erste Geschöpf der neuen Schöpfung (Offenbarung 3,14) und kommt nach Adam; nicht vor ihm. In 1. Korinther 15,45 wird Jesus als der letzte Adam bezeichnet, weil er das verkörpert, wozu Adam bzw. der Mensch geschaffen wurde.
weitere Belegstellen:
Mt 4,4 / Mt 7,24 / Lk 8,11 / Lk 11,28 / Joh 8,31 f. + 47 / Joh 17,17 / Apg 6,2 / Röm 10,17 / Eph 6,17 / Phi 2,16 / 1. Thes 2,13 / 2. Tim 2,9 / 1. Pet 1,23-25 / Heb 3,7 / Heb 4,12 / Heb 11,3
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Johannes 1,1-18:
Im Anfang war das Wort (...) Und das Wort ward Fleisch
1. Johannes 1,1-3:
Was von Anfang an war (…) vom Wort des Lebens
Offenbarung 19,13:
und sein Name ist: Das Wort GOTTES
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17. "Jesus hat präexistiert"
Im hebräischen Denken können Dinge, die auf die Zukunft prophezeit sind, als bereits existent bzw. erfüllt betrachtet werden, bevor sie Realität sind. Dies drückt eine göttliche Vorherbestimmung aus. In der Bibel lassen sich viele solche prophetische Formulierungen finden. GOTT kannte David (Psalm 139,16) und Jeremia (Jeremia 1,4), ehe sie existierten. Die Gläubigen waren von GOTT bereits erwählt und ihre Namen im Buch des Lebens eingeschrieben, noch bevor es einen von ihnen gab (Matthäus 25,34 / Epheser 1,4-6 / 2. Timotheus 1,9 / Offenbarung 13,8). Die Werke der Gläubigen waren ebenfalls bereits vor Erschaffung der Welt für sie vorbereitet (Epheser 2,10). Auch verschiedene Prophezeiungen im Alten Testament sind so formuliert, als wären sie damals bereits Realität, obwohl sie sich erst später erfüllen sollten (Jesaja 9,5 f. / Psalm 110,1 / Jesaja 53 / Hosea 11,1). Ähnlich verhält es sich mit Verheißungen GOTTES bezüglich Ereignissen, deren Erfüllung aus heutiger Sicht noch bevorsteht. So wird gesagt, dass alle, die an Jesus glauben, Ewiges Leben (= Leben im künftigen Zeitalter) haben, obwohl sie es faktisch erst in der Auferstehung empfangen (Markus 10,30). Weiter heißt es, dass die Heiligen mit allen himmlischen Segnungen gesegnet sind (Epheser 1,3 / Epheser 2,6), was sich ebenfalls auf das Leben im künftigen Zeitalter der neuen Erde bezieht, das GOTT Seinen Kindern verheißen hat.
Der Messias war in GOTTES Plan bereits auserwählt, geopfert und verherrlicht, ehe GOTT die Welt erschuf, auch wenn Jesus erst zu einem späteren Zeitpunkt geboren (= Fleisch) wurde (Johannes 1,14), um die Prophezeiung zu erfüllen. In Johannes 17,24 sagt Jesus, dass der Vater ihn vor Grundlegung der Welt geliebt hat. Das Wort geliebt (altgr.: agapaō) kann auch im Sinne von auserwählen (Römer 9,13) verstanden werden. Es heißt nicht, dass GOTT Jesus vor Grundlegung der Welt “gezeugt“ hat. Die Vorstellung von der Existenz unsterblicher Seelen stammt aus der hellenistischen Mythologie. Sämtliche Apostel und Schreiber des Neuen Testaments, die allesamt Juden waren, verstanden die Präexistenz des Messias im hebräischen bzw. ideelen Sinn und nicht im griechischen bzw. wörtlichen Sinn. In Johannes 1,1-18 geht es um GOTTES Plan, die Menschheit mit sich zu versöhnen. Der Inhalt dieses Plans ist der Messias, der Mensch Jesus Christus. Dieser existierte bereits vor Erschaffung der Welt in GOTTES Gedanken; jedoch nicht als reale Person. In Johannes 8,56-58 erklärt Jesus, dass er bereits (prophetisch) zum Messias bestimmt war, ehe Abraham existierte. In Johannes 17,5 bittet Jesus den Vater, ihm die Herrlichkeit zuteil werden zu lassen, die GOTT dem Messias in Seiner Vorsehung bereits zugedacht hatte, noch ehe Jesus existierte. Abraham, der König David, Daniel, der Prophet Jesaja und andere Propheten sahen die Herrlichkeit des Messias in Visionen und Träumen voraus. Sie sahen keinen real präexistenten Messias.
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1. Mose 1,2:
und der Geist GOTTES schwebte über dem Wasser
1. Mose 1,26:
Lasst uns Menschen machen; ein Bild, das uns ähnlich sei
Sprüche 8,22-31:
Der HERR hat mich gehabt im Anfang seiner Wege
Sprüche 30,4:
Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn?
Jesaja 9,5 f.:
Wunderbarer Ratgeber, ewiger Vater, Friedefürst
Daniel 3,24 f.:
und der vierte sieht aus wie ein Sohn der Götter
Daniel 7,13 f.:
es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn
Daniel 10,4-9:
ein Mann, der trug leinerne Kleider und einen goldenen Gürtel
Micha 5,1-3:
seine Ursprünge sind von der Vorzeit und von Ewigkeit her
Sacharja 12,10:
und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben
Johannes 1,1-18:
Johannes 1,29 f.:
Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist
Johannes 3,13:
Johannes 3,27-35:
Der von oben / vom Himmel kommt, ist über allen
Johannes 6,61 f.:
wenn ihr den Menschensohn auffahren seht, wo er vorher war
Johannes 8,23:
ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt
Johannes 8,56-58:
Johannes 12,37-41:
als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete
Johannes 16,28:
Ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater
Johannes 17,5:
verherrliche Du mich bei Dir mit der Herrlichkeit, die ich bei Dir hatte, ehe die Welt war
Römer 10,6:
Wer will hinauf gen Himmel fahren? – nämlich um Christus herabzuholen
1. Korinther 1,30 f.:
Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde
1. Korinther 10,1-4.:
der Fels aber, der ihnen folgte, war Christus
1. Korinther 10,9
Lasst uns auch nicht Christus versuchen, wie einige ihn versuchten
Epheser 3,9:
das seit Ewigkeiten verborgen war in ihm, der alles erschaffen hat
Philipper 2,5-11:
Kolosser 1,15-20:
der Erstgeborene aller Schöpfung
Hebräer 7,1-3:
Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens
Hebräer 11,26:
und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens
Hebräer 13,8:
Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit
1. Petrus 3,18-20:
In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis
1. Johannes 1,1-3:
Was von Anfang an war (…) vom Wort des Lebens
Offenbarung 1,8:
Offenbarung 1,17 f.:
Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige
Offenbarung 3,14:
Dies sagt, der »Amen« heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung GOTTES
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18. "Jesus ist (Mit-)Schöpfer der Erde"
Überall, wo es um die erste Schöpfung geht, die in 1. Mose 1 beschrieben ist, werden die Worte Himmel und Erde verwendet. Im Zusammenhang mit Jesus gebraucht man die Worte alle Dinge. An keiner Stelle wird wortwörtlich gesagt, dass Jesus Himmel und Erde erschaffen hätte oder dass Himmel und Erde durch Jesus erschaffen worden wären. Dieser Ausdruck wird ausschließlich in Verbindung mit GOTT, dem HERRN bzw. dem Vater verwendet. Es heißt, dass alle Dinge von (altgr.: ex) GOTT, dem Vater durch (altgr.: dia) oder in (altgr.: en) Jesus gemacht sind. Das bedeutet nicht, dass Jesus Schöpfer wäre, der aktiv geschaffen hätte, sondern drückt aus, dass alles einen Bezug zu Jesus hat. Ihn hat GOTT zum König und Erben Seines Reiches bestimmt (Hebräer 2,5). Wäre Jesus GOTT bzw. Teil einer ewigen und untrennbaren Dreieinigkeit, so wäre die Formulierung, dass GOTT alles durch Jesus erschaffen hat, überflüssig. Stattdessen genügte der Hinweis, dass Jesus GOTT und somit der Schöpfer aller Dinge ist.
Hinzu kommt, dass keiner der Apostel in seinen Briefen alttestamentliche Aussagen über die Erschaffung von Himmel und Erde mit Jesus verknüpft, wie sie es an vielen Stellen im Neuen Testament in anderen Zusammenhängen, die den Messias betreffen, tun. Alle Dinge kann sich daher auf das Evangelium bzw. den neuen Bund beziehen: Dazu gehören das Erlösungswerk am Kreuz, der Sieg über Satan, die Auferstehung und Erhöhung Jesu, die Vergebung der Sünden, die neue Schöpfung in Christus und das Zeitalter der Gemeinde. Formulierungen wie durch ihn (1. Korinther 8,6) oder in ihm (Kolosser 1,15) drücken aus, dass Christus das Vorbild der neuen Schöpfung ist. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament bezeugen, dass GOTT die erste Schöpfung allein durch Sein Wort (= Seinen Befehl / Ratschluss / Seine Weisheit) und durch Seine Hand gemacht hat.
weitere Belegstellen:
1. Mos 1,3 + 6 + 11 + 15 + 14 + 20 + 24 / Ps 33,9 / Ps 148,5 / Jes 66,2 / Heb 11,3 / 2. Pet 3,5-7 / Off 4,11 / Off 14,7 / Off 15,3 f.
Außerdem kann das griechische Wort dia, welches in Verbindung mit Jesus meistens mit durch wiedergegeben wird, auch um dessentwillen bedeuten. Damit ändert sich der Sinn der Aussage. Diese Übersetzung stimmt mit sämtlichen anderen Aussagen, wo Jesus als Erbe sowie als Dreh- und Angelpunkt in GOTTES Erlösungsplan beschrieben wird, überein. Somit wäre Jesus nicht die Person, durch die GOTT, der Vater Himmel und Erde erschaffen hat, sondern Anlass und Ziel der Schöpfung. GOTT erschuf alle Dinge, um sie Seinem Sohn Jesus zum ewigen Erbe zu geben.
Die erste Schöpfung wurde durch GOTT / Jahweh (den Vater)
weitere Belegstellen:
1. Mos 1,1 / 2. Mos 20,11 / Ps 33,6 / 2. Kön 19,15 / 2. Chr 2,12 / Jes 37,16 / Jes 44,24 / Jes 45,12 / Jer 32,17 / Mt 11,25 / Mk 10,6 / Apg 17,24 / Röm 1,20 / Röm 11,36 / Eph 3,9 / Off 10,5 / Off 14,7
Die zweite (neue) Schöpfung wurde durch Jesus Christus
weitere Belegstellen:
2. Kor 8,6 / Eph 2,10 / Kol 1,16 / Jak 1,18
siehe Kommentar zu...
1. Mose 1,26:
Lasst uns Menschen machen; ein Bild, das uns ähnlich sei
Sprüche 8,22-31:
Der HERR hat mich gehabt im Anfang seiner Wege
Johannes 1,1-18:
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist
Epheser 3,9:
das seit Ewigkeiten verborgen war in ihm, der alles erschaffen hat
Kolosser 1,15-20:
Denn in ihm wurde alles geschaffen
Hebräer 1-12:
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18. "Jesus kommt buchstäblich "vom Himmel""
Die Formulierungen vom Himmel / von oben / von GOTT gesandt bedeuten, dass Jesus im Auftrag GOTTES gekommen ist, um die himmlische / göttliche Botschaft des Vaters zu verkünden, welche allen, die sie annehmen, Ewiges Leben bringt. In Johannes 17,18 und Johannes 20,21 nutzt Jesus denselben Ausdruck für seine Jünger, als er sagt, dass er sie in die Welt sendet, wie der Vater ihn in die Welt gesandt hat. Damit ist gemeint, dass Jesus die Gläubigen beauftragt bzw. ernannt hat, genauso, wie GOTT den Messias zu seiner Mission beauftragt und ernannt hat. Johannes der Täufer war ebenfalls von GOTT gesandt (Johannes 1,6). Genau wie Mose und die Propheten erhielt Jesus seine Anweisungen und Offenbarungen direkt von GOTT (sinnbildlich: vom Himmel / von oben), jedoch in einem weit umfassenderem Maße als irgendein Mensch zuvor. In Jakobus 1,17 heißt es, dass jede gute Gabe von oben herabkommt. GOTT versprach den Menschen Seinen Segen, wenn sie Ihm ihren Zehnten geben würden, indem Er sagte, dass Er die Fenster des Himmels öffnen und Seinen Segen ausschütten würde (Maleachi 3,10). Das bedeutet nicht, dass GOTT buchstäblich Dinge aus dem Himmel fallen lässt, sondern dass Er die Quelle aller Segnungen ist. GOTT gibt den Menschen Seinen Sohn, um sie in ihm zu segnen (Apostelgeschichte 3,26) und ihnen durch den Glauben an ihn Ewiges Leben zu verleihen (Johannes 3,16 f.).
In Matthäus 21,25 fragt Jesus die Pharisäer, ob die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen sei. Auch hier bedeutet die Redewendung vom Himmel, dass die Taufe des Johannes von GOTT gegeben war. Paulus schreibt in 1. Korinther 15,47, dass der erste (vergängliche) Mensch von der Erde ist, während der zweite (verherrlichte) Mensch vom Himmel ist. Weil Jesus als einziger Mensch vom Heiligen Geist des Vaters im Mutterleib Marias gezeugt wurde, kommt er sinnbildlich von oben / vom Himmel / von GOTT. Jesus ist GOTTES Same und deshalb GOTTES Sohn. In Johannes 3,32 erklärt Johannes der Täufer, dass Jesus Dinge gesehen (altgr.: horaō) und gehört (altgr.: akouō) hat und diese bezeugt. Ein ähnlicher Wortlauf findet sich in Johannes 8,40. Dies bedeutet nicht, dass Jesus vor seiner Geburt als GOTT im Himmel gewesen ist. Vielmehr wird diese Ausdrucksweise für Menschen gebraucht, denen GOTT bestimmte Einsichten offenbart hat, die normalen Menschen nicht zugänglich sind. Bemerkenswerterweise wird die Formulierung vom Himmel von keinem anderen Apostel an irgendeiner Stelle im Neuen Testament in Bezug auf Jesus verwendet.
weitere Belegstellen:
2. Mos 4,22 / Ps 89,27 / Mt 25,34 / Joh 8,56 / Joh 15,19 / Joh 17,14-16 / Joh 20,17 / Eph 1,3 f. / Eph 2,10 / Heb 4,3 / 2. Tim 1,9 f. / 1. Pet 1,20 / Heb 4,14 / Off 17,8
siehe Kommentar zu...
Daniel 7,13 f.:
es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn
Johannes 3,13:
Johannes 3,27-35:
Der von oben / vom Himmel kommt, ist über allen
Johannes 6,61 f.:
wenn ihr den Menschensohn auffahren seht, wo er vorher war
Johannes 8,23:
ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt
Johannes 16,28:
Ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater
Römer 10,6:
Wer will hinauf gen Himmel fahren? – nämlich um Christus herabzuholen